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Corona-Krise

Branche ist bisher weniger betroffen

Von Thomas Springer

Thomas Springer ist Vorsitzender des Fachverbandes Betonbohren und -sägen Deutschland.

Darmstadt. – Das erste Halbjahr 2020 mit bisher einmaligen Herausforderungen und Einschränkungen im Zuge der Corona-Krise liegt hinter uns. Für den Fachverband hatte diese Zeit einzigartige Konsequenzen zur Folge: Im 36. Jahr des Bestehens war es erstmalig erforderlich, eine Jahreshauptversammlung zu verschieben. Sie findet nun unter Wahrung der geltenden Hygienebedingungen in eher kleinem Kreis an diesem Sonnabend, 27. Juni, in Kassel statt. Ebenfalls betroffen ist die BeBoSa. Die für die Betonbohr- und -sägebranche (BBS) wichtigste Fachausstellung ist jetzt auf den April im kommenden Jahr datiert. An dieser Stelle danke ich allen Beteiligten – unserem Team in der Geschäftsstelle, der Mannschaft des BeBoSa-Veranstalters Patrick van Brienen und dem Management des Sauerland Stern Hotels in Willingen – für die konstruktive und engagierte Zusammenarbeit bei der Vorbereitung, Absage und Neuorganisation unserer Veranstaltungen.

Nach meiner Einschätzung auf Basis zahlreicher Gespräche mit Kollegen und Rückmeldungen aus der Geschäftsstelle ist die Bohr- und Sägebranche bisher nicht so stark von der Corona-Krise betroffen wie andere Branchen und Gewerke. Auch wenn uns Rückmeldungen einzelner Mitgliedsunternehmen erreichten, die aufgrund der Auflagen oder durch einen hohen Krankenstand teilweise in Bedrängnis gerieten, konnten von einem Großteil der Fachbetriebe viele Aufträge unter Einhaltung der Hygienevorschriften fortgeführt werden. Deutlich mehr Einfluss hatte der zurückliegende Lockdown auf die Geschäfte bei den Herstellerfirmen unter unseren Mitgliedern. Einerseits war deren Vertrieb aufgrund der Kontaktsperre mehr oder weniger zur Untätigkeit gezwungen, andererseits verzeichnen sie aktuell eine gewisse Zurückhaltung bei der Investitionsbereitschaft unter den Fachbetrieben.

Diese Zurückhaltung gilt wohl auch in der Breite unserer Gesellschaft. Beachtet man die Berichterstattung in den Medien, herrscht durchaus eine gewisse Unsicherheit über die mittel- und langfristigen Auswirkungen auf die Wirtschaft. Da erlaube ich mir keine Prognose, sondern möchte vielmehr die positiven Aspekte hervorheben. Dazu zählt beispielsweise die Zahl der neuen Mitglieder im Fachverband, die sich im ersten Halbjahr nahezu auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums bewegt. Ich freue mich auf die ersten Meister unserer Branche, die – coronabedingt etwas verspätet – im zweiten Halbjahr ihren Abschluss machen werden. Und neben der anstehenden Jahreshauptversammlung sind wir mit unseren Regionaltreffen wieder deutschlandweit auf Tour, dazu möchte ich Sie schon jetzt herzlich einladen. Und nicht zuletzt sehe ich die BeBoSa 2021 als motivierenden Höhepunkt, die gut ein Jahr nach einem – wie ich hoffe – einmaligen Ausnahmezustand wieder neue Impulse für die BBS-Branche liefern wird.

In diesem Sinne wünsche ich allen Vertretern unserer Branche weiterhin viel Kraft und Durchhaltevermögen sowie auch in Krisenzeiten wirtschaftlichen Erfolg. Sofern der Fachverband seine Mitglieder dabei unterstützen kann, stehen wir gern solidarisch zur Seite.

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