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Eigenheim

Positiver Ausblick trotz politischer Fehlentscheidungen

Kalksandstein, Bauwirtschaft, Hausbau

Roland Meissner,Geschäftsführer Bundesverband Kalksandsteinindustrie, Hannover

Der positive Trend am Arbeitsmarkt und das nach wie vor historisch niedrige Zinsumfeld beflügeln die Nachfrage nach Eigenheimen. Die weiterhin bestehenden Unsicherheiten auf den europäischen Finanzmärkten machen Investitionen in den Wohnungsmarkt unverändert attraktiv. Diese Prognose bestätigt auch die Zahl der erteilten Baugenehmigungen von Januar bis September 2013. Nach Angaben des Statischen Bundesamtes in Wiesbaden stieg die Zahl der Genehmigungen bei den Einfamilienhäusern um 1 %. Bei den Zweifamilienhäusern sogar um 14,2 %.

Ganz besonders in den Metropolen und Ballungsgebieten wird weiterhin kräftig investiert. Die Zahl der Baugenehmigungen für Mehrfamilienhäuser stieg von Januar bis September 2013 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 25 %. Auch für 2014 gehen die Experten von einem Anstieg von rund 15 % aus.

An dieser Entwicklung wird auch die Kalksandsteinindustrie teilhaben. Knappe Baulandressourcen erfordern verdichtete Bauweisen. Dementsprechend erwartet die Kalksandsteinindustrie einen erhöhten Bedarf an schlanken Kalksandsteinwänden. Denn hierdurch kann ein Wohn- und Nutzflächengewinn von bis 7 % erzielt werden. Darüber hinaus sorgen rationelle Bautechniken und -systeme für eine wirtschaftliche Rohbauerstellung. Zusätzlich geben die exzellenten bauphysikalischen Eigenschaften des Kalksandsteins Sicherheit in puncto Schall- und Brandschutz, Energieeffizienz und gesundes Raumklima. Auch für den Industrie- und Gewerbebau gehen die führenden Wirtschaftsinstitute nach einer schwächeren Entwicklung im Vorjahr von einem leichten Wachstum aus. Bis zu 3 % können aufgrund der Stabilisierung der konjunkturellen Lage im kommenden Jahr erreicht werden. Höhere Steuereinnahmen bedeuten auch für die öffentlichen Haushalte etwas mehr finanziellen Spielraum, um den bestehenden Investitionsstau bei Bauinvestitionen abzubauen.

Eine große Chance vertan im Hinblick auf den großen Bedarf an Neubauwohnungen wurde jedoch mit der Ausgestaltung des Koalitionsvertrages zwischen CDU und SPD. Mit der Streichung der zunächst für Bauinvestitionen in Ballungsgebieten geplanten degressiven Abschreibung wurde die Chance zu einer langfristigen und bedarfsgerechten, ordnungspolitischen Weichenstellung für den Wohnungsneubau verpasst. Der Koalitionsvertrag enthält diesbezüglich lediglich nebulöse Worthülsen. Es fehlen konkrete Zahlen und Aussagen, wie der erhebliche Bedarf an Neubauinvestitionen erreicht werden kann.

Darüber hinaus hätte die degressive Abschreibung die zunächst auf fünf Jahre festgeschriebene Mietpreisbremse kompensieren können, die sehr zum Leidwesen der Bauindustrie, nicht wieder aus dem Koalitionsvertrag gestrichen wurde. Hier gilt es jetzt nach zu justieren. Die Kalksandsteinindustrie wird sich deshalb in ihrer politischen Lobbyarbeit, im engen Schulterschluss mit anderen Verbänden, weiterhin und verstärkt für Verbesserungen der steuerlichen Rahmenbedingungen für den Wohnungsneubau einsetzen. Die Verdopplung der Afa von 2 % auf 4 % und die Wiedereinführung der degressiven Abschreibung sind für ein langfristiges Wachstum der Baubranche und damit für die Gesamtkonjunktur in Deutschland, dringend notwendig.

Thema Energieeinsparverordnung (EnEV). Die Kalksandsteinindustrie unterstützt seit Jahren die Klimaschutzziele der Bundesregierung und damit auch die neuen, strengeren Energievorschriften der EnEV 2014.

Unser Portfolio bietet dazu passende und zukunftssichere Lösungen, mit denen die anstehenden Anforderungsverschärfungen problemlos realisierbar sind. Ein Beispiel hierzu: die funktionsgetrennten Kalksandstein-Außenwandkonstruktionen. Sie erreichen kostengünstig jedes Wärmedämmniveau – zukunftsorientiert und nachhaltig.

Durch neue Publikationen zur Energieeinsparverordnung 2014 und eine neue EnEV-Software werden wir die Planungspraxis nachhaltig unterstützen und über das energieeffiziente Bauen mit Kalksandstein ausführlich und detailliert informieren.

2014 ist für die Kalksandsteinindustrie darüber hinaus ein ganz besonderes Jubiläumsjahr: 120 Jahre ist es her, als in einem Werk in Neumünster die industrielle Produktion von Kalksandsteinen begann. Seit 1894 – und darauf sind wir besonders stolz – gilt unverändert das Reinheitsgebot von Kalksandstein. Ausschließlich die natürlichen Bestandteile Kalk, Sand und Wasser kommen im energieeffizienten Produktionsprozess zum Einsatz. So ist es und so wird es bleiben!

Auch in Zukunft wird die Kalksandsteinindustrie ihre bisherige Vorreiterrolle für innovative Produktentwicklungen und Mauerwerkstechniken weiter ausbauen. Hierzu gehören unter anderem ganzheitliche und energieeffiziente Wandkonstruktionen, die die Umwelt aktiv vor schädlichen Emissionen schützen und Ressourcen sparen.

Die deutsche Kalksandsteinindustrie: 120 Jahre Erfahrung für die Zukunft!

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