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Die Art der Kundenbeziehung wandelt sich

Von Ralf Bürger, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Doka, Maisach

Mit Blick auf die Konjunkturprognosen 2020 ist ganz klar der Bausektor das Zugpferd für ein weiterhin positives Wirtschaftswachstum in Deutschland. Unserer Branche kommt jetzt zugute, dass die Investitionsbereitschaft – sowohl von privater als auch von öffentlicher Hand – nach wie vor hoch ist. Das alleine ist aber noch kein Garant für volle Auftragsbücher, es muss schon auch die Qualität stimmen, nicht nur was Produkte angeht, sondern auch was die Betreuung und Services betrifft.

Wir und unsere Kunden betonen immer wieder: Unser wichtigstes Kapital sind unsere Mitarbeiter. Mit ihnen steht und fällt der Erfolg. Dass wir hier einiges richtigmachen, merken wir daran, dass sich die Wahrnehmung von Bauunternehmen gegenüber Doka und wie wir einbezogen werden, ändert.

Traditionell wurden wir als Schalungsplaner und -lieferant oftmals erst dann angefordert, wenn die Bauwerksplanung selbst schon abgeschlossen war. Dies hat sich mittlerweile gedreht, da wir verstärkt auch in unserer Kompetenz als Berater wahrgenommen werden. Teilweise kommen sogar Architekten auf uns zu und lassen sich in Sachen Schalung schulen. Der Trend bei Doka geht also für 2020 und die kommenden Jahre hin zu mehr partnerschaftlicher Zusammenarbeit schon in frühen Phasen der Bauwerksplanung, indem wir bereits hier für Beratung und Einschätzungen rund um Schalung einbezogen werden – ob es sich nun um Sichtbeton-Projekte, Ingenieurbau oder Wohnbau handelt.

Ich bin der festen Überzeugung, das hat viel mit der guten Ausbildung und der langjährigen Erfahrung unserer Mitarbeiter zu tun. Einen gewissen "boost" hat dem ganzen sicherlich auch BIM und die Digitalisierung allgemein gegeben. Hier bietet Doka ab dem kommenden Jahr mit seinen Digital Services ja auch vermehrt Tools und Apps, die nicht immer direkt etwas mit Schalung zu tun haben müssen, die zusammengenommen aber die Wertschöpfungskette rund um die Baustelle positiv beeinflussen: ob das nun Smart Pouring ist, eine mobile, lieferantenunabhängige App, über die der komplette Bestell- und Lieferprozess von Ortbeton abgewickelt und durchgängig dokumentiert werden kann, oder die Web-Apps myDoka+ und myDoka top zur Verwaltung des firmeneigenen Bauhofs, oder der Remote Instructor, eine geräteunabhängige Software, die es ermöglicht, sich via Videotelefonie mit einem Experten zu verbinden und diesen virtuell zu sich auf die Baustelle zu holen, etwa indem man den Bildschirm oder die eigene Kamera teilt. Eine Lösung, die wiederum direkt mit Doka als Schalungstechniker zu tun hat, ist der Easy Formwork Planner, eine mobile Anwendung zur einfachen Schalungsplanung (inklusive 3D-Visualisierung) und -bestellung vor Ort: Mit einem PDF vom Polierplan können bestimmte Takte und Bauteile mit dem Finger auf dem Tablet oder Smartphone geplant werden. Im Hintergrund läuft eine automatisierte Schalungsplanung mit. Der Polier kann so schnell auf Veränderungen auf der Baustelle reagieren, ohne einen Techniker einschalten zu müssen.

Natürlich bleiben aber auch bewährte Systeme und Lösungen – ob das nun die Rahmenschalung Framax Xlife plus ist, die ultraleichte Alu-Handschalung DokaXlight oder ein Angebot wie Concremote, unser System zum Betonmonitoring und zur Betonfestigkeitsprüfung – im neuen Jahr Dauerbrenner, da wir von Bauunternehmen immer wieder das Feedback bekommen, dass sie damit ihre Projekte produktiver abwickeln können.

Ein weiterer Trend neben der Digitalisierung ist das Thema Nachhaltigkeit. Ähnlich wie bei der Digitalisierung kann man darunter vieles verstehen. Für uns umfasst Nachhaltigkeit kurz zusammengefasst: den Mitarbeiter (dessen Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz), den Betrieb (etwa hinsichtlich schonendem Umgang mit Ressourcen) sowie die Produkte (Langlebigkeit, Sicherheit, Effizienz), aber auch das Thema Compliance.

Die Investition – in bessere Qualität, bessere Arbeitsbedingungen etc. – ist anfangs natürlich erstmal höher. Langfristig wirkt sich die Investition aber positiv auf die Bilanz von Bauunternehmen und Bauherrn aus, etwa, wenn Material robuster ist und dadurch weniger Neuanschaffungen anfallen, Bauwerke seltener saniert werden müssen oder Mitarbeiter dank eines ergonomischen, sicheren Arbeitsplatzes produktiver sind. Das verstehen wir unter Mehrwert bieten: Produkte und Leistungen zu entwickeln, die auch mehr Wert beziehungsweise Wertigkeit haben.

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