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Virtual Reality erweitert Horizont der Bauindustrie

Neue Technologien haben die Baubranche revolutioniert und erleichtern nun die Arbeit bei der Konstruktion eines 3D-Modells. Sie unterstützen Experten auf der ganzen Welt dabei, besser und präziser auf die technischen Spezifikationen ihrer Projekte zu reagieren.

New York/USA (ABZ). – Die Digitalisierung ist für fast alle Branchen ein wichtiges Thema und beeinflusst einige vormals aufwendige Prozesse grundlegend. Die Baubranche wird momentan immer mehr mit der Virtual Reality (VR) konfrontiert. Der nach eigenen Angaben international führende Hersteller von Kupplungen und Rohverbindungslösungen Victaulic setzt die Technologie besonders umfangreich für seine Planungen ein, um Kunden ein genaues Bild der späteren Rohrkonstruktion vor Augen zu führen. Aber was ist VR überhaupt? Und welchen Nutzen hat die Technologie für die Bauindustrie?

Virtual Reality (VR) hat ihre Wurzeln in der Welt der Computerspiele. Die Technologie ermöglicht ein Gaming-Erlebnis, bei dem der Spieler in eine virtuelle 3D-Welt befördert wird – und ihm meist über eine spezielle VR-Brille suggeriert wird, sich mitten im Spiel zu befinden. Die Computerspieleindustrie ist jedoch nicht der einzige Industriezweig, der von der VR-Technologie profitiert. Auch für die Konstruktionsbranche bietet VR die Möglichkeit, Projekte direkt zu visualisieren. Denn es kommt nicht selten vor, dass Bauprojekte aufgrund ungenauer Planung oder unerwarteten Schwierigkeiten zu niedrigeren Gewinnmargen führen.

Die Ursache vieler Probleme der Bauindustrie liegt häufig in der begrenzten menschlichen Vorstellungskraft. Das Baupersonal, Designer, Architekten oder Ingenieure können ein Projekt meist erst komplett erfassen, wenn es bereits konstruiert wurde. Wenn Konstrukteure Fehler erst beim Bau feststellen, da diese vorher auf dem Papier nicht sichtbar waren, kommt der Bau ins Stocken und einzelne Arbeitsetappen müssen pausiert oder vollständig abgebrochen werden. Basis einer guten Bauplanung ist daher ein einfaches 3D-Modell, das visualisiert ob das fertige Projekt der Realität entsprechend umgesetzt werden kann. Deshalb wird VR heute auch immer häufiger in anderen, praxisnahen Bereichen eingesetzt. Die Technologie unterstützt gerade in der Bauindustrie dabei, tief in ein Projekt einzutauchen und unterschiedliche Konstruktionsmöglichkeiten am 3D-Modell auszuprobieren, bevor sie Monate oder gar Jahre in den Bau investieren.

Schon immer war die Baubranche auf die passenden Werkzeuge angewiesen. Mit Stift und Papier verwirklichen Architekten ihre Ideen anhand einer ersten Skizze. Nach eingängiger Analyse planen sie im nächsten Schritt, welche Maßnahmen sie treffen müssen, um ein physikalisch korrektes Modell zu erstellen.

Neue Technologien haben die Baubranche revolutioniert und erleichtern nun die Arbeit bei der Konstruktion eines 3D-Modells. Sie unterstützen Experten auf der ganzen Welt dabei, besser und präziser auf die technischen Spezifikationen ihrer Projekte zu reagieren. Dazu gehört Computer-Aided Design (CAD) genauso wie die 3D-Modellierung und Building Information Modeling (BIM). Diese Tools werden meist verwendet um Kunden Größenverhältnisse, Dimensionen und Systeme zu präsentieren, bevor überhaupt ein einziger Stein gelegt wird.

Trotz allem bieten Papierskizzen und computergenerierte Details nach wie vor lediglich eine begrenzte Visualisierbarkeit des fertigen Gebäudes. Viele Konstruktions- und Designfehler fallen dadurch erst auf, wenn bereits mit dem Bau begonnen wurde. Diese Fehler zwingen Experten dazu, die Arbeit zu stoppen und eine erneute Machbarkeitsanalyse ihrer Projektidee durchzuführen. Solche Probleme sind aber im Vorfeld sehr schwer auf einem digital generierten Bild zu erkennen. Auch 3D-Modellen auf dem Computer fehlt die Tiefendimension, sodass nicht klar ersichtlich wird, wie das Gebäude wirklich nach Fertigstellung aussehen wird. Diese Defizite beeinträchtigen häufig auch Geschäftsbeziehungen, da die Vision des Architekten für die fertige Struktur nicht den Kundenvorstellungen entspricht. Klar ist: Auf dem Papier ist es schwer für den Kunden, seine genauen Anforderungen zu beschreiben, sodass das fertiggestellte Gebäude manchmal nicht dem gewünschten Resultat entspricht.

Virtual Reality ist speziell darauf ausgelegt, Personen in eine virtuell konstruierte Welt eintauchen zu lassen. 3D-Modelle und BIM-Software, die große Vorteile im Bereich der Projektmodellierung erbracht haben, können jetzt mit VR-Tools kombiniert werden. So kann eine Idee komplett in einer neuen Dimension visualisiert werden, ohne immens hohe Kosten zu verursachen. Vereinfacht gesagt erhält der Nutzer mittels eines 3D-Displays integriert in eine spezielle Brille einen 360°-Blick, indem er seinen Kopf zu jeder Seite sowie auf und ab bewegt. Für die Kunden von Victaulic bedeutet das, dass sie ihren Blick nun auch nach oben richten und einzelne Verteiler sowie Rohrleitungen sehen können. Aber was VR von 3D unterscheidet ist die Möglichkeit, jedes Rohrstück wirklich so wahrzunehmen, als ob es schon installiert wäre. Der offensichtlichste Vorteil von VR für Konstruktionsunternehmen sind Kosten- und Zeitersparnisse durch vorheriges Testen einer unbestimmten Anzahl an Möglichkeiten, vor dem eigentlichen Baubeginn. Die VR-Brille erlaubt allen Projektbeteiligten potenzielle Konflikte oder notwendige Änderungen bereits in der Design-Phase zu ermitteln – und nicht erst in der Bauphase, wo Korrekturen mit extrem hohen Kosten verbunden sind. Konstruktionsexperten können so im wahrsten Sinne des Wortes in ihrem Projekt "umherlaufen" und das gesamte Rohrsystem begutachten. So können Fehler identifiziert werden, die auf einem "flachen" Computermodell nicht sichtbar gewesen wären. VR unterstützt Installateure dabei zu erkennen, ob eine Idee, die im Kopf entstanden ist, auch in der Realität funktioniert. Sie erhalten ein klares Bild davon, ob ein Gebäude ihren Anforderungen entspricht und keine Fehler in der Planung vorhanden sind. Zusätzlich kann auch der Kunde ein Projekt virtuell erleben und sich vergewissern, dass ein fertiges Gebäude ihren Erwartungen und Anforderungen entspricht. Dieses virtuelle "Anschauen" und "Begutachten" ist auch aus Kundensicht ein enormer Vorteil. Es bietet die Möglichkeit sich auch über kleinste Details unterhalten zu können, z. B. ob bestimmte Gerätschaften in eine vorgesehene Ecke passen und dem Auftragnehmer entsprechend Rückmeldung zu geben. Damit wird die Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen beiden Parteien deutlich verbessert.

Die VR-Technologie steckt noch in den Kinderschuhen, aber immer mehr Unternehmen in der Bauindustrie integrieren diese Möglichkeit in ihren Design-Prozessen. Ein Beispiel dafür stellt Victaulic dar: Mit seinen neuen anpassbaren Technologien nutzt das Unternehmen VR, um seine mechanischen Rohrverbindungen sowie Brandschutzsysteme und -lösungen zu konstruieren und zu visualisieren. Das Unternehmen wahrt höchste Qualitätsstandards für seine Produkte und ermöglicht seinen Kunden Modelle in einem virtuellen Umfeld zu betrachten. Damit werden Projekte schneller finalisiert als mit traditionellen Methoden. In den vergangenen fünf Jahren sind die Kosten für VR-Equipment deutlich gesunken und es haben sich neue Chancen für Unternehmen erschlossen, die diese hohen Kosten vorher nicht rechtfertigen konnten. Diese Kostenvorteile gepaart mit der Software hinter der Linse, die noch stabiler läuft als noch vor einigen Jahren, bedeutet einen großen Zugewinn für die Bauindustrie. Die Implementierung ist einfach und Nutzer können die Vorteile direkt beim ersten Blick durch die VR-Brille feststellen.

VR ist die Lösung für Victaulic um Konstruktionsprojekte noch schneller zu Planen, Designen und Durchzuführen. Das Unternehmen nutzt dabei das Programm Revit MEP um 3D-Modelle zu erstellen, die in Kombination mit VR-Brillen verwendet werden können und um sich als Innovator der Baubranche zu behaupten. Mit "Victaulic-Tools for Revit" werden Arbeitsabläufe innerhalb des Industrie-Designs und in Fertigungsprozessen verbessert. Die Software bietet Nutzern Zugang zu branchenführenden Inhalten, erstellt von versierten Usern, die die bewährten Vorgehensweisen verstehen und anwenden können. Dazu gehört auch eine intuitive und bedienfreundliche Oberfläche, die sowohl für neue als auch erfahrene Revit-Nutzer einfach zu handhaben ist.

VR hat Zukunft in der Baubranche, da die Technologie Ausfallzeiten und Fehlkommunikation zwischen Designern, Konstruktionsexperten und Kunden stark reduziert. Dadurch laufen Konstruktions- und Planungsprozesse noch schneller und präziser ab. Victaulic ist Pionier dieser Innovation, indem das Unternehmen VR ins Zentrum des alltäglichen Zeichenprozesses stellt und klare Resultate sowie noch passgenauere Projekte für die Kunden erstellt.

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