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Digitale Lean Methoden

Lösung für den Hochbau vorgestellt

BPO Hochbau im Einsatz bei Johann Bunte Bauunternehmung in Hamburg. Alle relevanten Informationen sind auf der Baustelle per Tablet-PC direkt verfügbar.

Mühlacker (ABZ). – Viele Bauunternehmen setzen bereits Lean Methoden ein. Von Last-Planner über Lean Construction bis hin zur klassischen Taktplanung seien die Optimierungsmethoden auf Baustellen im Einsatz, heißt es in einer Mitteilung der Volz Consulting GmbH, eines Unternehmens, das auf die Beratung der Baubranche und die Entwicklung von Softwaresystemen zur Prozessoptimierung spezialisiert ist. Allerdings beschränke sich der Methodeneinsatz oft auf nur wenige Projekte im Jahr. Das sei auf lange Sicht nicht profitabel und im Zeitalter der Digitalisierung auch nicht mehr zielführend. Auf dem Gebiet der Methodenentwicklung herrsche aktuell nahezu Stillstand, konstatiert Volz Consulting. Die bestehenden Werkzeuge würden sich immer noch auf einem sehr dogmatischen Niveau befinden. Es fehle eine Überführung der Optimierungsmethoden in einfach bedienbare digitale Werkzeuge. Die Entwicklung von Softwaresystemen und einfach bedienbaren Apps habe in der Baubranche noch ausgestanden. Die Projektarbeit erfolge im Hochbau immer noch mit Plantafeln, Steckkarten oder Excel-Listen.

Wie eine erfolgreiche Transformation von papierbasierten Lean Methoden hin zu digitalen App-Lösungen erfolgreich erfolgen kann, zeige das Beispiel des Asphaltstraßenbaus in Deutschland. In dieser Branche habe sich die mobile Softwarelösung BauProzessOptimierung (BPO) schnell durchgesetzt, teilt die Volz Consulting GmbH als Entwickler dieses Softwaresystems weiter mit. Nach nur vier Jahren hätten sich mehr als 80 % aller deutschen Unternehmen im qualifizierten Straßenbau für BPO Asphalt entschieden. Das System verbinde Lean Methoden, wie bspw. die Just-in-Time Belieferung von Baustellen, mit der klassischen Bauablauf- und Bauzeitenplanung. Während der Bauausführung könne der Baufortschritt in Echtzeit erfasst und Parameter in der nachgelagerten Analyse ausgewertet werden, erklärt die Volz Consulting GmbH. Inzwischen nehme BPO den Status eines ganzheitlichen Softwaresystems ein und decke alle Prozesse des Tiefbaus ab.

Nun stellt die Volz Consulting GmbH auch eine solche Lösung für den Hochbau vor. Durch BPO Hochbau würden Koordinationsprobleme gelöst, Unklarheiten reduziert, lange Besprechungen verringert sowie der Gesamtprozess effektiver gestaltet, wirbt das Unternehmen. Durch die Verknüpfung mit anderen Softwaresystemen entstehe eine voll integrierte BIM-Lösung, die erstmals sämtliche operativen Prozesse digitalisiere. Dabei werden nach Unternehmensangaben die vorab im BIM-Modell enthaltenen Planungsdaten verfeinert und durch digitale Medien (Tablet-PC, Smartphone . . .) direkt auf der Baustelle zur Verfügung gestellt. Während der Bauausführung würden Ist-Daten erfasst, sodass ein Soll-Ist Vergleich in Echtzeit für die Projektsteuerung zentral ermöglicht werde.

"Im ersten Schritt wird der Rahmenterminplan mit BPO Hochbau digital abgebildet und in einen Bauzeitenplan bzw. Projektplan überführt. Meilensteine und unterschiedliche Bauphasen können zentral definiert werden", so die Volz Consulting GmbH. Sämtliche Prozesse würden dabei mit der jeweiligen Kapazität berücksichtigt. BPO Hochbau ermittele über einen variablen Zeithorizont die erforderliche Kapazitätsauslastung für jeden Prozess. Komme es zu Engpässen, könnten gezielt die Kapazität erweitert oder Meilensteine verschoben werden, um mit gegebenen Kapazitäten zurechtzukommen. Auf Basis dieses Projektplans würden sich Einsatzpläne für die Gewerke ableiten und die Einsatzzeiten mit den Subunternehmen abstimmen lassen.

Während der Bauausführung könne im ersten Schritt ebenso wie bei klassischen Lean Methoden auf Plantafeln mit Steckkartensystemen oder Post-its die Leistungsabrufe geplant werden. Allerdings erfolge dies digital am Laptop oder auf dem Tablet-PC. Die bestehenden Gesprächsrunden bzw. Last Planner Sitzungen würden durch die Echtzeitsynchronisierungsfunktion derart unterstützt, dass die Vorarbeiter der jeweiligen Gewerke selbstständig am Tablet-PC oder Smartphone ihr Aufgabengebiet planen könnten und die Ergebnisse in Echtzeit allen Beteiligten zur Verfügung gestellt werde. Die digitale Plantafel ermögliche eine intuitive Terminanpassung durch einfaches Verschieben von Tätigkeiten. Gewerkezüge könnten im System für einzelne Bereiche erstellt und bei Bedarf einfach geändert werden. Sollte es während der Bauausführung zu Kapazitäts- oder Terminengpässen kommen, könnte innerhalb der Last-Planner Sitzung oder durch die Projektleitung unkompliziert reagiert werden. BPO Hochbau optimiere anhand von Kapazitäten oder definierten Meilensteinen die Planung und informiere die Projektleitung über mögliche Zielkonflikte. Alle Änderungen würden den Subunternehmen bzw. den Vorarbeitern über eine App auf ihr Smartphone gesendet. Während der Bauausführung könnten in der App Leistungsstände erfasst und in Echtzeit für die nächste Baubesprechung und die Projektsteuerung zur Verfügung gestellt werden. Terminverschiebungen würden ohne Zeitverzögerung weitergeleitet. Die Grobplanung auf Wochenbasis sowie die Detailplanung seien miteinander verknüpft und würden sich an die geänderten Rahmenbedingungen in Echtzeit anpassen. Dazu würden im Managementcockpit in Echtzeit die wichtigsten Parameter wie Kosten, Termintreue und Qualität übersichtlich dargestellt.

Jeden Tag werde eine Dokumentation und eine Analyse der Baustelle erstellt. Daraus ergebe sich nicht nur in der Nachbetrachtung, sondern auch in Echtzeit ein Soll-Ist-Vergleich bezüglich des Baufortschritts. Zusätzlich zu der Übermittlung der Plandaten und Einsatzzeiten könne die komplette Kommunikation zwischen der Generalunternehmerseite, der Projektsteuerung und den Vorarbeitern über die integrierte Nachrichtenzentrale erfolgen. Foto- und Videodokumentationen seien ebenfalls möglich. Ein Bestandteil von BPO Hochbau, der sich im operativen Einsatz bewährt hat, ist nach Angaben der Volz Consulting GmbH BPO Transportbeton. Diese Lösung ermögliche, ausgehend vom Baustellensortenverzeichnis, eine digitale Bestellung, eine Echtzeitvernetzung von Mischanlagen, Transportkette und Baustelle, den elektronischen Lieferschein sowie die Dokumentation.

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