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Drehbohranlagen von Soilmec

Neue Generation bewährt sich in Deutschland

Soilmec, bauma München, Spezialtiefbau

Die aktuelle Generation von Soilmec ist seit Dezember 2014 auch in Deutschland im Einsatz.

DROLSHAGEN (ABZ). - Auf der bauma 2013 waren die Drehbohranlagen der aktuellen Generation von Soilmec erstmals zu sehen, seitdem arbeiten sie auf vielen Baustellen in Europa und Übersee und seit Dezember 2014 auch in Deutschland.

Seit über 40 Jahren entwickelt und fertigt Soilmec Drehbohranlagen. Mit der aktuellen Baureihe ist nun ein Entwicklungsschritt erfolgt, der in den jeweiligen Geräteklassen für neue Maßstäbe sorgen kann.

Die Baureihe umfasst zzt. Drehbohranlagen mit einem Arbeitsgewicht von 45 bis 95 t und nominalen Drehmomenten von 160 bis 302 kNm. Damit gehören sie zu den in Deutschland am häufigsten verwendeten Gerätegrößen. Veranlasst durch die gesetzlichen Forderungen nach immer effizienteren Methoden zur Abgasnachbehandlung wurde es notwendig, den "Maschinenraum" so anzupassen, das Caterpillar oder Cummins Motoren, die nach Euro 4 zertifiziert sind, eingebaut werden können. Ausgehend von dieser Notwendigkeit wurden die Anlagen aber auch grundlegend neu konzipiert und weisen deshalb verschiedene besondere Merkmale auf. So kommen moderne Bohrantriebe zum Einsatz, die im Vergleich zu älteren Antrieben aus dem Haus Soilmec ein ca. 10 % höheres Drehmoment erzeugen (zum Vergleich: SR-70 Md nom = 233 kNm/SR-75 Md nom = 251 kNm), bei gleichzeitig ca. 20 % geringerem Gewicht. Damit steht mehr effektive Zugkraft des Vorschubsystems zum Ausbau der Außenrohre zur Verfügung. Zudem ist das Windenvorschubsystem mit z. B. 480 kN bei SR-90 kraftvoll ausgelegt. Zusätzlich wurde bei den Bohrantrieben der Servicefreundlichkeit besondere Beachtung geschenkt, so dass sämtliche Verschleiß Elemente nun einfach und auf der Baustelle zu wechseln sind. Für die Baugruppen Parallelogramm Kinematik und Mast wurde ein modulares System entwickelt.

Dieses System ermöglicht die flexible Anpassung auf unterschiedliche Bohranwendungen wie Kellybohren, Endlosschneckenbohren oder Verfahren zur Bodenverbesserung. Darüber hinaus sind innerhalb dieser Modulbauweise aber auch Änderungen beim Vorschubsystem zwischen Winden- und Zylindervorschub möglich oder auch die Anpassung der Maschine auf Baustellen mit eingeschränkter Arbeitshöhe (Low Headroom). Schließlich, und das ist die auffallendste Veränderung, ist auch der komplett neu konzipierte Oberwagen Teil der neuen Entwicklungsstufe. So wurde der Arbeitsradius des Oberwagens im Vergleich zu früheren Soilmec Modellen deutlich verringert, was sich günstig auf die Manövrierfähigkeit auf der Baustelle auswirkt. Außerdem sind alle wichtigen Komponenten des Hydrauliksystems leichter erreichbar, was ebenfalls zur Servicefreundlichkeit der Anlage beiträgt. Für ein ermüdungsfreies Arbeiten wurde die Kabine nach neuesten ergonomischen Erkenntnissen entwickelt und gebaut. Auf einem Monitor werden z. B. Kamerabilder angezeigt für eine bequeme Sicht rund um die Bohranlage als auch auf die Winden im Oberwagen.

Soilmec, bauma München, Spezialtiefbau

Alle wichtigen Komponenten des Hydrauliksystems sind jetzt leichter erreichbar.

Auf einem zweiten Monitor, der wahlweise im direkten Sichtfeld des Gerätefahrers positioniert oder zur Seite geschwenkt werden kann, werden Produktionsdaten und Maschinendaten in Echtzeit angezeigt. Diese Daten können wahlweise über eine USB Schnittstelle extern abgespeichert werden oder direkt im Büro per Datenfernübertragung überwacht bzw. erfasst werden. Andere bewährte Konstruktionsprinzipien bleiben dagegen erhalten. So basiert der Grundaufbau auf dem seit Jahren bewährten Prinzip der im Oberwagen integrierten Haupt- und Hilfswinden. Damit wird ein optimales Leistungsgewicht erreicht, da bereits die wirksamen Maschinenelemente für einen Schwerpunkt der Maschine in der Nähe des Drehkranzes sorgen. Darüber hinaus bedeutet die einlagige Wicklung der Seile auf den großzügig dimensionierten Winden auch ausreichend Kraft in jeder Arbeitssituation. Dem Thema Sicherheit wurde bei der Entwicklung der Baureihe von Anfang an besondere Beachtung geschenkt. Die in diesem Bereich auffälligsten Merkmale sind die Absturzsicherungen auf dem Oberwagen, als auch die ausreichend breiten, begehbaren Plattformen an den Längsseiten. Diese Merkmale sind Teil eines gesamten Sicherheitskonzeptes, so dass alle aktuellen Soilmec Drehbohranlagen in Übereinstimmung mit den aktuellen, Europaweit gültigen Sicherheitsvorschriften sind.

Es bleibt festzuhalten, dass die aktuelle Generation der Soilmec Drehbohranlagen den neusten Entwicklungsstand bei Großdrehbohrgeräten repräsentiert. Aufgrund ihrer Konzeption sind sie für Baustellen in Deutschland gut geeignet.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 09/2015.

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