Dämmplatten-Hersteller plant klimafreundlichen Standort

Gutex setzt ersten Spatenstich

Gutex Unternehmen
Klaus Wehrle (v. l., Geschäftsführer Carré Planungsgesellschaft), Gutex-Geschäftsführer Claudio Thoma, Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer, Markus Riesterer (Verbandsdirektor Zweckverband Gewerbepark Breisgau) und Gutex-Betriebsleiter Oliver Bauch vollziehen den symbolischen Spatenstich. Foto: Gutex/Andree Kaiser

Eschbach (ABZ). – Der Dämmplatten-Hersteller Gutex hat vor Kurzem die Bauarbeiten für einen CO2-neutralen Produktionsstandort begonnen. Laut Unternehmen sollen auf einem sechs Hektar großen Gelände im Gewerbepark Breisgau in Zukunft ökologische Holzfaser-Dämmstoffe aus Schwarzwaldholz hergestellt werden.

Mit einem symbolischen Spatenstich wurden nun die Bauarbeiten für einen CO2-neutralen Produktionsstandort offiziell eingeleitet, ab September 2023 soll die Produktin beginnen. Damit will das Unternehmen nach eigenen Angaben der wachsenden Nachfrage von Bauherren gerecht werden, die ihre Gebäude nachhaltig mit ökologischen Dämmstoffen dämmen wollen. Dämmstoffe aus Holzfasern punkten laut Hersteller nicht nur mit bauphysikalischen Eigenschaften, sondern auch mit einem sehr geringen CO2-Fußabdruck.

Nachhaltigkeit sei bei Gutex fest verwurzelt. Daher lag es für Geschäftsführer Claudio Thoma nahe, auch die Planung des neuen Werks an Nachhaltigkeitskriterien auszurichten. Einen Pfeiler hierbei stellt die CO2-neutrale Energieversorgung dar: "Photovoltaik erzeugt Ökostrom. Eine Biomasse-Anlage liefert Prozessdampf und -wärme. Weitere Prozesswärme wird von der benachbarten Müllverbrennungsanlage bezogen." Um auch den Bau des Produktionsgebäudes klima- und ressourcenschonend zu gestalten, wurde der Baustoff Holz in großen Teilen der Tragwerks- und Fassadenkonstruktion berücksichtigt.

Insgesamt will der Hersteller im Gewerbepark südlich von Freiburg auf sechs Hektar Fläche über 100 Millionen Euro investieren und zum Start der Produktion rund 60 neue Arbeitsplätze schaffen. Bei Vollauslastung der Anlage sollen es mindestens 120 sein, das Werk soll ganzjährig im Dreischichtbetrieb gefahren werden.

Die geplante Trockenanlage besitzt eine Produktionskapazität von bis zu 4.800 Kubikmeter pro Tag. Ausschlaggebend für die Wahl des Standortes waren laut Hersteller die Möglichkeit zur Realisation der CO2-neutralen Energieversorgung, die gute Infrastruktur im Gewerbepark sowie die hohe Verfügbarkeit von Holz im umliegenden Schwarzwald und in den Vogesen. Die direkte Autobahn- und Industriegleisanbindung, die zentrale Lage im Dreiländereck Deutschland-Schweiz-Frankreich sowie die Nähe zum Stammwerk in Gutenburg hätten ebenfalls positiv zu Buche geschlagen.

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