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Deutsche Bauindustrie

Branche trotzt Auszubildenden-Flaute

Berlin (ABZ). – "Die Baubranche hat es geschafft, der allgemeinen Azubi-Flaute zu trotzen. Die Firmen haben im zweiten Quartal dieses Jahres bundesweit 12 500 neue Lehrverträge abgeschlossen. Das sind 900 mehr als im Sommer 2017. Das Engagement der Bauunternehmen, der Verbände und unserer Ausbildungszentren, junge Menschen für eine Ausbildung am Bau zu begeistern, trägt messbar Früchte." Mit diesen Worten kommentierte kürzlich in Berlin der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Dieter Babiel, die jüngsten Ausbildungszahlen der Sozialkassen der Bauwirtschaft Soka-Bau.

Zu der guten Entwicklung habe auch die Integration von Geflüchteten beigetragen, sagte Babiel. Immerhin bilde laut einer aktuellen Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) mittlerweile nahezu jedes fünfte Bauunternehmen Flüchtlinge aus, im vergangenen Jahr habe sich hingegen nur jedes zehnte engagiert. Babiel: "Wir hoffen, dass sich diese positive Entwicklung im Jahresverlauf fortsetzen wird." Wie das Ausbildungsjahr 2018 letztendlich laufen werde, zeige sich aber erst zu Beginn des kommenden Jahres, wenn die Soka die Dezemberdaten vorlege.

"Der Trend stimmt aber. Schließlich ist gleichzeitig die Zahl der Ausbildungsbetriebe mit Stand Ende Juni leicht gestiegen – und zwar um knapp 220 auf 14 600 Unternehmen, obwohl viele Firmen Schwierigkeiten haben, ihre Lehrstellen zu besetzen, wie auch die DIHK-Umfrage bestätigt." Demnach hätten im vergangenen Jahr 45% der befragten Bauunternehmen nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzen können. Im Durchschnitt aller Branchen seien es 'nur' 34 % der Unternehmen gewesen. "Dies habe nicht nur daran gelegen, dass keine geeigneten Bewerbungen, sondern auch, dass überhaupt keine Bewerbungen vorgelegen hätten", erläuterte Babiel.

Er warnte gleichzeitig davor, jetzt in den Bemühungen um mehr Azubis nachzulassen: "Auch wenn die aktuellen Ausbildungszahlen einen Aufwärtstrend zeigen, dürfen wir in unseren Anstrengungen, unsere Branche für Jugendliche noch attraktiver zu machen, auf keinen Fall nachlassen. Schließlich sind die fehlenden Azubis von heute die fehlenden Fachkräfte von morgen."

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