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Die längste Ferienanlage der Welt

2180 neue Holzfenster und Türen mit Langzeitschutz versehen

Remmers, Baustellen, Baustoffe

Die Ferienanlage Prora war von der NS-Organisation Kraft durch Freude (KdF) für 20 000 Urlauber geplant. 2022, nach fast 80 Jahren, soll der maritime Ferienpark Prora endlich verwirklicht sein mit vielen komfortablen Eigentumswohnungen und mehreren Hotels.

Rügen (ABZ). – Der 4,5 km lange "Koloss von Rügen" an der Ostsee war ein Monumentalprojekt der Nationalsozialisten in den 30er-Jahren. Jeder der acht Blöcke ist 550 m lang und sechs Stockwerke hoch. Die Ferienanlage Prora war von der NS-Organisation Kraft durch Freude (KdF) für 20 000 Urlauber geplant. 2022, nach fast 80 Jahren, soll der maritime Ferienpark Prora endlich verwirklicht sein mit vielen komfortablen Eigentumswohnungen und mehreren Hotels. Der Fensterhersteller Müller Holzbearbeitung GmbH aus Essen-Borbeck baute zunächst für Block eins und zwei 2180 Holzfenster und Türen, ausgestattet mit einem Langzeitschutz durch Induline Premium-Coatings von Remmers. Das Bauwerk wurde geplant von dem Kölner Architekt Clemens Klotz. Obwohl 1937 nur das Mauerwerk errichtet war, erhielt das Gebäude bei der Weltausstellung in Paris einen Grand Prix Award – auf Vorschlag von Stararchitekt Le Corbusier.

Doch mit Kriegsbeginn 1939 kam der Arbeitsstopp für den Rohbau, nach dem Krieg zogen NVA-Soldaten ein und nach der Wende die Bundeswehr. 1992 wurde der riesige Komplex unter Denkmalschutz gestellt. 2012 erwarb die Iris-gerd-Unternehmensgruppe einen Block der insgesamt fünf Blocks umfassenden Gebäudeanlage. Nach umfangreichen Analysen entschieden die neuen Eigentümer, Block eins in Eigentumswohnungen, Hotel-Apartments und Gewerbebereiche zu verwandeln. Die Nachfrage ist groß, insgesamt 280 Wohnungen und Apartments werden entstehen, mehr als 255 sind bereits verkauft. Das Unternehmen Müller Holzbearbeitung, Essen-Borbeck, gewann die Ausschreibung für Fertigung und Einbau der mehrteiligen Fenster, Hebe- und Schiebetüren und liefert sie nun sukzessive an die Baustelle auf Rügen.

Nach der Produktion kommt die Beschichtung und dabei setzt Müller schon seit Jahren auf Induline Premium-Coatings. Der 4-stufige Beschichtungsaufbau besteht aus

1. Imprägnierung/Holzvorbehandlung,

2. Grundierung,

3. Zwischenbeschichtung und

4. Endbeschichtung.

Die Imprägnierung mit SW-900 auf Hybridharzbasis schützt die empfindlichen Hirnhölzer und Schlitz-/Zapfen-Verbindungen, jedes einzelne Dübelloch und jede Fräsung vor eindringender Feuchtigkeit, Fäulnis und Bläue. Sie verfestigt das Holz und egalisiert den Untergrund zur Montage der ersten Treppenhausfenster. Außerdem werden Flecken bei Lasuraufbauten verhindert. Remmers Fachberater Tischlermeister Albert Giesing: "Müller ist sehr konsequent und setzt hinter jede Maschine eine Einzelimprägnierungseinheit."

Für die weitere Bearbeitung der Prora-Fenster verwendet Müller die Remmers- Grundierung Induline GW-360, die schon weiß pigmentiert ist und Holzinhaltsstoffe wirksam isoliert.

Die nächste Stufe ist die Zwischen- und Endbeschichtung mit Induline DW-691. Sie betont die Holzstruktur, vergilbt nicht und – für Müller sehr wichtig – besitzt eine hohe Prozesssicherheit bei industriellen Applikationen. Schließlich werden die Fenster außen in RAL 7016 anthrazitgrau und innen weiß oberflächenbehandelt, um dem Denkmalschutz optisch Genüge zu tun.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 15/2018.

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