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Dämmsysteme, Putz und Mörtel

Branchenbilanz fällt positiv aus

Im Vergleich zu 2019 konnten die Absätze um 4,5 Prozent gesteigert werden. Entsprechend erreichte der Gesamtmarkt für Trockenmörtel ein Absatzhoch von 8,5 Millionen Tonnen.

Berlin (ABZ). – Zur digitalen Mitgliederversammlung Ende April 2021 hatte der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM) Erfreuliches zu vermelden:

Die zusammen mit B+L Marktdaten GmbH erstellte Branchenbilanz für Mörtelprodukte und Wärmedämm-Verbundsysteme fiel im Jahr 2020 positiv aus. VDPM-Hauptgeschäftsführer Dr. Hans-Joachim Riechers zeigte sich vor allem mit dem Trockenmörtel-Ergebnis sehr zufrieden: "Die Absatzentwicklung hat 2020 alle Erwartungen übertroffen. Im Vergleich zu 2019 konnten die Absätze um 4,5 Prozent gesteigert werden. Entsprechend erreichte der Gesamtmarkt für Trockenmörtel ein Absatzhoch von 8526 kt."

Die steigende Nachfrage schlug sich in allen Produktsegmenten nieder. Einige Bereiche stachen aber nochmal hervor und wiesen deutlich stärkere Entwicklungen auf als der Gesamtmarkt. So hätten coronabedingt etwa Mörtel für den Garten- und Landschaftsbau im vergangenen Jahr von der Fokussierung auf die eigenen vier Wände beziehungsweise vom Verzicht auf Urlaub profitiert. Die Absätze konnten im Jahr 2020 um 9,7 Prozent gesteigert werden.

Auch die Absätze im Bereich der Estrichmörtel, die auch schon in den Vorjahren verlässliche Markttreiber waren, sind im Jahr 2020 um 5,6 Prozent gestiegen. Nach eher schwächeren Vorjahren zeigte sich auch der Absatz von Fliesenchemie-Produkten mit 5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr positiv. Der starke Markt für Bestandsmaßnahmen war laut B+L hier der Haupttreiber. "Bemerkenswert ist auch, dass sich Außenputze erstmalig seit langer Zeit mit einem Wachstum von 4,9 Prozent stärker entwickelt haben als Innenputze (plus 4 Prozent)", erklärt Dr. Riechers. Grund für diese Trendumkehr war nach den Erkenntnissen des VDPM auch das Erstarken der energetischen Modernisierung. Von diesem Prozess haben auch die Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS) profitiert. "Auslöser dafür waren unter anderem die Fördermittel aus dem Klimapaket der Bundesregierung sowie die allgemeine Belebung des Modernisierungsmarkts", so Dr. Riechers.

Die verlegten Flächen konnten um 5,2 Prozent im Vergleich zum Jahr 2019 gesteigert werden. Auch für das kommende Jahr erwarten VDPM und B+L ein Plus beim WDVS-Absatz.

Im Neubau wird sich nach Einschätzung von B+L der Nichtwohnbau rückläufig entwickeln. Viele Unternehmen verzichten aktuell auf Investitionen in neue Produktionshallen oder Büros. Im Wohnbau dagegen dürfte der Positivtrend anhalten. Für den Gesamtmarkt Trockenmörtel 2021 rechnen VDPM und B+L aktuell mit 0,9 Prozent Absatzsteigerung.

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