DGB will Berliner Wohnbündnis nicht unterzeichnen

Berlin (dpa). - Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Berlin-Brandenburg will die Erklärung zum Bündnis für Wohnungsneubau und bezahlbares Wohnen nicht unterschreiben. Zugleich würdigte der DGB die Initiative des Berliner Senats auf seiner Homepage als „richtigen Schritt in die richtige Richtung”. Die Gewerkschaften sehen sich aber für die Umsetzung nicht verantwortlich.
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Der Berliner Fernsehturm inmitten von Wohn- und Bürogebäuden. picture alliance/dpa | Christoph Soeder

Zuvor hatten bereits der Spitzenverband der Immobilienwirtschaft ZIA und der Berliner Mieterverein angekündigt, die Erklärung nicht zu unterschreiben. Das Bündnis, zu dem Vertreter aus Politik, Wohnungswirtschaft und Verbänden gehören, hat seit Januar verhandelt. Das Ziel der verabredeten Maßnahmen ist es, den Wohnungsbau in der Hauptstadt angesichts des Wohnungsmangels deutlich zu beschleunigen und weitere Mietsteigerungen zu bremsen.

„Berlin nimmt die private und städtische Wohnungswirtschaft in die Pflicht und will trotz Rückschlägen die Situation auf dem Wohnungsmarkt verbessern”, hieß es in der DGB-Stellungnahme, über die der RBB am Samstag berichtete. Der DGB will sich demnach mit seiner Expertise weiter an der Debatte beteiligen, wenn gewünscht.

Am Neubau von jährlich 20.000 Wohnungen für Berlin werde festgehalten, hieß es weiter. „Allerdings konnte nicht geklärt werden, wie mindestens die Hälfte der Neubauten für Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen bezahlbar gemacht werden soll.” Zudem monierte der DGB, gute Arbeit auf dem Bau finde in dem Bündnispapier keine Berücksichtigung.

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