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Dregger für Wohnbau am Tempelhofer Feld

Berlin (ABZ). – Angesichts der Wohnungsnot in Berlin sprach sich der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Burkhard Dregger, kürzlich dafür aus, Teile des Tempelhofer Feldes zu bebauen. Dregger sagte in der rbb-Abendshow: "Wir müssen erkennen, dass wir eine andere Ausgangslage haben als vor vier Jahren." Eine gewisse Randbebauung des Feldes könne er sich schon vorstellen. Dregger betonte jedoch, dass es für seine Partei nicht in Frage komme, das gesamte ehemalige Flughafengelände zu bebauen. "Wir sind auch für die schönen Grünflächen in unserer Stadt und wollen auch diese Freiheit erhalten." Die Berliner CDU schlägt seinen Worten zufolge ein Verfahren vor, in dem das Volk wieder befragt werden soll.

Da die Verfassung derzeit ein solches Verfahren nicht zulasse, wolle seine Partei zunächst eine Änderung im Parlament beschließen und erst dann die Wähler erneut befragen. Dagegen könne sich auch die Bürgerinitiative "100 % Tempelhofer Feld" nicht wehren, da der Volkswille gewahrt sei. Die Initiative "100 % Tempelhofer Feld" wehrt sich strikt gegen eine erneute Befragung der Berliner. Sprecherin Mareike Witt sagte ebenfalls in der rbb-Abendshow: "Die Wohnungsmisere wird nicht auf dem Tempelhofer Feld gelöst." Für die Sprecherin wiederhole sich die Diskussion von vier Jahren. "Weder die Akteure sind neu, noch das Thema ist neu", sagte sie. Initiativen-Sprecher Oliver Klar erinnerte daran, dass mehr als 700 000 Berliner vor vier Jahren für die Nichtbebauung des Tempelhofer Feldes abgestimmt haben. Sie hätten ein Recht darauf, dass sich daran gehalten werde. Er fügte hinzu, dass gerade die Bewohner der dicht bebauten Berliner Viertel Neukölln und Kreuzberg diese Fläche für ihre Freizeitgestaltung bräuchten.

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