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Brenner Basistunnel

Beton an Felsen angepasst

Bei diesem Bauvorhaben entschied sich die federführende Firma Porr Bau für zwei Liebherr-Betomix-3.0-Anlagen. Diese kommen Herstellerangaben zufolge zusammen mit ihren beiden 3 m³-Doppelwellenmischern auf eine maximale Ausstoßleistung von rund 240 m³/h verdichteten Frischbeton. Die Modulbauweise der Betonmix-Anlagen erlaubt eine genaue Anpassung an die Gegebenheiten vor Ort, so Liebherr.

Bad Schussenried (ABZ). – Seit 2008 laufen die Bauarbeiten am Brenner Basistunnel für eine Eisenbahnverbindung zwischen Österreich und Italien. Mit einer Länge von 64 km wird es die längste unterirdische Eisenbahnverbindung der Welt. Die Bautätigkeiten sollen Ende 2027 abgeschlossen sein. Einer der größten Bauabschnitte auf österreichischer Seite ist das Baulos H51 "Pfons-Brenner". Dort wurde im Spätherbst 2018 mit den Bauarbeiten begonnen. Der Zuschlag erfolgte an ein Konsortium unter der Federführung der Porr Bau GmbH. Die ausgebrochenen Tunnelröhren werden mit Kunststoff- und Stahlfaser verstärktem Spritzbeton gesichert. Die Betonmischung sei genau an die sich verändernde Beschaffenheit des Felsens angepasst, durch den der Tunnel führt, so Porr Bau. Die Betonbereitstellung muss gut organisiert sein: Große Mengen müssen zuverlässig in passender Rezeptur mit eingemischten Fasern in die Röhren geliefert werden. Hierbei müsse zusätzlich der lange Transportweg eingerechnet werden, so das Unternehmen.

Bei der Planung der Beton-Mischanlage musste eine Reihe von Aspekten beachtet werden: große Gesteinslager-Volumen, eine zuverlässige Beton-Ausstoßleistung, die Dosierung der Faser-Zugabe, beengte Platzverhältnisse für die Positionierung, die Montage der Anlagen und der 24-Stunden-Dauerbetrieb – auch im Winter. Auch logistisch musste einiges beachtet werden. Damit Beton abgeholt und weiteres Material angeliefert werden kann, wurden Bahngleise gelegt. Der Zement wird per Lastwagen in Silozügen angeliefert.

Porr Bau entschied sich bei diesem Bauvorhaben für zwei Liebherr-Betomix-3.0-Anlagen. Diese kämen Herstellerangaben zufolge zusammen mit ihren beiden 3 m³-Doppelwellenmischern auf eine maximale Ausstoßleistung von rund 240 m³/h verdichteten Frischbeton. Die Modulbauweise der Betonmix-Anlagen erlaube eine genaue Anpassung an die Gegebenheiten vor Ort, so Liebherr.

Das große Lagervolumen für Gesteinskörnungen bei geringem Raumvermögen wurde durch die neuen Liebherr-Hochsilos erreicht. Jedes der beiden Hochsilos könne 600 m³ Sand und Kies in jeweils sieben Kammern lagern, so das Unternehmen. Zwölf Bindemittel-Silos mit je 100 t Kapazität versorgen die beiden Anlagen mit den benötigten Zementsorten. Zur Mischanlage gehört auch die Faserdosierung. Dabei erfolgt die Kunststoff- und Stahlfaserdosierung separat, da die jeweiligen Fasern beim Mischen exakt dosiert zugegeben und gleichmäßig eingemischt werden müssen. Für Porr Bau seien vor allem die Qualität, die Modulbauweise der Anlagen und die kurze Lieferzeit der Firma Liebherr kaufentscheidend gewesen, so das Unternehmen.

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