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Cradle-to-Cradle im Massivbau

Nachhaltiges Bauen am Vorbild Kalksandstein

In jeder Hinsicht nachhaltig wurden die rd. 800 Wohneinheiten auf dem ehemaligen Tucherbräu-Gelände in der Nürnberger Nordstadt vor etwa fünf Jahren realisiert. Wie vorher beim Brauen galt auch beim Bauen das Reinheitsgebot. So setzten die Verantwortlichen bei diesem Projekt auf ein Mauerwerk aus Kalksandstein, genauer das KS-Quadro-System von KS-Original. Lediglich aus Sand, Kalk und Wasser sowie besonders ressourcenschonend hergestellt, gilt Kalksandstein als besonders ökologischer Wandbaustoff. Auch in der Wiederverwertung kommen ihm diese Eigenschaften zugute. Lesen Sie hierzu mehr in unserem Bericht "Nachhaltiges Bauen . . ." auf Seite 12.

Hannover (ABZ). – Zum nachhaltig umweltschonenden Bauen gehören mehrere Faktoren: ökologische Baustoffe und die energetische Gesamtgebäudebilanz ebenso wie ein Nutzungskonzept über den gesamten Lebenszyklus inklusive Rückbau und Recycling. Eine Kalksandstein-Funktionswand mit dem Prinzip der strikten Bauteiltrennung – von KS bereits seit mehr als 60 Jahren umgesetzt – vereint diese Forderungen optimal. Der natürliche Mauerstein Kalksandstein (KS) entsteht ressourcenschonend und energiearm aus den Grundstoffen Kalk, Sand und Wasser. Er ist das tragende Gerüst für massive, langlebige Gebäude und sortenrein vollständig in den Wertstoffkreislauf rückführbar. Reststoffe aus der Produktion fließen schon seit vielen Jahren wieder in den Produktionsprozess zurück.

Kalksandstein besteht aus den reinen, natürlichen Grundstoffen Kalk, Sand und Wasser und wird in einem energiearmen Prozess ohne chemische Zusätze regional gefertigt. Dieses Reinheitsgebot ermöglicht die vollständige Recycelbarkeit des Werkstoffs, der so idealtypisch für ökologisch verantwortungsbewusstes Bauen mit hoher bauphysikalischer Leistungsfähigkeit steht. Hinzu kommen die Aspekte wartungsfrei und langlebig: Der weiße Stein prägt seit mehr als 120 Jahren die Baukultur mit langen, kostengünstigen Nutzungszeiträumen und positiver Umweltbilanz. Steht das KS-Gebäude doch einmal zum Abriss, lässt sich das Mauerwerk einfach dem Recycling zuführen.

Als Vegetationsbaustoff oder Zuschlagstoff im Produktionsprozess neuer Kalksandsteine kommen sortenrein recycelte Kalksandsteine zum Einsatz.

Durch die Funktionstrennung Statik – Wärmedämmung – Witterungsschutz können die Bauteilschichten separiert rückgebaut und der Kalksandstein weitergenutzt werden. Als rein mineralischer Bauschutt ist er auch kostengünstiger zu entsorgen als andere, schadstoffbelastete Baustoffe. Chemisch behandelte Baustoffe legal zu entsorgen, ist oft noch weitaus aufwändiger. Dagegen kommt recycelter Kalksandstein u. a. im Straßenbau oder als Vegetationsbaustoff zum Einsatz – sortenrein sogar als Wertstoff zur Herstellung neuer Steine. Reststoffe, die bei der Produktion im Werk entstehen, fließen schon heute als Zuschlagstoff wieder in die Steinproduktion.

Die Bedeutung des natürlichen, nachhaltigen Bauens ist längst elementar in modernen Architektur-Konzepten. Mit dem Ziel, die Umwelteinflüsse des Kalksandsteins umfassend unter ganzheitlichen, nachhaltigen Gesichtspunkten wissenschaftlich zu dokumentieren, ist bereits 1994 eine Ökobilanz erstellt worden. Sie belegt die exzellenten Umwelteigenschaften des Kalksandsteins über seinen Lebenszyklus. In der Ökobilanz heißt es u. a.: "Kalksandsteine ( . . .) können als der Natur nachempfundene Mauerwerksteine bezeichnet werden." Darüber hinaus gibt es für Kalksandsteine vom Institut Bauen und Umwelt e. V. eine ausführliche Umwelt-Produktdeklaration nach ISO 14025 und EN 15804. Diese lässt sich kostenlos auf der Website des Instituts wie auch unter ks-original.de herunterladen.

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