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Dachplatte und Wandraute prägen

Berliner Reihenhäuser mit Hollywood-Flair

Prefa, Fassade, Wohnungsbau

Um den Effekt des Skulpturalen in der Architektur auch im Berliner Vorort Teltow zu erreichen, haben Lars Krückeberg & Co die 92 Einheiten der "Teltown" mit einer schimmernden Hülle "made by Prefa" ummantelt.

TELTOW (ABZ). - Man könnte auch "Vorstadtsiedlung" dazu sagen. Aber eigentlich sind die 92 Wohneinheiten im brandenburgischen Teltow architektonische Skulpturen auf internationalem Niveau. Vor den Toren Berlins hat das Architektentrio von Graft 2014 für den Bauherren Deutsche Eigenheim ein Projekt realisiert, das Siedlungshäuser für einen schmalen Geldbeutel mit einem Schuss Internationalität versieht.

Die deutschen Stararchitekten mit Sitz in L.A. und Berlin haben schon für Traumfabrik-Hochkaräter wie z. B. Brad Pitt geplant. In Teltow bauten sie für den deutschen "Otto Normalverbraucher". Für ihre städtischen, aber gleichzeitig naturnahen Entwürfe setzen sie auf Materialien, die hohe technische Performance mit optischem Facetten-Reichtum verbinden. Hauptdarsteller sind Dachplatte und Wandraute von Prefa, die bei der Fassaden- und Dachgestaltung der "Teltown"-Module die Hauptrolle spielen.

Graft Architects – Lars Krückeberg, Wolfram Putz und Thomas Willemeit – haben mit experimentierfreudigen Entwürfen und ihrer avantgardistischen Formensprache eine weltweit erfolgreiche Marke gemacht. Das Trio gründete ihr erstes Büro in L.A., 2001 ließen sie sich mit einer Dependance in Berlin nieder. Einer ihrer neuesten Coups ist die Reihenhaussiedlung "Teltown" in Brandenburg.

Das Skulpturale in der Architektur hat die internationalen Stararchitekten mit Homebase L.A. immer schon fasziniert. Um diesen Effekt auch im Berliner Vorort Teltow zu erreichen, haben Lars Krückeberg & Co die 92 Einheiten der "Teltown" mit einer silber-metallisch anthrazitfarben schimmernden Hülle "made by Prefa" ummantelt. "Wir haben nach einem Material gesucht, das Dach und Wand gleichsam zu bekleiden und verbinden vermag."

Gefunden haben sie die Wandraute von Prefa, die in einem Sonderformat, der Großraute 56 x 56 cm, zum Einsatz kam. Überzeugt haben die Architekten technische Performance und Verarbeitungsmöglichkeiten des Materials, die es ermöglichte, die Fassade quasi "um die Ecke zu wickeln". Die Verarbeitung des Materials besorgt Firmenchef Peter Ness persönlich, der die Großrauten aus Coilware eigenhändig gekantet hat.

Im Fassadenbereich wird eine vorgehängte, hinterlüftete Fassadenkonstruktion ausgeführt. Dadurch entstand ein optimaler Witterungsschutz. Der Fassadenaufbau wurde klassisch mit Verankerungsgrund, Metallunterkonstruktion mit Thermostop, Wandhaltern und Tragprofilen, Dämmung und Bekleidung, die auf einem Trapezblechprofil als Tragschicht montiert wurde, ausgeführt. Krückeberg erklärt die Erfolgsformel von Graft: "Es geht darum, Dinge zusammenzuführen. Für dieses Projekt hieß das, mit interessanten Materialien zu arbeiten, Wohngesundheit zu schaffen und einen hohen Bezug zur Natur herzustellen. Das ist das Bodenständige. Das andere ist gelerntes Wissen darüber, wie Identität und Eigentum funktionieren." Ziel war es, jedem der 92 Häuser eine eigene Identität und ein individuelles Erscheinungsbild zu geben – und das mit einem Budget der Kategorie "Fertigteilhaus".

Was wie die Quadratur des Kreises klingt, ist mit dem Facetten-Reichtum der Prefa Wandrauten und Dachplatten ein "oscar-verdächtiges" Stück Städtearchitektur geworden. Denn sie erlaubten verschiedene Fassadenvarianten – innerhalb einer vorgegebenen Typologie.

Schönheit ist für die Architekten von Graft kein Selbstzweck, stellt Krückeberg klar: "Wir glauben, dass Schönheit dazu führt, dass Identität entsteht und damit eine soziale Nachhaltigkeit." Eine Ansicht, die er mit einem seiner prominentesten Kunden und Partner teilt: Brad Pitt. Zusammen mit dem Hollywood-Megastar hat Graft das Wiederaufbauprojekt "Make it Right" in New Orleans gestartet und baut dort 150 neue Häuser. Jedes ein Unikat.

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