Digitalisierung und Nachhaltigkeit

Wirtschaftlichkeit bleibt das dominierende Ziel im mechanisierten Gleisbau

Gleisbau
Die zweite Produktlinie umfasst Maschinen im "Individual Design". Diese werden maßgeschneidert gebaut. Ein Beispiel dafür ist die kürzlich ausgelieferte RUS 1000 S. Dieser kombinierte Gleisumbau- und Schotterbettreinigungszug tauscht in einer Sperrpause Schwellen, Kleineisen und Schienen aus und reinigt gleichzeitig das Schotterbett. Foto: Plasser & Theurer

Wien/Österreich (ABZ). – Wirtschaftlichkeit bleibt im mechanisierten Gleisbau das dominierende Ziel. Die Themen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und lebenslange Betreuung drängen sich Plasser & Theurer zufolge aber immer stärker in den Arbeitsalltag.

Nun präsentiert das Familienunternehmen Lösungen, um diesen Wandel proaktiv mitzugestalten. Nach dem Motto "Machine – Fleet – Infrastructure" erweitert der Komplettanbieter aus Österreich sein Leistungsangebot. Neben neuen Technologien spielen dabei auch global-durchdachte Services eine wichtige Rolle, so das Unternehmen.

Die erste Produktlinie umfasst Maschinen der Kategorie "Modular Customizing", die auf Basis einer Plattformstrategie hergestellt werden. Am weitesten fortgeschritten zeige sich diese Bauweise bei Hochleistungsstopfmaschinen: Vom Start weg werden hier 100 Konfigurationsmöglichkeiten geboten, um individuelle Anforderungen umzusetzen. Entscheidende Vorteile bringe das "Modular Customizing" beim Flottenmanagement. Dort sorgt die Standardisierung für mehr Effizienz bei der Wartung und Ersatzteilbewirtschaftung, aber auch bei Schulungen und Zulassungen, so der Hersteller. Alle modularen Erweiterungen seien in technischer Ausführung und Qualität konform.

Die zweite Produktlinie umfasst Maschinen im "Individual Design". Diese werden maßgeschneidert gebaut und stützen sich dabei stark auf die praktischen Erfahrungen der Kunden, teilt Plasser & Theurer mit. Ein Beispiel dafür ist die kürzlich ausgelieferte RUS 1000 S. Dieser kombinierte Gleisumbau- und Schotterbettreinigungszug tauscht in einer Sperrpause Schwellen, Kleineisen und Schienen aus und reinigt gleichzeitig das Schotterbett. Durch den lagenweisen Schotteraufbau sowie das integrierte Stopfen und Verdichten kann das neue Gleis unmittelbar nach Beendigung der Arbeiten befahren werden.

Ein ähnliches Aufgabenspektrum deckt die SVB 800 ME ab, die der Hersteller speziell für Einsätze in Frankreich konstruiert hat. Zwei neue Service-Angebote sollen für Plasser-&-Theurer-Kunden besonders interessant sein: Zum einen das Service-Paket VEDO, das alle Leistungen umfasst, um "eine Maschine im Rahmen der ersten Hauptüberholung wieder in den Topzustand" zu bringen. Zum anderen das Programm Retrofit, in dem 20 bis 30 Jahre alte Maschinen modernisiert werden, damit diese weitere zehn bis zwölf Jahre arbeiten können.

Laut Plasser & Theurer sprechen zwei Gründe dafür, Retrofit zu nutzen: Erstens seien die Maschinen bereits nach sechs bis acht Monaten wieder einsatzbereit, zweitens ergebe sich ein sehr gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis. Um die Verfügbarkeit konstant auf einem hohen Level zu halten, werden nun gezielt Wartungsverträge für einzelne Maschinen oder ganze Flotten angeboten. So sichert der Vertrag mit der französischen SCNF für aktuell 33 Maschinen eine Verfügbarkeit von 92 %, so das Unternehmen.

Ein ähnlicher Vertrag wurde mit der italienischen RFI abgeschlossen, wobei 13 Stopfmaschinen von Plasser Italiana betreut werden. Ein neues globales Team beschäftigt sich zudem mit der Konzeption weiterer Service-Leistungen für die lebenslange Betreuung von Maschinen. Plasser & Theurer sieht die Digitalisierung als Chance, um Maschinen weiterhin zu automatisieren.

So helfe seit kurzem beispielsweise das Weichenstopf-Assistenzsystem "PlasserSmartTamping – The Assistant" dem Bediener, die operativen Systeme der Maschine zu organisieren. Nicht minder spannend seien die Perspektiven, die sich daraus für den Bereich "Infrastructure" ergeben. Für diesen gibt es digitalisierte Informationen von der Beauftragung bis zum Arbeitsnachweis.

Parallel dazu arbeitet Plasser & Theurer an digitalen Tools zur vollständigen Erfassung des Fahrwegs. Als Entwicklungsplattform dient der EM100VT, der Messfahrten mit der 20-fachen Geschwindigkeit bisheriger Verfahren ermöglicht, verspricht der Hersteller. Die erfassten Daten bilden das Rückgrat eines zeitgemäßen Building Information Modeling (BIM), das die Planung, den Bau und Betrieb von Bauwerken beschleunigt, die Fehleranfälligkeit reduziert, Kosten transparenter macht und die Zusammenarbeit der Beteiligten fördert.

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