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BPW als „Digital-Champion“ ausgezeichnet

Wiehl (ABZ). - BPW gehört zu den Unternehmen in Deutschland, die den digitalen Wandel mit Produkten, Anwendungen und Prozessen in vorbildlicher Weise vorantreiben: Das Familienunternehmen aus dem Bergischen Land gehört laut Focus Money und Deutschland Test zu den führenden „Digital-Champions“. Unter wissenschaftlicher Begleitung des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts nahm Faktenkontor für das Ranking rund 10.000 Unternehmen unter die Lupe.

Wenn Lkw-Anhänger und -Auflieger künftig hören, sehen und fühlen können, Mechaniker Ersatzteile einfach durch Zuruf einkaufen und sogar die Fracht selbst weiß, wohin ihre Reise geht – dann steckt ein Familienunternehmen aus den Bergischen Land dahinter: Die BPW Bergische Achsen KG hat sich in 120 Jahren von einem reinen Fahrwerkshersteller zu einem Innovationsführer der Nutzfahrzeugbranche entwickelt, der erfolgreich und kreativ die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzt. Das bestätigen jetzt auch Focus Money und Deutschland-Test, die BPW, Bosch und Wabco als digitale Speerspitze unter den Automobilzulieferern identifiziert haben.

„Digitalisierung ist bei BPW kein Selbstzweck, sondern Werkzeug unserer Kundenorientierung“ erklärt Michael Pfeiffer, persönlich haftender geschäftsführender Gesellschafter der BPW Bergische Achsen KG, „wir haben unsere Rolle als Mobilitätspartner der Fahrzeugbetreiber vor einigen Jahren neu definiert – das war für uns der Ausgangspunkt, um den Trailer intelligenter zu machen und digital zu vernetzen, aber auch völlig neue Ideen für Wartung, Service und das Ersatzteilgeschäft zu entwickeln. Auch unsere Partnerschaft mit den Fahrzeugherstellern haben wir auf diese Weise entscheidend weiterentwickeln können. Sie führte unter anderem zu unserem Engagement im Bereich der Elektromobilität.“

BPW gehört zu den vom Bundeswirtschaftsministerium ausgewählten Vorzeige-Unternehmen für Industrie 4.0 – so wurde die Fertigung am Hauptsitz in Wiehl hochgradig automatisiert und vernetzt. „Wir digitalisieren alle Prozesse in Qualitätssicherung, Instandhaltung, Produktion und Logistik“, erklärt Alexander Reissner, Leiter der IT Fertigung & Intralogistik bei BPW. „Es gibt schon heute quasi kein Regal mehr, das nicht an die IT angebunden ist.“ Nach dem Prinzip „One-Piece-Flow“ wird jedes Fahrwerk- oder Wheelend-Modul individuell gefertigt und trägt bereits beim Start in der Produktionsplanung eine „digitale DNA“. So lassen sich für jedes Bauteil die Kunden-, Auftrags- und Produktionsdaten über sämtliche Fertigungsprozesse exakt nachvollziehen, inklusive Lackierung und Montage bis zur Verpackung und Verladung. Und das sogar noch 30 Jahre nach der Auslieferung.

„Digitalisierung ist bei BPW nur eine Komponente eines Kulturwandels, zu dem auch die Einbindung der Mitarbeiter in neues Denken und neue methodische Konzepte gehören“, erläutert Marcus Sassenrath, Leiter der IT- und Digitalstrategie der BPW Gruppe sowie Gründer des BPW Innovation Labs in Siegburg. BPW führte Innovationsmethoden wie „Design Thinking“ im Unternehmen ein, das die Entwicklung von neuen Ideen erheblich beschleunigt und den Mitarbeitern neue Handlungsfreiräume eröffnet. Auch Kunden werden aktiv in den Innovationsprozess einbezogen. Über cloudbasierte Plattformen können Mitarbeiter Arbeitsgruppen über Standorte und Unternehmenstöchter hinweg gründen – auf diese Weise arbeiten beispielsweise Mechatroniker aus Wiehl, IT-Experten aus Siegburg und Telematik-Spezialisten aus München und Aachen Hand in Hand.

Marcus Sassenrath erwartet durch die Digitalisierung tiefgreifende Umwälzungen in der Logistikbranche: „Während die Produktions- und Lagerprozesse in Unternehmen bereits weitgehend vernetzt und synchronisiert sind, ist der Transportweg über die Autobahnen nach wie vor ein digitales Nirvana. Indem wir den Trailer, aber auch die Fracht selbst zum Sprechen bringen, erschließen wir Spediteuren und Versendern völlig neue Möglichkeiten. Sie zu nutzen, ist letztlich eine Frage der Kreativität – und des Mutes, neue Wege zu gehen.“

Wie neue Wege aussehen können, beweist BPW unter anderem auch im Ersatzteilgeschäft: In den dünn besiedelten Weiten Finnlands stationiert BPW beispielsweise unbemannte Container, die ein umfassendes Ersatzteilprogramm bereithalten. Werkstätten erhalten einen digitalen Zugang zum Container und brauchen die gewünschten Produkte nur zu entnehmen – die Abbuchung und Nachlieferung erfolgt dann automatisch, die Quittung kommt per E-Mail. Darüber hinaus testet das BPW Tochterunternehmen PE Data aktuell die Ersatzteilbestellung per Zuruf: So können Bestellungen direkt von der Hebebühne oder Montagegrube per Stimme getätigt werden – ohne mit ölverschmierten Fingern Tablets oder Computer bedienen zu müssen. Eine neue Webshop-Software, die PE Data dem Großhandel anbietet, ermöglicht schon heute eine deutlich vereinfachte Ersatzteilidentifikation für Nfz-Werkstätten.

Die positive Haltung zu Innovation und Digitalisierung wird bei BPW von den Mitarbeitern getragen: Unternehmensinterne und unabhängige Umfragen bestätigen das hohe Maß an Identifikation und Motivation der Mitarbeiter. So wurde BPW zuletzt als „Unternehmen mit höchster Fairness“, als „Top 100 Arbeitgeber“ und als einer der besten Ausbildungsbetriebe Deutschlands ausgezeichnet.

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