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Durchgängigkeit des Systems gefragt

Von Kostenschätzung bis zur Abrechnung

G&W Software, IT im Bauwesen

Spezialtiefbau am alten Warnowarm in Rostock.

Rostock (ABZ). – Die Planung von Vorhaben im Straßen-, Tief- und Wasserbau, die Kompletterschließung von Wohn- und Gewerbegebieten sowie Projekte in der Umweltweltgeotechnik und im Spezialtiefbau gehören zum täglichen Brot der Rostocker Wastra-Plan Ingenieurgesellschaft. Um die komplexen Projekte wirtschaftlich und für die Auftraggeber transparent abzuwickeln, setzt das Planungsbüro auf die durchgängige AVA- und Kostenplanungssoftware California.pro des Münchener Softwarehauses G&W Software AG.

1991 wurde das heutige Ingenieurbüro als Management-Buy-Out des 42 Jahre zuvor etablierten VEB Meliorationskombinats Rostock gegründet. Mit 25 Mitarbeitern in Rostock und weiteren fünf auf Rügen bearbeiten die Ingenieure hauptsächlich Projekte öffentlicher Auftraggeber in Mecklenburg-Vorpommern. Dabei kann es sich um die Entwicklung baulich vorbelasteter Grundstücke zu einem Mischgebiet handeln, die Renaturierung von Flüssen, die Planung von Trinkwasserleitungen, Abwasserkanälen, Regenwasserversickerungsanlagen sowie Sturmflutschutzanlagen, aber auch die verkehrs- und medientechnische Erschließung von Wohn- und Gewerbegebieten, um nur einige Projekte aus dem umfangreichen Portfolio zu nennen.

Um bei den z. T. komplexen Bauvorhaben immer die Kosten im Blick zu haben und diese exakt verfolgen zu können, entschied man sich schon 2004 für die Vorgängerversion von California.pro. Die bis dahin eingesetzte Softwarelösung deckt zwar den AVA-Bereich ab, jedoch reicht das den Ingenieuren nicht. Denn die Kostenverfolgung – und das angefangen bei der ersten Kostenschätzung bis zur Abrechnung – sowie die Kostendokumentation sind für das Ingenieurbüro äußerst wichtig, und das sowohl intern als auch dem Auftraggeber gegenüber.

Erhält Wastra-Plan eine Anfrage für ein Bauvorhaben, setzen sich die Ingenieure im Vorentwurf mit den Kosten auseinander. Zum Einsatz kommt zum einen – nahtlos integriert in California.pro – das STLB-Bau des DIN ergänzt durch DBD-BauPreise von Dr. Schiller & Partner. Die Software nutzen die Planer sowohl zur reinen Preisermittlung als auch zur Bildung VOB-gerechter Bauleistungstexte. Zum anderen greifen sie in California.pro auf die Kosten ähnlicher bereits abgewickelter Projekte zu, liefern diese doch automatisch aktuelle Kostenerfahrungen für neue Bauvorhaben. "Auf diese Weise können wir den Bauherren relativ kurzfristig eine grobe Angabe über die Kosten der Maßnahmen mitteilen.

Ab diesem Zeitpunkt verfolgen wir dann die Kosten akribisch bis zur Abrechnung", erläutert Dr. Joachim Koop, Projektleiter bei Wastra-Plan. Bei kurzen Baumaßnahmen erhält der Bauherr die Kostenschätzung und danach die Kostenberechnung. Da der Leistungsstand eindeutig und der Kostenrahmen überschaubar ist, erfolgt in diesem Fall die Kostenfortschreibung oft nur über zwei Abschlagsrechnungen und die Schlussrechnung. Laut Dr. Koop sei es allerdings bei komplexen Erschließungsmaßnahmen, die über mehrere Jahre laufen und Erd-, Kanal- und Straßenbau, die Bepflanzung und die Planung der gesamten versorgungstechnischen Anlagen beinhalten, ohne die richtige Software schwierig, wenn nicht gar unmöglich, den Überblick zu behalten. Bei diesen Maßnahmen ist es auch aus Finanzierungsgründen für den Auftraggeber von Bedeutung, regelmäßig Zwischenberichte über die Kosten vorliegen zu haben.

Detaillierte Kostenübersichten über die einzelnen Gewerke sind für das Ingenieurbüro unumgänglich. Diese Informationen bereitet Wastra-Plan dem Auftraggeber regelmäßig auf. Dokumentiert wird hierbei der Leistungsstand der einzelnen Gewerke sowie des gesamten Projektes als auch, welche Leistungen bereits abgerechnet sind, und mit welchen Kosten noch zu rechnen ist. Mit California.pro ist die Darstellung aufgeschlüsselt nach Kostengruppen, Kostenstellen, Kostenarten als auch nach Kostenträgern möglich und schnell für die Bauherren aufbereitet.

Müssen bei Erdbaumaßnahmen z. B. aufgrund schlechter Bodenverhältnisse Untergrundverbesserungsmaßnahmen durchgeführt oder für kontaminierte Böden ein Entsorgungskonzept erstellt werden, gilt es, sofort zu reagieren. Die Ingenieure geben die voraussichtlichen Mengenänderungen ins System ein und ermitteln auf Knopfdruck die dazugehörigen Kosten. Koop dazu: "Mit California.pro können wir die aufgrund der Änderungen ermittelten Kosten sowie die Ursache dafür den Bauherren zeitnah präsentieren. Diese reagieren äußerst positiv auf die professionelle Dokumentation."

Dass alle Zahlen von der ersten Kostenschätzung bis zur Abrechnung im System gespeichert und abrufbar sind, ist ein entscheidender Faktor für das Ingenieurbüro. "Wir haben jederzeit die Möglichkeit, die Kostenentwicklung im Projekt hochzurechnen. Damit können wir nicht nur die Kosten verfolgen, sondern auch aktiv steuern. Diese Qualität der durchgängigen Kostendokumentation bis zur letzten Abrechnung kommt bei unseren Auftraggebern sehr gut an", so Joachim Koop.

https://jobs-in-gruen-und-bau.de/index.php?id=123&tx_patzerboerse_paboeplugin[unterthemen]=327&no_cache=1

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 37/2016.

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