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Brückenschlag zwischen digitaler Technologie und Immobilie

Implementierung von Gebäude-Digitalisierung

Von Christine Damke

Köln/Berlin (ABZ). – Die Immobilienbranche unterliegt aktuell einem massiven strukturellen Wandel und auch das Immobilienprodukt "Wohnen" ist davon nicht ausgenommen. Der Trend geht dabei in Richtung "Space-as-a-Service": Nutzern wird dabei nicht mehr nur die reine Fläche angeboten, sondern ein Rundum-sorglos-Paket aus Raumnutzung und integrierten Services geschnürt.

In Berlin ist dieses "Space-as-a-Service"-Konzept im neuen Wohnensemble Gleis Park für die Bewohner der 110 Mieteinheiten bereits erlebbar. Hinter der stimmigen Gesamtlösung in diesem Projekt stehen technisch ein Dutzend Technologiekomponenten von verschiedenen Lieferanten. BeyondBuild Experts hat die zur Umsetzung nötige Unterstützung bereitgestellt, Konzeption, Planung und Auswahl der digitalen Lösungen und Anbieter übernommen sowie an der optimalen Integration in den Bauablauf und der Inbetriebnahme mitgewirkt. Für Bauwens als Projektentwickler und Generalunternehmer des Projektes war es wichtig, einen Partner an der Seite zu haben, der sowohl Know-how in der Digitalisierung als auch in der Projektabwicklung mitbringt.

Das umgesetzte Immobilienkonzept des Gleis Park ermöglicht "löffelfertiges Wohnen", das heißt vollständig möblierte und voll ausgestattete Apartments für berufstätige Singles oder Paare. Für diese Zielgruppe wurde eine ganze Palette digitaler Gebäude-Ausstattungen und Angebote konzeptioniert und implementiert. Die mobile Mieter-App "Living25" dient als zentrale Kommunikation- und Steuerungsplattform zur Integration aller Services.

So können Nutzer über die digitale Zutrittskontrolle, Smart Access, via Smartphone die Gebäude und ihre Wohnungen einfach und sicher betreten. Die dafür notwendigen Zugangsberechtigungen werden verschlüsselt und sicher auf den jeweiligen Endgeräten gespeichert. Nachteile analoger Schlüsselanlagen gehören somit der Vergangenheit an, zum Beispiel muss kein Mieter mehr bei Schlüsselverlust kostenintensive Austauschvorgänge bezahlen. Zusätzlichen Komfort bietet das Gästemanagement der App: Bewohner können zum Beispiel Freunden oder Handwerkern einfach per Einladungs-E-Mail Zutritt zur Wohnung zu gewähren – selbstverständlich auch nur für bestimmte Zeitslots.

Das Smart Metering bietet einen Beitrag zur Nachhaltigkeit, und schafft durch Darstellung der Verbrauchsmengen von Strom, Kalt- , Warmwasser und Wärme Bewusstsein für eigenes Verhalten: alle Werte sind tagesaktuell in der App ablesbar. Zusätzlich zur reinen Information wird über einen App-eigenen Algorithmus ein Abgleich mit den Nachbarwohnungen erstellt und in spielerisch-grafisch aufbereiteter Form als Ecoscore-Punktzahl mit einem Baum-Icon dargestellt. Bei einem gutem Ecoscore wächst und gedeiht der Baum, bei übermäßig hohen Verbrauchswerten verliert er seine Blätter. Auf den Nutzerkomfort zahlen auch die Smart-Home-Komponenten ein: Licht, Raumtemperatur, Heizung und Jalousien können gesteuert und gespeicherte Lieblings-Einstellungen mit einem Klick wiederhergestellt werden.

Über die Anzeige des Öffnungsstatus von Fenstern und Türen der Wohnung können sich die Mieter jederzeit versichern, ob alle Zugänge geschlossen sind. Zeitersparnis bringt das Feature Smart Logistik: Mieter können Pakete in eine zentrale Paketbox im Hauseingang liefern lassen und Rücksendungen dort hinterlegen – der Gang zur Post entfällt. Über die App sind zudem Angebote von lokalen Dienstleistern (Lebensmittel, Blumen, Wäscherei) für die Mieter als "verlinkte Services" eingebunden. Die App dient außerdem der Kommunikation: Mieter können in der "Community" untereinander Kontakte knüpfen sowie über ein integriertes Ticketing-System Anliegen unkompliziert an die Hausverwaltung melden. Umgekehrt kann der Hausverwalter Informationen zum Haus und zur Wohnung einfach per App an die Mieter verteilen.

An all diesen Beispielen ist zu erkennen: Smarte Technologien helfen den Bewohnern, ihren Alltag deutlich flexibler, individueller und ökologisch wie auch ökonomisch nachhaltiger zu gestalten. Über die technische Infrastruktur können zudem die zahlreichen Services als "In-App-Käufe" einfach und unkompliziert angeboten und abgerufen werden. Vermieter können damit die Attraktivität ihrer Wohnungen steigern, und gleichzeitig Ihre Prozesse vereinfachen: das digitalisierte Mietermanagement ermöglicht es, Immobilien effizienter zu verwalten und betreiben.

Es ist daher zu erwarten, dass sich das Konzept "Space-as-a-Service" und damit verknüpft die Integration digitaler Technologien in Immobilien vom Trend zum Standard entwickeln wird.

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Die Autorin ist Geschäftsführerin bei BeyondBuild Experts.

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