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Die neue Mitte Düsseldorfs

Gründungsarbeiten beim Kö-Bogen II gehen voran

Die Beengten Innerstädtischen Verhältnisse in Düsseldorf stellten die Firma Bauer Spezialtiefbau beim Projekt "Kö-Bogen II" vor große Herausforderungen. Im Rahmen der Gründungsarbeiten realisierte Bauer unter Platzmangel eine bewehrte Schlitzwand mit 10 300 m² sowie einzelne Schlitzwandbarettes, die zur Aufnahme von 98 Fertigteilstützen dienten. Für die Arbeiten setzte das Unternehmen auf die Unterstützung diverser Maschinen und Geräte aus dem Mietpark von Zeppelin Rental.

Düsseldorf (ABZ). – Ein Quartier, das zum Flanieren, Einkaufen und Genießen einlädt, so lautet das Ziel der Umstrukturierungen in Düsseldorfs Mitte. Im Zentrum der Projektentwicklung der Investoren Centrum und B&L "Kö-Bogen II" entstehen drei Bauwerke nach den Entwürfen des Architekten Christoph Ingenhoven sowie eine fünfgeschossige Tiefgarage. Hohe Bauwerkslasten sowie die bestehende Bebauung im innerstädtischen Bereich erforderten Spezialtiefbaumaßnahmen zur Sicherung der Baugrube und Tiefgründung der Gebäude. Raus aus dem Büro, noch schnell eine Kleinigkeit einkaufen und dann mit Blick auf das Düsseldorfer Schauspielhaus auf dem zur Platzmitte abfallenden begrünten Dach die Sonne genießen. Anfang 2020 könnte dieses Szenario Alltag werden. Denn dann wird das Projekt, das in Düsseldorfs Mitte für noch mehr urbane Lebensqualität sorgen soll, voraussichtlich abgeschlossen.

Bereits zwei Monate vor dem ersten Spatenstich im Juni 2017 begann die Bauer Spezialtiefbau GmbH mit der Herstellung und Sicherung der Baugrube. Eine bewehrte Schlitzwand mit einer Gesamtfläche von 10 300 m² bei einer max. Tiefe von 37 m sorgt nicht nur für eine wasserdichte Baugrube, sondern erfüllt im späteren Bauwerk auch eine tragende Funktion. Einzelne Schlitzwandelemente, sogenannte Barettes, wurden außerdem als Gründungselemente in tiefere, tragfähige Bodenschichten eingesetzt. Dazu hob das Team um Projektleiter Andreas Wedenig und Bauleiter Michael Helbing mit einem Schlitzwandgreifer zunächst einzelne Lamellen aus, in die dann insgesamt 98 Fertigteilstützen eingebaut wurden. "Beim Einsetzen der Primärstützen mussten wir äußerst genau arbeiten. Für die spätere Statik war es wichtig, in einem Toleranzbereich von 3 bis 5 cm zu bleiben", erzählt Helbing von den Herausforderungen.

Von der Gelenkteleskopbühne aus ließ sich das Bohrgerät genau inspizieren.

Als weitere Gründungsmaßnahme wurden mittels Kelly-Verfahren zusätzlich bewehrte Ortbetonpfähle hergestellt. Für das schwere Bohrgerät mussten tragfähige, ebene Arbeitsflächen geschaffen werden. Dabei setzte Bauer Spezialtiefbau auf einen Kettenbagger Cat 329 E LN von Zeppelin Rental, der nach Bedarf Schotter aufbrachte. Vom sicheren Stand aus drehte sich die teleskopierbare Kellystange mit dem Bohrwerkzeug ein ums andere Mal in den Untergrund. Für den Abtransport des Bohrguts, das während der hydraulisch gestützten Bohrung gefördert wurde, mietete Bauer Spezialtiefbau vom kleinen Cat 906 bis zum Cat 966 Radlader in verschiedenen Größen von Zeppelin Rental.

Auch bei der Wartung des firmeneigenen Bohrgeräts setzte Bauer Spezialtiefbau auf Höhenzugangstechnik des Vermietunternehmens. Eine Gelenkteleskopbühne ZGT20.11D diente als Plattform, von der aus Reparaturen und Inspektionen am Bohrgerät vorgenommen wurden. Des Weiteren kamen zwei Minibagger Cat 308 und ein Teleskopstapler Merlo 72.10 für kleine Hebe- und Verladearbeiten zum Einsatz. Bauleiter Michael Helbing schätzt vor allem die Zuverlässigkeit der Geräte: "Es hat alles super geklappt. Wir konnten effizient und sicher arbeiten."

Parallel zu den Spezialtiefbauarbeiten fanden Abbruch- und bereits die ersten Rohbauarbeiten statt. Unter den ohnehin beengten innerstädtischen Platzverhältnissen wurde das Projekt damit nicht zuletzt zu einer logistischen Herausforderung für Andreas Wedenig und sein Team.

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