CECE Summit Brüssel

Die Baustelle der Zukunft war Thema

Brüssel/Belgien (ABZ). – Der diesjährige CECE-Gipfel beschäftigte sich intensiv mit der Baustelle der Zukunft und Innovationen in einer vernetzten Industrie. Das Image der Baumaschinenbranche wandelt sich hin zu einer modernen und digitalisierten Arbeitswelt, die für den Aufbau eines Europas von morgen entscheidend sein wird und auch für die jüngere Generation attraktiv sein möchte. Dies hat Auswirkungen auf die Führungs- und Unternehmensstrukturen, da Diversität eine wichtigere Rolle spielt und Frauen in diesem technischen Umfeld stärker und sichtbarer werden. "Europas Aufbau von morgen ist unsere gemeinsame Aufgabe – Ihre Maschinen helfen im wahrsten Sinne des Wortes, unsere Zukunft zu gestalten", betonte Gerassimos Thomas, Generaldirektor für Steuern und Zollunion, Europäische Kommission, in seiner Eröffnungsrede. "In unserem Motto #WeMake2Build steckt das Bewusstsein, dass sichere, effiziente, nachhaltige und innovative Maschinen grundlegende Bestandteile sind, um das Europa von morgen zu gestalten und aufzubauen", bekräftigte Niklas Nillroth, CECE-Präsident, gegenüber den Teilnehmenden an der hybriden Veranstaltung. Dies bedeutet, dass Digitalisierung, Automatisierung, mit synthetischen Kraftstoffen betriebene Baumaschinen und neue Antriebskonzepte verstärkt zum Einsatz kommen und das neue Image der Branche bestimmen werden. Es bedeutet auch, dass sich die beruflichen Qualifikationen in mancher Hinsicht auf ein höheres Niveau verändern und jüngere Menschen anziehen werden, die ihre Zukunft in einem Umfeld mit künstlicher Intelligenz, digitalen Zwillingen und digitalisierten Produktionsprozessen finden möchten.
Belgien Baustellen
CECE-Präsident Niklas Nillroth (l.) und CECE-Generalsekretär Riccardo Viaggi auf dem virtuellen CECE-Gipfel 2021. Foto: CECE

Zudem werden sich nicht nur Berufsbilder, sondern auch Führungs- und Unternehmensstrukturen verändern. Aufgrund des Fachkräftemangels und der demografischen Entwicklung – Europa altert schnell – werden Frauen in technischen Berufen und Führungspositionen im Baugewerbe eine entscheidende Rolle spielen müssen. "Veränderungen in einer Branche zu schaffen, die seit mehr als 30 Jahren stagniert, ist entscheidend, um weibliche Arbeitskräfte für das Baugewerbe zu gewinnen", betonte Maria Bøhnke, Projektmanagerin bei Boss Ladies, in der Diskussion über Diversität und Führung. In der gleichen Sitzung zeigte Nadim Penser, SVP Human Resources bei Epiroc, wie Unternehmen mit gutem Beispiel vorangehen und sich für mehr Vielfalt in Führungspositionen und auf allen Ebenen der Belegschaft einsetzen können.

Ein weiterer Schwerpunkt des Gipfels waren laut Veranstalter die Auswirkungen der überarbeiteten Rechtsvorschriften für Maschinen. Eine Überprüfung des Vorschlags der Europäischen Kommission für eine Verordnung für Maschinenprodukte seitens des CECE zeigte, dass er für die Industrie eine weitere wirtschaftliche Belastung und unnötige Bürokratie sowie unrealistische Anforderungen im Tagesgeschäft mit sich bringt. Generell wird der Entwurf begrüßt, da die Branche davon ausgeht, dass er weitere Rechtssicherheit schafft, wenn die Bedenken und Verbesserungsvorschläge der Industrie berücksichtigt werden. Eine Umfrage während der Veranstaltung bestätigte: Die Mehrheit der Befragten befürchtete einen erhöhten finanziellen und administrativen Aufwand für die europäischen Hersteller.

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