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Christophel

Ausstellungsfläche nochmals vergrößert

Die Leistungsdaten der Chieftain 2200 aus der Praxis sind den Angaben von Christophel zufolge beeindruckend.

Lübeck (ABZ). – Kreisschwinger-Siebanlagen, Trommelsiebanlagen, Backen- und Prallbrecher, kettenmobile Flachladetrichter und radmobile Dosieranlagen: Christophel zeigt auf der NordBau auf der vergrößerten Ausstellungsfläche an Stand F-Nord-N135 mehr Maschinen als jemals zuvor. Für maßgeschneiderte Lösungen brauche es Erfahrungen bei der Auswahl und im Einsatz von Brechanlagen, so der Hersteller. Entscheidungen aus dem Bauch heraus seien nicht vertretbar, zu breit seien die Einsatzgebiete und zu gravierend die wirtschaftlichen Auswirkungen. Flaggschiff auf der diesjährigen NordBau sei der Premiertrak 400X. Dieser kombiniere Leistung und Arbeitssicherheit, so das Unternehmen. Der Einschwingenbackenbrecher messe einen Einlauf von 1100 x 700 mm. Die Spaltverstellung erfolge hydraulisch. Eine Füllstandsüberwachung mit automatischem Vorschub ersetze den Bediener auf dem Brecher. In der Grundausstattung wiege die mit einem Scania DC9 und 226 kW motorisierte Maschine 45 t. Rüdiger Christophel verweist auf den direkten Antrieb des Brechers. "Seit jeher führen wir ausschließlich Brecher im Programm, die diese effiziente, sparsame Antriebstechnik nutzen", so Christophel. Den Schwenk anderer Hersteller zurück auf die "antiquierte" Bauweise nehme er zur Kenntnis. "Ohnehin ist der Verbrauch auf die Tonnage umzulegen. Wenig Verbrauch bei geringer Leistung hilft hier niemandem", so Christophel weiter. Das aus geschwungenen Peinerprofilen gefertigte Modell verdiene es, als "modern" bezeichnet zu werden. Die großen Flügelbleche für die rückwärtige Laderbeschickung würden hydraulisch geklappt und hydraulisch verbolzt. Durch rückwärtige Aufgabe entzerre sich das Brechgut auf dem Weg zum Einlauf und erleichtere die Absiebung der Feinanteile über die aktive Vorsiebmaschine. Diese Bau- und Betriebsweise erhöhe die Leistung und die Arbeitssicherheit. Mit einem Handgriff entscheide der Nutzer, ob die Feinanteile ausgetragen oder dem Produkt zugeführt werden sollen. Ein Hingucker sei der Brecheraustrag. Die Zugänglichkeit sei großzügig. Sollte sich Eisen verstopfen, werde das Band per Knopfdruck so lange abgesenkt, bis der Auslaufkanal den erforderlichen Querschnitt erreicht habe und schon gehe es weiter. Die gefährliche Störung könne per Knopfdruck beseitigt werden. Im Standard werde das Produkt auf 3900 mm aufgehaldet. Optional biete Powerscreen eine Reversierfunktion für den Brecher zur Beseitigung von Verklemmern und ein angehängtes Nachsieb zur Herstellung qualifizierter Fraktionen.

Mit dem CitySkid 7X4 zeige Christophel die ganze Bandbreite seines Lieferprogramms. Der Containermobile 700 x 500 mm große Backenbrecher sei in etwa das "personifizierte" Gegenteil vom Premiertrak. Kompakt, leicht und mit lediglich vier Elektromotoren versehen, sei diese Maschine ein Bsp. für simple und robuste Brechtechnik für Jahresmengen bis 20 000 t, die einfach per Fremdstromeinspeisung produziert werden könnten. Der CitySkid 7X4 nehme RC-Einsteigern Berührungsängste vor unbekannter Anlagentechnik.

RM sei der Spezialist für "Compact Crushing". Dahinter verberge sich auch das bedienerfreundliche "GO"-Konzept. Christophel demonstriere das einfache, intuitive Handling am RM 70GO!, einem Prallbrecher mit 760 x 600 mm Einlauf. Erstmalig werde die ca. 20 t schwere Maschine in Deutschland mit MS Nachsieb gezeigt. Die Eindeckersiebmaschine messe 1,9 m² und trenne das Verkaufsprodukt sauber ab. Über das Rückführband gelange das Überkorn sofort in den Trichter zum erneuten Brechdurchlauf zurück. In einem Arbeitsgang werde so die max. Wertschöpfung erzielt.

"Vorsieben – Nachsieben – Trommeln" könnte das Motto der ausgestellten Siebmaschinenexponate sein. Die Leistungsdaten aus der Praxis der Chieftain 2200, die ausgestellt werde, seien beeindruckend, so Christophel. Zwei Siebmaschinen hintereinander , das bedeute zwei Antriebe und höhere Siebagressivität am Anfang und Ende des Kastens. Es gebe verschiedene Möglichkeiten der Einstellung. Powerscreen biete für den 1500 x 3300 mm großen Doppeldeckerkasten wahlweise den Betrieb als Zwangssieb oder als Freischwinger. Je nach Aufgabematerial und Trennschnitt entscheide der Betreiber, ob er die Vorteile einer konstant drehenden Kurbelwelle oder den hohen Hub eines frei schwingenden Siebes nutzen wolle. "Will ich einfache Aufgaben lösen, kann ein schräg gestelltes Rost ohne Antrieb reichen", so Christophel. Bei der Frage "geht oder geht nicht" seien die Einstellmöglichkeiten von großem Vorteil. Sand- und Kiesgruben-Betreiber würden die Auswirkung der CH2200 auf die Betriebswirtschaftlichkeit und Wertschöpfung kennen.

Auch bei den Siebmaschinen werde die Bandbreite der Lieferpalette von Christophel deutlich. Um einfach und preiswert grob von fein zu trennen sei die MR 2 eine robuste und platzsparende Lösung von Portafill. Mit einer Transporthöhe von 2645 mm bei einer Breite von 2285 m fahre die MR2 auf Kette zum Einsatzort. Die Doppeldeckersiebmaschine messe im Lichten 2750 x 2540 mm. Wahlweise werde mit Radlader oder Bagger aufgegeben. Das Oberdeck diene lediglich als Schutzdeck. So würden Brocken bis 500 mm Kantenlänge verschleißarm abgetrennt. Das Unterdeck nehme den feinen Siebschnitt vor. Die vielseitige MR2 sei gut für Einsteiger und Betreiber mit wechselnden Einsätzen bei beengten Verhältnissen geeignet.

Seit Jahresbeginn vertritt Christophel Trommelsieb- und Schredderanlagen von Pronar. Dass die Fertigung höchsten Ansprüchen genüge, demonstriere die MPB 1847 Trommelsiebanlage, die üblicherweise am Mark mit der Bezeichnung 5 für 5 m Länge und 18 für 1,8 m Trommeldurchmesser geführt werde. Mit EG Gutachten werde die MPB 1847 geliefert und erhalte die Abnahme des TÜV. Die Stanzblechtrommel werde mit dem Hebegerät herausgehoben und getauscht. Neue Einsätze würden binnen Minuten angefangen. Um Einsätze zu optimieren biete Pronar Klapprost, Cleanfix Kühlerreinigung, Windsichter und die Rippentrommel mit Rippengurt, um das Durchrutschen des Antriebgurtes zu verhindern.

Mit dem Vertrieb kettenmobiler Haldenbänder hätte Christophel vor mehr als zehn Jahren die mobile Aufbereitung spürbar verändert. Hinter dem Sieb- und Brechanlagen eingesetzt, würden Telestackbänder Radladerkapazitäten freisetzen. Die geänderte Verfahrensweise hätte die Gespannleistung bei reduzierten Betriebskosten gesteigert. Heute seien Kettenbänder als Bestandteil des Aufbereitungsprozesses selbstverständlich.

Der ausgestellte LF 520 von Telestack werde für Betreiber, die Halden ohne Siebmaschine oder Radlader aufsetzen, von großem Interesse sein. Der "Low Feeder" oder Flachladeaufgeber könne ohne Rampe direkt vom Radlader beschickt werden. Bis zu 500 t/h würden über das 20 m lange Haldenband aufgehaldet. Der Betrieb des LF520 sei kostengünstiger, er schaffe höhere Leistungen. Das Schüttgut werde durch den Radlader nicht verdichtet und nicht kontaminiert. Für viele LF-Betreiber sei jedoch die steile Neigung der Halde und das verbundene größere Lagervolumen pro Quadratmeter Grundfläche die wichtigste Begründung. Platz nach oben koste nichts. Mit dem LF könne mehr Umsatz auf dem Betriebsgelände realisiert werden.

ABZ-Stellenmarkt

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 36/2019.

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