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Effiziente Nassaufbereitung

Hoher Ausstoß bei geringem Platzbedarf

Die AggreSand 206 von Terex Washing Systems mit integrierter Matec Wasseraufbereitung.

Oberau (ABZ). – Jeder, der auf der Autobahn A 95 in Richtung Alpen unterwegs ist, stößt am Ende auf die B 2 nach Garmisch-Partenkirchen. Am Ortseingang von Oberau taucht rechter Hand eine lang gestreckte Tunnelbaustelle auf. Seit April 2018 betreibt hier die Firma Richard Schulz Tiefbau KG, ein mittelständisches Unternehmen mit 1400 Mitarbeitern und zwölf Niederlassungen, eine Terex Waschanlage, Typ AggreSand 206. Es handelt sich um ein kombiniertes Sieb-Wasch-Aggregat. Das Besondere an dieser Lösung ist dem Unternehmen zufolge nicht nur die moderne, modulare Konstruktion der Anlage, sondern auch ihr gelungenes Zusammenspiel mit einer hochinnovativen Matec Kammerfilterpresse für die Wasseraufbereitung. Produziert wird hier vor Ort Norm-Zuschlagmaterial gemäß EN 12620 für eine direkt danebenstehende mobile Betonanlage. Das Unternehmen Jürgen Kölsch GmbH hat die gesamte Anlage materialspezifisch geplant, geliefert und aufgebaut. Die Firma Kölsch ist Spezialist für Nassaufbereitung im süddeutschen Raum und hat auch die Inbetriebnahme begleitet. Heute sind die Kölsch Mitarbeiter nach eigenen Angaben nur noch selten vor Ort, der Betrieb der Anlage ist problemlos.

Der Rohstoff wird an der Baustelle im Tunnelvortrieb gewonnen. Der erste Eindruck der arbeitenden Terex AggreSand 206 ist dabei entspannend. Einzig durch das beständige Rieseln des Materials von den Ausgabebändern auf die Halden lässt sich der Betrieb der ansonsten leisen Anlage erkennen. Aufgabematerial ist auf 0-22 mm aufbereiteter Dolomit. Die AggreSand produziert Betonzuschlagstoffe in den Körnungen 0-4, 4-8, 8-16 und 16-22. Das umlaufende Waschwasservolumen liegt bei etwa 350 m³/h und ist ein guter Anhaltspunkt für die Umschlagleistung der installierten Matec Wasseraufbereitungsanlage. Im Betrieb macht sich diese gelegentlich bemerkbar, wenn im Entleerungsmodus die Filterkuchen aus der Kammerfilterpresse auf Halde fallen. Dann herrscht wieder Ruhe, es sei denn, einer der beiden Radlader taucht auf, die für die Beschickung der Anlage zuständig sind. Sie transportieren darüber hinaus auch das Material zur Betonfertigung. Parallel dazu übernehmen die Fahrer die Bedienung der gesamten Anlage. "Pro Stunde laufen bis zu 200 t Material über die Bänder, und bei extrem hohen Materialbedarf fahren wir die Anlage auch im 24-h-Betrieb. Der hohe Ausstoß der AggreSand bei geringem Platzbedarf war wesentliches Entscheidungskriterium", so Michael Mair, Ingenieur und Oberbauleiter bei Richard Schulz Tiefbau.

"Ein weiterer Aspekt war die Wasseraufbereitung. Eine Klärung des Waschwassers mittels einer Weiheranlage wäre nicht möglich gewesen da wir hier keinen Platz für Absetzbecken hatten. Die Kammerfilterpresse von Matec hingegen bereitet das Waschwasser im erforderlichen Tempo auf. Die Filterkuchen sind für uns kein Abfall, sie eignen sich sehr gut als Dichtungsmaterial." "Aufgrund der hohen Anforderungen, die der Tunnelbau stellt – also mehrschichtiger oder gelegentlich auch 7/24-Betrieb – brauchen wir im Fall der Fälle sofortige Unterstützung. Auch der schnelle und kompetente Service war ein Kriterium, das für die Gesamtlösung von Kölsch gesprochen hat," so Michael Mair von Schulz Tiefbau.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 11/2019.

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