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Dachstuhl komplett erneuert

Mit den richtigen Schrauben die Arbeitszeit deutlich verkürzen

Heco, Dachbaustoffe

Ist ein Dach in die Jahre gekommen, steht früher oder später eine Sanierung an. So war es auch im Fall des ältesten Hauses in der baden-württembergischen Weinstadt-Schnait. Um das mehr als 500 Jahre alte Gebäude schnell wieder vor Wind und Wetter zu schützen, waren zeitsparende Lösungen gefragt. Daher sorgte der Schraubenhersteller Heco für schnell und einfach zu montierende Befestigungsmittel, die zugleich eine sichere Verbindung schaffen. Mit der Bemessungssoftware HCS wurde die Art und Anzahl der passenden Verbindungsmittel präzise berechnet.

Weinstadt-Schnait (ABZ). –  Ist ein Dach in die Jahre ge-kommen, steht eine Dach-sanierung an. So auch im Fall des ältesten Hauses im baden-württembergischen Weinstadt-Schnait. Um das Gebäude schnell wieder vor Wind und Wetter zu schützen, waren zeitsparende Lösungen gefragt. Daher sorgte der Schraubenhersteller Heco für Befestigungsmittel, die schnell und einfach zu montieren sind und zugleich eine sichere Verbindung schaffen. Mit der Bemessungssoftware HCS wurde die Art und Anzahl der passenden Verbindungsmittel präzise berechnet. Mehrere Jahre stand das über 500 Jahre alte Haus im Weinstädter Stadtteil Schnait leer, bevor Samuel Herbrich es mit seinem Kauf vor dem Abriss bewahrte: "Da ich von Beruf Bauleiter bin, weiß ich, wie man alte Gebäude schnell wieder fit bekommt und ihnen modernen Wohnkomfort verleiht." Zügig machte sich der neue Besitzer ans Werk und renovierte ein Zimmer nach dem anderen mit dem Ziel, zeitnah eine fünfköpfige Wohngemeinschaft darin zu beheimaten. Nun ist das alte Haus wieder zu neuem Leben erwacht und versprüht ein ganz besonderes Flair: Es ist modern und urig zugleich – Heimkino und Partykeller inklusive.

Der Renovierung des Hausinneren schloss sich die Sanierung des Daches an. Eine sorgfältige Prüfung des Gebälks ergab, dass es mit einer bloßen Ertüchtigung der Balken nicht getan war. Die Zeit hatte ihre Spuren hinterlassen – Brandspuren, Wasserschäden, undichte Kehlbleche, morsche Giebelwände und Sparren kamen zum Vorschein. Einzelne Balkenteile waren bereits notdürftig ausgebessert, sie waren allerdings stumpf auf die alten Sparren aufgesetzt und seitlich mit Brettern vernagelt. So entstanden Verbindungen, welche die heutigen statischen Anforderungen nicht mehr erfüllen. Wie bei alten Gebäuden üblich, fehlte dem Dach die Firstpfette. So hatte es sich auf einer Länge von 12 m um 60 cm abgesenkt und in der Waagerechten mehrfach verschoben. Fazit des Bauherren: Der Dachstuhl musste komplett erneuert werden. Da das Gebäude nicht unter Denkmalschutz steht, konnte er die alten Balken problem- und restlos ersetzen. Bei der Planung und Umsetzung der Dachgeschoss-Sanierung erhielt Samuel Herbrich tatkräftige Unterstützung von seinem Bruder und Zimmerermeister Tobias Herbrich. Begonnen wurde mit dem Abriss des alten Gebälks im September 2016. Dass die Hausbewohner vorübergehend ohne Dach über dem Kopf leben mussten, störte sie nicht. Trotz aller Nachsicht der Mitbewohner war es jedoch im Interesse des Bauleiters, der selbst Teil der Wohngemeinschaft ist, das Haus so schnell wie möglich gegen Wind und Wetter abzudichten. Dies erforderte eine zeitsparende Montage der Dachkonstruktion. Die Montagezeit lässt sich durch optimale Verbindungsmittel verkürzen, weiß der Zimmerer und besprach seine Schraubenwahl mit den Experten des Schraubenherstellers Heco. Dort fragte der Anwendungsberater Sebastian Müßigmann zunächst die einzelnen Anwendungen ab und ermittelte daraufhin mit Hilfe der Heco-Bemessungssoftware HCS die Art und Anzahl der passenden Verbindungsmittel.

"Der Vorteil liegt darin, dass man durch die Software viele Schrauben und damit Kosten sparen kann. Sie berechnet die erforderlichen Montagepunkte und die Lastabtragung des Dachs unter Einbeziehung von Wind und Schnee. Ohne diese gezielte Berechnung kommt es häufig vor, dass Zimmerer einen viel höheren Befestigungsaufwand betreiben als nötig", erklärt er. Darüber hinaus bekommt der Verarbeiter mit den Bemessungsunterlagen von Heco den erforderlichen statischen Nachweis der Verbindungsmittel gleich mitgeliefert.

Um möglichst viel Wohnraum zu schaffen, erhielt das 186 m² große Dach, bestehend aus Haupt- und Querbau, drei Gauben. Große Dachfenster sorgen für lichtdurchflutete Räume, die den Blick auf die nahegelegenen Weinberge freigeben. Diese flexible Dachgestaltung benötigte anstelle eines Sparren- ein Pfettendach, das durch drei Auflager an First- und Mittelpfetten gestützt wird. Oberhalb der Flachdachgauben nehmen Wechsel die Last der Sparren auf und leiten sie ab. Diese Konstruktion erfordert eine Vielzahl von Montagepunkten, ebenso wie die Befestigung von Schiftern am Kehlsparren. Die Herbrich-Brüder nahmen hierfür Schrauben aus der Heco-Topix-Familie, deren Verwendung in der Europäisch Technischen Bewertung ETA-11/0284 geregelt ist.

Heco, Dachbaustoffe

Die obere Haushälfte ist frisch renoviert: Das neue Dachgeschoss bietet nun modernen und lichtdurchfluteten Wohnraum.

Eine schlanke Baukonstruktion, die zugleich hohe Lasten abtragen muss, entstand bei den Schiftern im Querbau. Sie setzen z. T. sehr flach am Kehlsparren an. Zur optimalen Befestigung empfahl Produktexperte Sebastian Müßigmann die Doppelgewindeschraube Heco-Topix-CombiConnect (Heco-Topix-CC) in den Abmessungen 8,5 x 190 mm und 8,5 x 270 mm. Die axiale Lastübertragung erfolgt über das Gewinde, was im Vergleich zu herkömmlichen Teilgewindeschrauben erheblich höhere Zuglasten erlaubt und die Übertragung von Drucklasten ermöglicht. Die Schraube zeichnet sich durch ihre zwei Gewinde mit unterschiedlichen Gewindesteigungen aus. Dies vereinfacht das Arbeiten auf der Baustelle, da beim Eindrehen der Schraube die Holzbauteile zusammengezogen und fest miteinander verbunden werden. Die spezielle Topix-Spitze sorgt für ein leichtes, spaltfreies Einschrauben und durch den kleinen Zylinderkopf kann die Schraube vollständig versenkt werden, sodass eine verdeckte Montage möglich ist. Für die Sparrenbefestigung an den Pfetten und Schwellen wünschte sich der Zimmerermeister Tellerkopfschrauben.

Die Heco-Topix in den Abmessungen8x260 mm ist für diese Anwendung bestens geeignet. Ein Grund ist die hohe Gewindesteigung, die dafür sorgt, dass sich die Schraube schnell ins Holz eindreht. Die leichte Verarbeitung bemerkt der Handwerker schon beim Ansetzen: Die Schraubenspitze mit Fräsrippen reduziert die Spaltwirkung und erleichtert durch ihren Vorbohreffekt das Einschrauben. Die Schaftrippen oberhalb des Teilgewindes reiben das Bohrloch zusätzlich auf – so lässt sich die Schraube besonders leicht und spannungsfrei eindrehen. "Die längeren Laufzeiten des Akkuschraubers und die verkürzten Arbeitszeiten machen sich bei Konstruktionen auf dem Dach deutlich bemerkbar", weiß Zimmerer Herbrich die Eigenschaften der Heco-Topix zu schätzen. Die Schrauben sorgen indes nicht nur für eine zuverlässige Verbindung, sondern geben auch dem Verarbeiter bei der Montage ein sicheres Gefühl.

Heco, Dachbaustoffe

Bei der Befestigung der Sparren an der Firstpfette lässt sich mit der richtigen Schraubenwahl viel Zeit sparen.

Damit die Räume im Dachgeschoss bestmöglich vom Lärm der Hauptstraße abgeschirmt und vor sommerlicher Hitze geschützt sind, entschieden sich Bauherr und Zimmerer für eine Aufsparrendämmung aus 60 mm starken Holzweichfaserplatten mit Nut- und Federprofil. Um den neuen Dachaufbau dauerhaft gegenüber Sog-, Schub- und Drucklasten abzusichern, muss dieser über die mehrfach verschraubte Konterlattung korrekt fixiert werden.

Die Heco-Topix Senkkopfschraube in der Abmessung 8 x 160 mm verhindert, dass Windsogkräfte das Dämmmaterial abheben. Die Teilgewindeschraube wird durch die Konterlattung und den druckfesten Dämmstoff in den darunterlie-genden Sparren eingedreht. Eine zweite Schraube in der Abmessung 8x180 mm wird im Winkel von 60° eingedreht und sichert den Dachaufbau gegen Schubkräfte. Schublasten aus Schnee, Dach-ziegeln, Lattung und Dämmstoff werden selbst auf dem um 50° geneigten Dach zuverlässig abgetragen.

Damit die Schraube auch im richtigen Winkel positioniert wurde, nutzte der Zimmerer die von Heco mitgelieferte Einschraubhilfe.

Bauleiter Samuel Herbrich freut sich, dass der Neubau des Dachstuhls und die Aufsparrendämmung zügig durchgeführt werden konnten. Mit der Sanierung gewann er nicht nur zusätzlichen Wohnraum hinzu; er kann sich auch sicher sein, dass sein Haus die statischen Anforderungen bis unters Dach erfüllt. "So kann das Haus noch viele weitere Jahre Geschichte schreiben und uns sowie nachfolgenden Generationen ein Wohlfühl-Zuhause bieten", resümiert Samuel Herbrich zufrieden. Abgeschlossen ist die Renovierung des Hauses für ihn damit jedoch noch nicht. Schließlich gibt es da noch die an das Wohnhaus angrenzende Scheune, die zu weiteren Umbaumaßnahmen einlädt.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 19/2017.

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