Crush + Size

Auch große Brocken problemlos zerkleinern

Crush + Size Technology bauma 2019 Abbruch
Ein Brecher von Crush + Size. Abb.: Crush + Size

Bergneustadt (ABZ). – Wenn es um Abbrucharbeiten geht, spielen mehrere Faktoren an der Abbruchstelle eine wichtige Rolle: Es ist die begrenzte Zeit, der begrenzte Arbeitsraum und die Grenzwerte für Immissionen wie die Staubbelastung.

Bei den Abbrucharbeiten werden Stückgrößen hergestellt, die in der Form und der Größe eine große Herausforderung für den nachgelagerten Prozess darstellen können.

Insbesondere armierte Betonfundamente oder Betonplatten müssen in mühevoller Kleinstarbeit von hydraulischen Zangen und Pulverisierern zerlegt werden. Zudem muss dann der Stahl mit Stahlschneidern zerschnitten werden, um die Blöcke auf eine akzeptable Größe für die folgenden Zerkleinerungsmaschinen zu bringen.

Aus der langjährigen Erfahrung in Zweiwalzenbrechtechnik für die Bergbauindustrie (Mining) hat Crush + Size Technology die Parallelen bei den Anforderungen an die Robustheit der Brecher im Betonrecycling erkannt und einen Brecher für die Primärbrechstufe entwickelt, der große Aufgabestücke erlaubt und gleichzeitig mit den zu erwartenden Fremdstoffen unproblematisch umgehen kann.

Dabei können Stückgrößen von mehr als 2 m Kantenlänge und ca. 700 mm Plattenstärke direkt aufgegeben werden, ohne erst "mundgerecht" portioniert zu werden.

Im ersten Zerkleinerungsschritt wird so eine Endkörnung von 0/200 mm erzielt. Sollten nicht zu zerkleinernde Störstoffe aus Stahl im Aufgabematerial enthalten sein, arbeite der Brecher schadensfrei weiter, weil die hydraulische Überlastsicherung eine Brechwalze ausweichen lasse, so das Unternehmen. Dabei sei der gesamte Antriebsstrang so aufeinander abgestimmt, dass selbst größte stoßartige Drehmomentspitzen übertragen werden können, um große Brocken sicher zu zerkleinern. Dabei sind stoßartige Brechkräfte von 100 t auf den Walzenwellen keine Besonderheit.

Durch den starken vollelektrischen Antrieb seien große kurzzeitige Spitzenleistungen unproblematisch zu bewältigen. Die Antriebstechnik sei auf das Brechen mit zwei Walzen abgestimmt und könne bei Bedarf auch einen Reversierprozess automatisch einleiten, um die Walzen von anhaftenden Fremdstoffen freizufahren.

Durch eine solche Primärbrechstufe entfällt der aufwendige Vorzerkleinerungsprozess zum größten Teil, so dass mittels der Abbruchzangen das Material direkt in den Brecher aufgegeben werden kann.

Der Durchsatz ist stark von der Stückgröße abhängig. Hier sind Durchsätze von 100 t/h bis 400 t/h zu erreichen.

In der Sekundärbrechstufe kommt dieselbe Maschinentechnik zum Einsatz, nur mit kleineren Maschinen. Hier können Stahleinschlüsse schlussendlich fast vollständig freigebrochen werden und es kann eine Körnung von z. B. 0/45 hergestellt werden.

Die Drehzahl der Walzen ist laut Unternehmen in beiden Brechstufen sehr niedrig, so dass die Staubbelastung sehr gering ausfalle und die Lärmbelastung stark reduziert sei, weil der Brechprozess sehr schonend ablaufe.

Die Kornverteilung wird durch einen hohen Anteil an Grobfraktion charakterisiert. Bei reinen Betonstücken kann man von einem Sandanteil von ca. 10 % im Endprodukt ausgehen, wenn eine Zerkleinerung in zwei Stufen auf kleiner als 63 mm erfolgt. Dadurch erhalte der Hersteller sehr viel verwertbares Korn und der unnötige Feinanteil stelle kein Entsorgungsproblem mehr dar.

Alle Brecher können stationär oder vollmobil auf Raupenkettenfahrwerke angeboten werden.

Crush + Size stellt auf der bauma in Halle B2, 419, aus.

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