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Dachsanierung

Villa stilgerecht neu eingedeckt

Mit dem Ziegel Rheinland gelang eine langfristig sichere Neueindeckung, die den Charakter des Hauses erhält.

Aachen (ABZ). – Bei der Dachsanierung einer Aachener Jugendstilvilla durch den Dachdeckerbetrieb Kaulartz aus Monschau kam der Röben-Tondachziegel Rheinland anthrazit zum Einsatz. Entstanden ist eine sichere Neueindeckung, die trotz aller Modernität den historischen Charakter des Hauses erhält. In Kombination mit Details aus Schiefer gelang eine langfristig sichere Neueindeckung, die in vielerlei Hinsicht überzeugt und für ein harmonisches Gesamtbild sorgt.

Das Haus war 1912 nach Plänen des Architekten Walter Eversheim errichtet worden. Betont wird der angenehme und gemütliche Charakter des Hauses durch das über drei Ebenen reichende, im unteren Bereich leicht geschwungen nach außen auslaufende Mansarddach. Der vielfach unterteilte und an ihrem First 14 m hohe Aufbau integriert neben dem Hauptdach auch vier kleinere Mansarddächer sowie mehrere Gauben. In der Summe finden sich somit 13 Dachabschnitte mit einer Gesamtfläche von 44 m².

Große Bedeutung im Rahmen der Angebotserstellung und -auswahl hatte dabei insbesondere die Wahl eines geeigneten Tondachziegels.

Nach einer vorherigen Bemusterung und passend zu den ausgewählten Details aus Schiefer hatte sich die Eigentümergemeinschaft für den Röben-Tondachziegel Rheinland anthrazit entschieden: "Die Ziegel wirken ruhig und ausgeglichen und entsprechen in ihrer Form weitgehend den alten Tondachziegeln", berichtet der mit der Maßnahme betraute Dachdeckermeister Jan Beul. "Ganz wichtig war außerdem, dass die Ziegel ganz hier in der Nähe, im Röben-Werk Brüggen gefertigt werden, so dass wir jederzeit den Vorteil von kurzen Wegen hatten."

Im Bereich der Mansarddächer mussten die Tondachziegel aufgrund der Dachneigung zusätzlich befestigt werden.

Im Rahmen der Abbrucharbeiten war zunächst der gesamte Aufbau des Hauptdaches sowie der angrenzenden Mansarddächer bis auf die Sparren abgetragen worden. In einigen Bereichen mussten zusätzlich auch einige Dachsparren ausgewechselt werden, um die gewünschten Dachflächenfenster zum Ausbau des Dachgeschosses integrieren zu können.

Im Bereich des Hauptdaches wurden eine neue Zwischensparrendämmung und eine Konvektionssperre verlegt, die Überdämmung der Sparren erfolgte mit einer 120 mm dicken PU-Dämmplatte, teilt das Unternehmen mit.

Direkt darüber wurden eine 4 x 6 cm starke Konterlattung sowie ein Trauf- und Ortgangbrett als Unterkonstruktion für die Schieferbekleidung ausgeführt. Bei den Mansarddächern kam im Bereich des innen liegenden Mauerwerks eine 160 mm dicke Fassadendämmplatte mit WLG 035 entsprechend den geltenden KfW-Anforderungen zum Einsatz. Anschließend wurden die Sparren aufgedoppelt und eine 3 x 5 cm starke Konterlattung und Traglattung sowie ein Trauf- und Ortgangbrett als Unterkonstruktion für die Schieferbekleidung umgesetzt.

Im nächsten Schritt konnten die Dachdecker mit der Eindeckung der verschiedenen Dachflächen und Gauben inklusive der Formteile beginnen. Die Verwendung des Röben-Tondachziegels Rheinland anthrazit mit seiner flachen Mulde und der darauf abgestimmten Verfalzung und Deckwulst ermöglichte dabei ein harmonisches Gesamtbild des Daches. Im Bereich der Mansarddächer mussten die Tondachziegel aufgrund der Dach-neigung zusätzlich mechanisch befestigt werden. Abschließend konnten die Mitarbeiter von Kaulartz die Details aus Schiefer wie die Gaubenwangen, die Gaubenpfosten oder die Gaubenlaibungen umsetzen und außerdem die erforderlichen Klempnerarbeiten ausführen.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 23/2021.

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