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Durchbruch bei Schlichtung im Bau-Tarifstreit

Kassel (dpa). - Durchbruch bei der Schlichtung im Tarifkonflikt für die rund 850 000 Bauarbeiter: Die im Westen Beschäftigten sollen eine Lohnerhöhung von 2,6 Prozent, die im Osten von 2,7 Prozent erhalten, wie die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) am nach Abschluss der Schlichtung der Tarifrunde in Kassel mitteilte. Darin enthalten sei erstmals auch eine Vergütung für Fahrzeiten zur Baustelle. Darüber hinaus soll es eine „Corona-Prämie“ von 500 Euro als einmalige steuerfreie Einmalzahlung geben. Auch Azubis bekommen eine Erhöhung ihrer Vergütung und eine „Corona-Prämie“ von 250 Euro. IG-BAU-Chef Robert Feiger sprach von „ungewöhnlich zähen und harten“ Verhandlungen. „Gelegentlich hatte man den Eindruck, man müsse die Arbeitgeber erst noch davon überzeugen, dass es dem Bau - trotz der Corona-Pandemie - ausgesprochen gut geht und die Bauwirtschaft besser als alle anderen Branchen durch die Corona-Krise kommt.“ Diesen „Branchen-Bonus“ habe die Gewerkschaft deshalb auch eingefordert und „ein entsprechend gutes Ergebnis rausgeholt“. Wer auf dem Bau arbeite, wisse jetzt wieder, dass seine Arbeit geschätzt werde. Der Schlichterspruch muss allerdings noch von den Tarifparteien angenommen werden. Die IG BAU und die Arbeitgeberverbände von Bauhandwerk (ZDB) und Bauindustrie (HDB) haben dafür zwei Wochen Zeit.

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