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Deutsche Bahn

Risiken verteuern Anbindung des Ostseetunnels

Lübeck (dpa). – Die Deutsche Bahn begründet die enorm gestiegenen Kosten bei der Anbindung für die Fehmarnbeltquerung mit notwendigen Rücklagen von weit mehr als 1 Mrd. Euro. Daher stiegen die Kosten von den bisher veranschlagten 1,7 Mrd. Euro um mehr als ein Drittel auf 2,8 Mrd. Euro. In der Prognose seien Puffer von knapp 500 Mio. Euro für Preissteigerungen und 614 Mio. Euro für unvorhersehbare Risiken enthalten, sagte ein Bahnsprecher. Nicht enthalten sind in den 2,8 Mrd. die Kosten für die Querung des Fehmarnsundes zwischen der Insel Fehmarn und dem Festland sowie die Kosten für Schutzmaßnahmen etwa gegen Lärm oder Erschütterungen.

Darüber entscheidet der Bundestag nach der Sommerpause. Gegner des Projektes hatten in der Vergangenheit mehrfach die erheblichen Kostensteigerungen kritisiert. Bei Abschluss des Staatsvertrages zwischen Deutschland und Dänemark im Jahr 2008 zur Errichtung des Ostseetunnels war Deutschland noch von Kosten in Höhe von 817 Mio. Euro für die Hinterlandanbindung ausgegangen. Auf Wunsch von Politik und Öffentlichkeit habe es seither aber eine Reihe von Umplanungen gegeben, die zu Kostensteigerungen geführt hätten, sagte der Bahnsprecher. So habe das Raumordnungsverfahren zu einer veränderten Trassenführung mit Umfahrung der Seebäder und einer Bündelung von Bahntrasse und Autobahn 1 geführt. Allein das habe das Projekt um 523 Mio. Euro verteuert. Der 18 km lange Ostseetunnel selbst wird allein von Dänemark bezahlt. Mit der Eröffnung wird nicht vor 2028 gerechnet.

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