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Brüninghoff baut für Bierbaum in Borken

Neues Hochregallager schafft Grundlage für automatisierte Prozesse

Stahlbetonstützen sorgen für die Ableitung der Vertikalkräfte aus dem Dach und der Windkräfte. Die Elemente wurden von Brüninghoff im benachbarten Heiden vorgefertigt, auf die Baustelle geliefert und dort gestellt.

Borken (ABZ). – Rund 17,5 m hoch und 5000 m² groß: Das Hochregallager des Textilherstellers Bierbaum in Borken (Münsterland) bietet Platz – und schafft zugleich die Grundlage, um Prozesse zu automatisieren. Moderne Technik sorgt für effiziente Abläufe.

Von hier werden Bettwäsche und Reinigungsartikel an den Einzelhandel oder den Endkunden geliefert. Realisiert wurde der Neubau durch Brüninghoff. Der Projektbauspezialist hat seinen Hauptsitz im benachbarten Heiden und verfügt hier auch über eigene Produktionsstätten – unter anderem für Stahlbetonbau. So fertigte Brüninghoff hier die Stahlbetonstützen für die Primärkonstruktion der Halle vor.

Eine eingeschossige Halle als Lagerstätte für Textilwaren errichtete Brüninghoff Ende 2019 für Bierbaum aus Borken im Münsterland. Der Hauptsitz des Anbieters textiler Konsumgüter für Handel und Industrie erweitert seinen Standort damit um rund 5000 m². Mit einem neuen Lagersystem automatisiert Bierbaum zudem die Logistik und richtet sich zukunftsorientiert aus. Bereits seit 125 Jahren befindet sich das traditionsreiche Unternehmen am Standort in Borken.

Eine eingeschossige Halle als Lagerstätte für Textilwaren realisierte Brüninghoff vor Kurzem für das Unternehmen Bierbaum aus Borken im Münsterland.

In Europa zählt es zu den größten Textildruckereien. Bierbaum ist für Brüninghoff kein unbekannter Auftraggeber – bereits sechs Gebäude mit einer Gesamtfläche von rund 40 000 m² realisierte der Projektbauspezialist in der Vergangenheit am Unternehmensstandort des Textilherstellers in Borken.

Die neue Halle befindet sich auf dem rund 120 000 m² großen Firmengelände. Sie wurde so positioniert, dass sie die Fläche zur Hansastraße und Gelsenkirchener Straße optimal ausnutzt. Der Straßenverlauf wurde in der Gebäudekubatur aufgenommen.

Zwischen der Halle und den beiden Straßen befinden sich Parkplatzbuchten. Nordwestlich schließt sie an ein bestehendes Lagergebäude an. Zwei Laderampen erschließen die Halle. Diese misst in der Länge 104,5 m und ist 50,3 m breit. Besonders ist jedoch die Höhe des eingeschossigen Gebäudes: So beläuft sich diese auf rund 17,5 m, um dem Hochregallager und der automatisierten Logistik genug Raum zu bieten.

Das Stützensystem der Halle besteht aus Stahlbeton. Die Stützen sorgen für die Ableitung der Vertikalkräfte aus dem Dach und der Windkräfte. Die Elemente wurden von Brüninghoff im benachbarten Heiden vorgefertigt, auf die Baustelle geliefert und hier gestellt. Umlaufend verfügt die Halle um einen Sockelbereich aus Stahlbeton mit einer Höhe von 25 cm ab Oberkante Fertigfußboden. Sie ist zweischiffig konzipiert und misst Spannweiten von je 24,5 m. Diese werden von Fischbauträgern aus Brettschichtholz überbrückt, heißt es von Unternehmensseite.

Das Stützensystem der Halle besteht aus Stahlbeton. Diese werden kombiniert mit Brettschichtholzbindern.

Der an der Trägerunterkante parabelförmige Verlauf des Brettschichtholzbinders sorgt für einen harmonischen und architektonisch ansprechenden Eindruck im Halleninneren. Der Abstand der 1,45 m hohen Träger beläuft sich auf 6,2 m. Als Fassade kommen Sandwichelemente mit einem nichtbrennbaren Dämmkern aus Mineralwolle zum Einsatz. Diese sind 150 mm dick und wurden horizontal verlegt. Zur Außenseite ist das Paneel im Farbton Weißaluminium (RAL9006) beschichtet – im Innenbereich sind die Elemente weiß gehalten. Energieeffiziente Gas-Dunkelstrahler beheizen die Halle.

Der Neubau bietet ausreichend Platz für das Hochregallager und die automatisierten Prozesse des Textilherstellers. Der Standort in Borken wird damit weiter zukunftsorientiert ausgerichtet. Doch nicht nur funktionale Ansprüche wurden erfüllt. Insbesondere im Halleninneren wurde eine ansprechende gestalterische Linie gefunden und konsequent umgesetzt.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 13/2021.

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