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Bauaussichten 2021

Die Zeichen der Zeit erkennen

Von Bernhard Überle, Geschäftsführer der Peri Vertrieb Deutschland GmbH & Co. KG, Weißenhorn

Das Jahr 2020 war für die Peri Gruppe ein wirtschaftlich herausforderndes Jahr, in dem die Corona-Pandemie in vielen unserer internationalen Märkte Spuren hinterlassen hat. Insgesamt aber hat sich unser Peri-Geschäftsmodell in den vergangenen zwölf Monaten einmal mehr bewährt, was wir nicht zuletzt der unter den gegebenen Umständen guten Geschäftsentwicklung in Nord- und Zentraleuropa und hier insbesondere dem sehr guten Geschäftsverlauf in Deutschland zu verdanken haben.

So herausfordernd das Geschäftsjahr 2020 also insgesamt für unsere Kunden und Peri auch war, in das Jahr 2021 starten wir mit einer positiven Einstellung und einem guten Gefühl. Gerade unter den Krisenbedingungen der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr hat sich gezeigt, wie wichtig und tragfähig die Peri-Strategie der Partnerschaft mit Kunden und Lieferanten ist. Diese Form einer intensiven, zielorientierten Zusammenarbeit kommt dem sehr nahe, was im Umfeld von BIM mit Kollaboration als planungs- und gewerkeübergreifende Baumethode bezeichnet wird. Denn die in nahezu allen Roh- und Ausbaugewerken notwendige Steigerung der Bauproduktivität hängt unmittelbar davon ab, wie schlank, widerspruchs- und verlustfrei ein individuelles Bauprojekt über alle Planungs-, Logistik- und Ausführungsstufen abgewickelt werden kann. Der dafür nötige Kulturwandel erfordert eine grundsätzliche Neuorientierung im Zusammenwirken der Planungs- und Ausführungsabläufe. Nach unserem Eindruck ist über diese veränderte Form der Zusammenarbeit in der Baubranche zwar viel diskutiert worden, die daraus fälligen Konsequenzen stehen dagegen noch weitgehend aus. Hier hilft uns jedoch die Historie von Peri, die die Aufgabe des Unternehmens schon immer als Mischung aus Hersteller und Dienstleister verstanden hat. Durch dieses Selbstverständnis sind wir es gewohnt, ganzheitlich in Bau- und Kundenprozessen zu denken und zu handeln. Hier gibt es auch aus dem Markt selbst die entsprechenden Rückmeldungen, die zeigen, wie positiv wir in unserer Beratungs- und Dienstleistungsqualität wahrgenommen und beurteilt werden.

Der Erfolg, der sich aus dieser speziellen Kundenorientierung ergibt, ist für Peri aber kein Anlass, sich auszuruhen. Im Gegenteil. Um die hohe Beratungs- und Dienstleistungsqualität sichern und ausbauen zu können, investiert Peri weiterhin massiv in die Qualifikation seiner Mitarbeiter. So ist zum Jahreswechsel 2019/2020 in Weißenhorn ein Hightech-Ausbildungszentrum eröffnet worden, das neben dem klassischen handwerklichen Fertigungskönnen neue Maßstäbe in der Wissensvermittlung setzt – von der Big-Data-Analyse bis hin zu den Themen einer digital vernetzten und automatisierten Produktion. Parallel zu dieser Investition ist Peri zudem im vergangenen Jahr mit dem Titel "Top-Ausbilder 2020" ausgezeichnet worden. Für uns ist das ein weiterer Beleg, dass die Strategie, Fach- und Führungskräfte aus dem eigenen Mitarbeiterstamm heraus zu fördern und aufzubauen, erfolgreich ist.

Im erweiterten Sinn gehört auch die Neuentwicklung intelligenter Sensor- und Software-Applikationen zu den kundenunterstützenden Maßnahmen, da sie die Steuerung und Regelung von Bauabläufen verbessern und vor subjektiven Fehleinschätzungen schützen können. Mit "InSite Construction" wird Peri 2021 eine cloudbasierte Lösung im deutschen Markt einführen. Über Sensoren können in Echtzeit wichtige Betoneigenschaften gemessen werden – etwa der Wasserzementwert des Frischbetons, der Betondruck auf die Schalung in Abhängigkeit zur Betoniergeschwindigkeit oder auch die Verdichtung, Homogenität und Temperaturentwicklung des Betons in der Schalung. Vor allem beim kostenintensiven Massenbetoneinsatz, wie er für den konstruktiven Hochbau und Infrastrukturbau typisch ist, können dadurch messtechnisch fundierte Entscheidungen zur Temperaturbegrenzung, Nachverdichtung oder zu Ausschalfristen getroffen werden.

Gleichzeitig wird auch die Baubranche immer mehr von den Umbrüchen in den sogenannten additiven Produktionsverfahren geprägt. Für Peri ist es daher selbstverständlich, auch im Bereich der digitalen Alternativtechnologien mittel- und langfristig zu den Vorreitern zu gehören – Stichwort 3D-Betondruck. 2020 haben wir das erste Wohnhaus Deutschlands mit einem Beton-Portaldrucker realisiert. Nur wenige Wochen später folgte das größte Mehrfamilienhaus Europas, das mit dieser völlig neuen und jungen Technologie erstellt wurde. Und auch im Bereich der Beton-Fertigteilindustrie ist ein erster Meilenstein erreicht, denn wir haben einen ersten Drucker an einen Kunden aus diesem Segment verkauft, der bereits erfolgreich in Betrieb genommen wurde und die Produktion aufgenommen hat.

Dennoch sind wir davon überzeugt, dass es in der Systemtechnik des Schalungs- und Gerüstbaus noch Luft nach oben gibt. Denn die Basis der Peri-Beratungs- und Dienstleistungskompetenz hängt direkt vom technischen Potenzial unserer Schalungs- und Gerüstsysteme ab. Aufgrund intelligenter Modularisierung und Standardisierung der Basisbauteile, Schnittstellen und Verbindungsmittel verfügen wir über kompakte, hoch leistungsfähige Baukastensysteme wie etwa Maximo, Skymax, DUO und Variokit bei den Schalungssystemen oder Peri UP bei den Arbeits-, Schutz- und Traggerüsten. Sie alle zeichnen sich dadurch aus, dass sie trotz einer begrenzten Teilmenge über ein großes Anwendungsspektrum verfügen. Da wir diese beiden Systemtechniken selbst entwickeln und herstellen, können wir unseren Kunden aus dem Roh- und Ortbetonbau hochintegrierte Gesamtlösungen anbieten. Unsere Kunden stellen immer wieder fest, dass selbst bei stark steigender Architektur- oder Anlagenkomplexität die Peri-Lösungen einfach, flexibel und sicher zu handhaben sind. Was bei komplexen Anwendungen logistisch, montage- und einsatztechnisch überzeugt, funktioniert natürlich auch bei einfachen und mittelschweren Bauaufgaben. Kurz: Wir sehen unsere Kunden und uns weiter auf einem erfolgreichen Weg, um 2021 im deutschen Schalungs- und Gerüstbau eine führende Marktposition behaupten und ausbauen zu können.

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