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DIW-Studie bescheinigt Industriezweig wirtschaftliche Bedeutung

Gipsbetriebe in Sorge

Hannover (ABZ). – Der Bundesverband der Gipsindustrie hat vor einer Gefährdung der Arbeitsplätze in der Gipsbranche gewarnt. Diese sieht er vor allem in dem beschlossenen Kohleausstieg und in örtlichen Widerständen in manchen Regionen. Planungshürden sowie widersprüchliche Interessen und Entscheidungen von Politik und Verwaltung auf unterschiedlichen Ebenen sorgen Bremer zufolge dafür, dass der naturverträgliche Gipsabbau auf Dauer in Gefahr gerät. "Wir bauen den Gips naturverträglich und ortsnah ab und sorgen so für den bestmöglichen ökologischen Fußabdruck. Der Naturgipsabbau gerät aber auf Dauer in Gefahr, wenn wir keine Planungssicherheit mehr haben", stellt Verbands-Präsident Thomas Bremer klar. Ihm zufolge sicherte die Branche in 2020 deutschlandweit über 3000 Arbeitsplätze sicherte. Er beruft sich dabei auf eine kürzlich veröffentlichte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Danach beschäftigten die Unternehmen 2020 insgesamt 1057 Mitarbeiter und erwirtschafteten nahezu 340,7 Millionen Euro Umsatz. Die Beschäftigungseffekte lagen deutschlandweit sogar bei 4607 Erwerbstätigen, so der Verband. Besonders im strukturschwachen Harz und im Weserbergland sei die Gipsbranche von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Allein in Niedersachsen seien 623 Mitarbeiter beschäftigt, 2408 Arbeitsplätze seien entlang der gesamtdeutschen Wertschöpfungskette hinzu gekommen. "Die Gipsindustrie ist auch in schwierigen Zeiten ein Garant für gut bezahlte Arbeitsplätze, solide öffentliche Einnahmen und gesellschaftliches Engagement", betont Bremer.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 46/2021.

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