BVMB spricht von "Katastrophe mit Ansage"

Verband plädiert für zuverlässige Förderprogramme

Bonn (ABZ). – Die Aufbruchstimmung dauerte gerade einmal wenige Stunden: Nach dem überraschenden Förderstopp für Energiesparhäuser im Januar durch die Bundesregierung war es vergangene Woche nun zu der angekündigten Neuauflage der Förderung gekommen. Die Ernüchterung folgte allerdings gleich auf dem Fuße: Nur wenige Stunden nach dem Neustart teilte die KfW bereits mit, dass die Fördermittel schon wieder aufgebraucht seien. "Eine Katastrophe mit Ansage" sowohl für die betroffenen Bauherren als auch für die Bauwirtschaft beklagt in diesem Zusammenhang die Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen e. V. (BVMB). Deren Hauptgeschäftsführer Michael Gilka fordert jetzt ein schnelles Ende des Förderchaos und schnelle neue sowie insbesondere zuverlässige Förderprogramme. 

Im Januar hatte die damals überraschende Nachricht des grünen Bundesklimaminister Robert Habeck für bundesweite Ernüchterung gesorgt. Er hatte mit sofortiger Wirkung die KfW-Kredite für EH 55-Häuser eingestellt. Auf den Druck der Öffentlichkeit und der Bauverbände hin war vergangene Woche eine Neuauflage der Förderung für effiziente Neubauten nach dem EH 40-Standard in Kraft getreten. Wenige Stunden nach dem Start meldete sich die KfW erneut und teilte mit, dass das Programm bereits wieder gestoppt wurde, weil die zusätzlichen Fördermittel mit einem Umfang von 1 Milliarde Euro bereits wieder aufgebraucht waren. Nicht nur für die betroffenen Bauherren, sei dieser erneute Förderstopp eine Katastrophe.

Der erneute und derart kurzfristige Stopp der KfW-Förderung von energieeffizienten Häusern bedeutet laut BVMB-Hauptgeschäftsführer Michael Gilka einen "erheblichen Einschnitt" für die Bauunternehmen. "Wir brauchen endlich funktionierende und insbesondere verlässliche Förderprogramme", fordert die Vereinigung eine schnelle Neuauflage von ausreichenden Mitteln und Leitlinien. Fördersysteme müssten so geplant werden, dass sie nicht wenige Minuten später schon wieder eingestampft würden. "Gerade private Bauherrn können es sich nicht leisten, von heute auf morgen zu planen. Sie brauchen Verlässlichkeit statt Beliebigkeit. Das gilt auch für die Bauwirtschaft", attestiert BVMB-Hauptgeschäftsführer Michael Gilka. Energiesparendes Bauen sei regelmäßig teurer als der Bau handelsüblicher Häuser.

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