Denkmäler einfach sichern

Sandsteinfassade des Bismarckturms wird saniert

Alfix Gerüstbau
Der Bismarckturm in Glauchau eingekleidet in einem Fassadengerüst von Alfix. Foto: Alfix

Zu Ehren von Otto vonBismarck errichtet, ist derBismarckturm im sächsischen Glauchau mit gut 45 m Höhe das Wahrzeichen der Stadtund der höchste heute noch existierende Turm seiner Art. Von der Aussichtsplattform kann man bei gutem Wetterbis zum Völkerschlachtdenkmal in Leipzig und bis zum Fichtelberg im Erzgebirgeblicken. Glauchau (ABZ). – Nachdem sich aus der Empore ein Stein gelöst hatte wurde das Areal um den Bismarckturm gesperrt. Nach der Erstellung des Sanierungskonzeptes ist der Turm nun seit März mit dem bewährten Alfix 70 und Alfix100S Fassadengerüst komplett eingerüstet und kann saniert werden, um bald wieder für die Besucher zur Verfügung zu stehen.

Im Zuge dieser Gerüstplanung konnte die technische Abteilung der Alfix GmbH aus dem sächsischen Großschirma gemeinsam mit dem langjährigen Partner Gerüstbau Bindig GmbH aus Heidenau ein Konzept für das Gerüst und deren optimale Aufbauvariante entwickeln. Dazu wurden Drohnenflüge ebenso genutzt wie die hochentwickelte 3D-Planung der Alfix-Konstruktionsabteilung. So konnten hochrealistische Modelle erstellt werden, die gleichermaßen als Basis für die Konstruktion, die Nachweise und für die Ausführung dienten. Die kompletten Gerüstbauarbeiten mussten äußerst umsichtig erfolgen, um das denkmalgeschützte Gebäude möglichst wenig in Mitleidenschaft zu ziehen.

Dafür wurden Gerüste in W09 für LC4 berechnet und errichtet. Mit dieser Ausführung wird am Bismarckturm in Glauchau die Sanierung der Sandsteinfassade ermöglicht, bei der auch vereinzelt ein Steinaustausch erforderlich ist und die dafür den Steinmetzen ausreichend Bewegungsspielraum im Bereich der Fassadengerüste bieten. Die rd. 2250 m² Gerüst wurden in nur drei Wochen unter anspruchsvollen Witterungsverhältnissen errichtet. Breiten bis W09 und die Lastklassen von LC 4 mit zusätzlichen Konsolen 0,36 m bzw. 0,73 m nach innen erforderten dabei eine Vielzahl von Längs- und Quergitterträger am 10 m hohen Sockelbereich des Turmes, um über die schräg verlaufende Turmfassade vom Baugrund an die Fassade zu gelangen und um die hohen vertikalen Lasten, welche sich aus Eigen- und Verkehrslasten zusammensetzen, aufnehmen zu können.

Dabei musste eine Vielzahl von Ankerpunkten für die geplanten Anschlüsse zur Lastableitung eingeklebt werden. Da die verblendete Sandsteinfassade nur eine Tiefe von 30 cm besitzt und sich erst darunter tragfähiges Material befindet, war eine Einbautiefe der Anker von 50 cm erforderlich, um die rd. 40 m hohe Fassadeneinrüstung aufnehmen zu können.

Mit Hilfe von entsprechenden Auszugsversuchen und Belastungstests vor Ort konnten Werte für die Nachweisführung ermittelt werden, die zur Festlegung der Anzahl der Gitterträgerwandanschlüsse verwendet werden konnten.

Besondere Anwendung fand der Alfix Gitterträger, der in diesem Fassadengerüst zur Überbrückung von baulichen Notwendigkeiten dient.

Die systemfreien Gitterträger aus Stahl, die rechtwinklig zur Fassade, pro Seite mit mindestens acht Stück, über dem Sockelbereich in einer Höhe von 10 m positioniert wurden, sind im Abstand von ca. 2,57 m mit Gitterträgerwandanschlüssen an der Fassade befestigt. Der Gitterträgerwandanschluss ist ein systemfreies Zubehörteil, das für viele solche Speziallösungen genutzt werden kann. Auf dieser Grundkonstruktion konnten anschließend parallel zur Fassade die systemfreien Gitterträger zur Aufnahme der Feldraster des Arbeitsgerüstes eingebaut werden. In Glauchau bilden sie so einen geschlossenen Ring am Übergang des Turmfußes zum Turmschaft.

Durch die enge Zusammenarbeit von Gerüsthersteller und Gerüstbauer konnte hier wieder einmal ein aufwendiges Projekt in einer Planungszeit von gerade einmal drei Wochen erarbeitet und umgesetzt werden.

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