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Dämmsysteme

Xella will drängende Fragen beantworten

Xella, Baustoffe, Dämmstoffe, BAU München

Der virtuelle Messestand ist unter www.xella-auf-der-bau.de erreichbar.

Duisburg (ABZ.) – Die Xella Gruppe möchte mit ihrem Messestand 103 in Halle A2 auf der Bau Bezüge zu technischen Anforderungen, zur Digitalisierung der Bauwirtschaft, zum kostengünstigen Bauen in Verbindung mit dem demographischen Wandel sowie zur Nachhaltigkeit bzw. Ökologie herstellen und aktuelle Fragen zu diesen Bereichen beantworten. Gezeigt werden Produktlösungen der Marken Ytong, Silka, Multipor und Hebel für den Bau von Einfamilienhäusern und für das Segment des Mehrgeschoßbaus ebenso wie für den Wirtschaftsbau. Das Spektrum reicht dabei jeweils von klein- und großformatigen monolithischen Lösungen bis hin zu zweischaligen Wandaufbauten.

Ab dem Jahr 2019 sollen alle öffentlichen Neubauten als nahezu Nullenergiehäuser gebaut werden, wobei sich nach Angaben von Xella auch private Bauherren ab 2021 an die EU-Gebäuderichtlinie halten müssen. Bereits heute würden sich mit Ytong-Porenbeton und passender Haustechnik Nullenergiehäuser umsetzen lassen. Bei der Messe können sich Besucher über den "Ytong Energy+" informieren, der speziell für monolithische Einfamilienhäuser entwickelt wurde. Der sogenannte massive mineralische Baustein verfügt bei einer Wanddicke von 500 mm über einen äquivalenten Lambdawert von nur 0,067 W/(mK) und erreicht einen U-Wert von 0,13 W/(m²K). Damit bleibe energiesparendes Bauen im Einfamilienhaus-Bereich bezahlbar, auch wenn ab 2021 verschärfte Neubaustandards gelten sollten.

Der Bedarf an neuen Wohnungen sei enorm – dies betreffe Einfamilienhäuser, Eigentumswohnungen und Mietwohnungen gleichermaßen. Angesichts der hohen Auslastung der Bauwirtschaft sei dieser Bedarf effizient nur durch serielles Bauen zu decken. Xella hat sich daher entschieden, auch "Ytong XL"-Lösungen bei der Bau 2017 zu präsentieren. Dank vorgefertigter geschoßhoher Ytong Systemwand- und Trennwandelemente seien kürzere Bauzeiten bei Einfamilienhäusern möglich. Bauträger sollen von geringerem Arbeitsaufwand und Kosteneinsparung profitieren – und zwar ohne Abstriche bei der Rohbauqualität. Der "Ytong Jumbo im Doppelpack" mit ? = 0,08 W/(mK) basiert auf dem "Ytong Jumbo", jedoch werden hier direkt zwei Steine von einem Zwei-Mann-Team mit Minikran und Doppelpackgreifer vermauert. Der Greifer wurde speziell für das Doppelpack-System entwickelt. Mit einem Kranhub entstehen 1,20 m Mauerwerk in einer Schichthöhe von 499 mm bzw. 624 mm. Damit verbindet der Ytong Jumbo im Doppelpack höchste Wärmedämmung mit schnellem Baufortschritt, speziell im Mehrgeschoßbau.

Aufgrund immer dichter werdender Bebauung auf engstem Raum sei es ebenfalls erforderlich, sich intensiv mit Schallschutz zu beschäftigen. Produkteigenschaften wie hoher Schallschutz, Tragfähigkeit und schnelle Verarbeitung durch große Formate lassen Silka Kalksandstein zu einem geeigneten Produkt für den Mehrgeschossbau in enger werdenden Städten werden.

Messebesucher können sich auf dem Stand auch von Funktionswänden aus Silka Kalksandstein und Multipor überzeugen. Werden das großformatige Bausystem "Silka XL" und das "Multipor Wärmedämm"-Verbundsystem zusammengeführt, entstehen Xella-Informationen zufolge quasi-monolithische mineralische Aufbauten mit Schicht für Schicht besten Werten. Die Verwendung von HBCD als Flammschutzmittel in Polystyrol-Dämmstoffen ist in der gesamten EU mit Gefahrenhinweisen versehen worden. In der Entsorgung wird dieser als nachweispflichtig eingestuft und darf nur noch in Abfallbeseitigungsanlagen verbrannt werden, die über eine entsprechende Zulassung verfügen. Ein Rückführen in den Stoffkreislauf von HBCD-haltigen Produkten wurde weitestgehend ausgeschlossen. Mineralische Wandkonstruktionen hingegen sind nicht brennbar und komplett rückbaubar. Sie können sogar dem Wertstoffkreislauf wieder zugeführt werden. Der Rückbau hinterlasse keinen Abfall, dessen Entsorgung Deponieraum in Anspruch nimmt oder gar eine Entsorgung von Gefahrenstoffen nach sich zieht.

Gemäß bauaufsichtlicher Zulassung dürfen Multipor-Mineraldämmplatten ab 120 mm Plattendicke zweilagig verlegt werden. Dadurch wird es möglich, strukturierte Fassaden auszubilden. Neben der dämmenden Funktion kann mit dem WDVS somit auch architektonisch anspruchsvolle Aufgaben gelöst werden. Auf der Bau 2017 zeigt Multipor den Aufbau der Fassade des neuen jüdischen Museums in Frankfurt am Main von Staab Architekten. Dort wird Multipor zweilagig auf die Fassade aufgebracht und ist schräg abgestuft. Durch den monolithischen und massiven Aufbau kann die Dämmschicht gestalterisch bearbeitet werden. Andere Dämmstoffe hingegen können aufgrund der spezifischen Materialeigenschaften so nicht zur aufwendigen Fassadengestaltung eingesetzt werden. Neben der architektonisch anspruchsvollen Fassadengestaltung wird das "Multipor"-Dämmsystem in seinen klassischen Anwendungsbereichen ausgestellt. Das DIBt hat die bauaufsichtliche Zulassung von WDVS verändert. Für ein Multipor-Wärmedämm-Verbundsystem seien die Brandschutzverschärfungen kein Thema. Ein vom Sockel bis zum Dach mit Multipor gedämmtes Gebäude erfüllt alle Vorgaben des Brand- und Wärmeschutzes, ohne dass ein Einbau von Brandriegeln erforderlich ist. Somit stelle sich das Multipor WDVS insbesondere für den mehrgeschossigen Wohnbau als gute Wahl heraus. Systemlösungen in der Innendämmung vervollständigen den Multipor-Messeauftritt. Die Innendämmung sei die ideale Anwendung für die energetische Sanierung von Fachwerkhäusern und Altbauten: ökologisch und nachhaltig. In Zukunft kann die Umweltverschmutzung als Folge der Entsorgung von Baustoffen ein ernstzunehmendes Thema werden. Was nicht recycelbar ist, wird umweltbelastend deponiert oder entsorgt. Multipor ist ein Baustoff, der aus lange verfügbaren Rohstoffen besteht und leicht rückbaubar und gut zu recyceln ist.

Hebel möchte die Bau 2017 nutzen, um die neue Wandplatten-Generation zu präsentieren. Mit der Hebel-Wandplatte können Wirtschaftsbauten in einschaliger Massivbauweise ohne zusätzliche Dämmmaßnahmen der Außenwand errichtet werden. Für Bürogebäude bedeute dies Wohnbau-Standard. Die aktuellen Anforderungen der EnEV an gewerblich genutzte Gebäude mit einer Innentemperatur ? 19 °C werden erfüllt. Die neuen Wandplatten mit einem Wärmedurchgangskoeffizienten von U=0,26 W/(m²K) bei einer Wanddicke von 36,5 cm übertragen sämtliche aus dem Wohnungsbau bekannten bauphysikalischen Eigenschaften von Porenbeton vollumfänglich auf den Gewerbebau. Wärme- und Feuchtespeicherung sollen sich günstig auf das Raumklima auswirken. Z. B. trage der wärme- und feuchteregulierende Baustoff dazu bei, im Winter die Wärme im Gebäudeinnern zu halten und im Sommer für kühle Raumtemperaturen zu sorgen. Im Mittelpunkt des Hebel-Auftritts stehe zudem der Brandschutz. Ziel sei es, darauf hinzuweisen, dass im Industriebau seit Jahren Porenbeton Mauerwerk oder bewehrte Wandplatten als Brandwand eingesetzt werden. Aufgrund der mineralischen Zusammensetzung gehört Porenbeton zur Brandschutzklasse A1. Er erfüllt die Anforderungen aller Feuerwiderstandsklassen von F 30 bis F 180 ohne Bekleidung oder Beschichtung. Die langjährige Erfahrung zeigt, dass Brandwände aus Porenbeton eine zuverlässige Sicherheitsgarantie für Mensch und Güter bieten.

Hebel hat auch Bedürfnisse mittelständischer Unternehmen aufgegriffen und ein standardisiertes Baukastensystem für den Hallenbau entwickelt. Der Bauherr profitiere doppelt: Er kann aus einer Vielzahl von individualisierbaren Hallentypen auswählen und er baut mit einem regionalen Partner, der über jahrzehntelange Erfahrung im Gewerbebau verfügt. Alle zertifizierten Hebel-Partner böten den Bauherren die Realisierung ihrer Halle entweder als erweiterten Rohbau mit Selbstbauanteil oder komplett schlüsselfertig zum vereinbarten Termin an.

Gerade auf Baustellen wird massenhaft Staub erzeugt. Dadurch ist die Belastung im Bau bis zu 70 Mal höher als z. B. im Straßenverkehr. Die Folge: Dauerstress für die Atemwege, Asthma oder eine allergische Reaktion der Bronchien. "Ytong DBM"- Pellets und Silka "Secure DBM"-Pellets sollen sich als Schlüssel zur staubarmen Baustelle erweisen. Beim Anmischen des zu kleinen Briketts gepressten Mörtels würden kaum mehr Stäube entweichen – die Feinstaubbelastung werde reduziert. Die Mörtel-Pellets hätten mittlerweile Marktreife erreicht und werden über den Handel vertrieben.

Mit einem erweiterten Dienstleistungs-Spektrum rundet Xella seine Produktsysteme ab. Interessant dürfte für Planer und Architekten das Building Information Modeling (BIM) sein, das eine Gebäudeplanung mit 3D-Modellen ermöglicht. Zahlreiche Ytong und Silka Wandbau- sowie Multipor-Dämmlösungen stehen als BIM-Objekte in den gängigen Revit- und Archicad-Formaten zur Verfügung. Auf der Bau 2017 gibt Xella Einblicke in die Nutzung von BIM und Xella-Mitarbeiter stehen für den Informationsaustausch bereit. Xella Deutschland plant, die eigene Digitalisierungs-Strategie systematisch in Angriff zu nehmen und die Kundenkommunikation auf der Messe komplett auf digitale Prozesse umzustellen. So werden Beratungsgespräche digital begleitet. Wer nicht bis zur Bau 2017 warten möchte, kann sich bereits vorab ein Bild vom Xella-Messeauftritt machen – bei einem Besuch auf dem virtuellen Messestand. In einem 3D-Rundgang sind Informationen zu Produkten aufbereitet. Interessierte können vorab auch Termine mit Bauberatern für die Messe vereinbaren.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 02/2017.

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