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Drei 500-Tonner im Einsatz

Gasturbine vom Schiff ins Kraftwerk verfrachtet

Kraftvolles Trio: Das Kran- und Schwertransport-Unternehmen HKV Schmitz+Partner aus Köln hat drei Liebherr-500-Tonnen-Krane eingesetzt, um eine Gasturbine vom Hafen des Chempark Dormagen zu einem Kraftwerksneubau im direkt angrenzenden Werk der INEOS Köln GmbH zu transportieren. Dabei hoben zwei Mobilkrane LTM 1500-8.1 die Turbine aus einem Frachtschiff auf ein Schwertransport-Fahrzeug und ein Raupenkran LR 1500 setzte sie nach Ankunft im INEOS-Werk auf einem Vormontageplatz ab.

Dormagen (ABZ). – Das Kran- und Schwertransport-Unternehmen HKV Schmitz+Partner GmbH aus Köln hat drei Liebherr-500-Tonnen-Krane eingesetzt, um eine Gasturbine vom Hafen des Chempark Dormagen zu einem Kraftwerksneubau im direkt angrenzenden Werk der Ineos Köln GmbH zu transportieren. Dabei hoben zwei Mobilkrane LTM 1500-8.1 die Turbine aus einem Frachtschiff auf ein Schwertransport-Fahrzeug und ein Raupenkran LR 1500 setzte sie nach Ankunft im Ineos-Werk auf einem Vormontageplatz ab.

Der Chempark Dormagen ist ein 360 ha großes Gelände in Dormagen und Köln-Worringen, auf dem sich dutzende Betriebe aus der Chemiebranche angesiedelt haben. Direkt daneben befindet sich die Ineos Köln GmbH, die zur Ineos-Firmengruppe gehört, einem der größten petrochemischen Unternehmen der Welt. Im Kölner Werk wird zurzeit ein neues Gas- und Dampfkraftwerk zur Eigenversorgung gebaut. Unterstützt wird dieses Projekt durch die HKV Schmitz+Partner GmbH, die sowohl das Engineering als auch die Kraneinsätze übernimmt. Von der Baustellenbesichtigung und Bedarfsanalyse, über die computergestützte Planung mit CAD übernimmt HKV die technische Überprüfung und die zeichnerische Darstellung des Ablaufs und die dazugehörige Gefährdungsbeurteilung für eine effektive und sichere Durchführung der Arbeiten.

HKV hebt mit zwei LTM 1500-8.1 eine Gasturbine aus einem Binnenschiff.

Für das Kraftwerk wurde nun die erste Gasturbine per Binnenschiff angeliefert. Die beiden LTM 1500-8.1 waren für das Ausheben aus dem Schiff und die Positionierung auf eine Kesselbrücke der Viktor Baumann GmbH & Co. KG aus Bornheim mit dem maximalen Ballast von 165 t ausgerüstet worden. Die Abstützung der LTM 1500-8.1 am Kai war eine Herausforderung, da die Stützen in Richtung des Schiffes über das Gleis eines Hafenkranes positioniert werden mussten. So war eine sehr genaue Berechnung der Einleitung der Stützkräfte erforderlich, eine spezielle Überbauung des Gleises musste hergestellt werden.

Beim Einfahren der Turbine in das Ineos-Werk waren viele Rohrbrücken zu unterfahren. Da erwies sich die Kesselbrücke als extrem absenkbares Schwertransport-Fahrzeug als ideal. Das Abheben der Last und der Ablage auf dem Vormontagefeld der Baustelle war für den LR 1500 nicht mehr als Routine. Die Turbine zu einem späteren Zeitpunkt im Kraftwerk zu positionieren, wird für Kran und Fahrer die herausforderndere Aufgabe sein.

HKV hatte im März 2019 mit dem LR 1500 den ersten Raupenkran seiner Firmengeschichte angeschafft. Wichtige Kriterien bei der Beschaffung waren die kurzen Rüstzeiten und die hohen Tragkräfte trotz einer sehr kompakten Bauweise. Geschäftsführer Michael Schmitz, der für das Projekt bei Ineos verantwortlich ist, freut sich, dass die Entscheidung für den LR 1500 richtig war.

Die Kesselbrücke als extrem absenkbares Schwertransport-Fahrzeug erweist sich als ideal, um Rohrbrücken zu unterfahren.

Er erklärt: "Wir haben im Laufe der Planung des Gas- und Dampfkraftwerk-Projektes, das ja bereits vor gut einem Jahr begonnen wurde, festgestellt, dass dort der LR 1500 von Liebherr der perfekt passende Kran ist. Wir müssen schwere Lasten über eine Bongossi-Fahrbahn verfahren und in die Baustelle einheben. Daher ist eine Raupe erforderlich. Die starken Werte des LR 1500 zusammen mit der guten Bedienbarkeit und der Sicherheit des Kranes zahlen sich bei diesem Projekt aus. So können wir den Kunden Ineos mit dem modernsten Raupenkran in dieser Klasse das bestmögliche Instrument zur Verfügung stellen."

Rolf Weyers, der bei HKV für den Projektablauf und die Durchführung der Kranabläufe verantwortlich ist, stimmt zu: "Die Aufgabenstellung ist, bei geringstem Platzbedarf alle Hübe auf der Baustelle sicher zu planen und die Abläufe im Fluss der Baustelle darzustellen. Die Entladung der Turbine war nun der erste Schwerlasthub, bei welchem unser LR 1500 zum Einsatz kam. Herausforderungen gibt es trotz jeder Menge Erfahrung immer: Die Turbine hat einen asymmetrischen Schwerpunkt, weshalb die Planung der Anschlagmittel besonders wichtig war. Am LR 1500 schwebte sie dann nach der Entladung von der Kesselbrücke planmäßig auf das Baufeld."

Auch Kranfahrer Burkhard Forke ist voll des Lobes für sein neues Arbeitsgerät: "Im Vergleich zu den anderen Raupenkranen, welche ich bisher bedient habe, ist der LR 1500 mit Liccon2 und all den Überwachungen und Features eine präzise und noch sicherere Maschine. Das Rüsten gestaltet sich, auch durch die vielen Hilfsmittel und durchdachten Lösungen, noch sicherer und zugleich einfacherer für die Montagetruppe. Ein kompakter und zugleich starker Kran!"

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 07/2020.

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