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Ein Aloha nach Österreich

Kompakter Prallbrecher sorgt für mehr Nachhaltigkeit auf Hawaii

Derzeit zerkleinert Alakona mit einem Prallbrecher des Typs R700S etwa 5000 t Material pro Monat.

Honolulu/Hawaii (ABZ). – Die Alakona Corp aus Honolulu setzt bei der Aufbereitung von Asphalt und Korallen mit ihrer neuen Rockster-Brechanlage des Typs R700S auf oberösterreichische Ingenieursarbeit. Nach einer langen Fahrt über den Atlantik, durch den Panamakanal und über den Pazifik erreichte ein Prallbrecher der Art R700S von Rockster das paradiesische Hawaii – genauer gesagt die Insel Oahu.

Arist de Wolff und sein Team aus 25 motivierten Mitarbeitenden erwarteten bereits die Ankunft der österreichischen Brechanlage. Die Alakona Corp. wurde 1982 von Arist's Vater Mervyn de Wolff in der hawaiianischen Hauptstadt Honolulu gegründet und ist spezialisiert auf Asphaltierungsarbeiten und Pflasterpflege. Alakona Corp bedient Oahu und die Nachbarinseln und konzentrierte sich zu Beginn auf die Instandhaltung von Gehwegen mit Schwerpunkt auf Versiegelungsbeschichtung und kleinere Asphaltreparaturen. In den letzten Jahren hat das Unternehmen seinen Service- & Produktmix um Pflasterungen, Rissfüllungen sowie jegliche Asphaltierungsarbeiten erweitert.

Alakona besitzt mehrere Maschinen, um das Kerngeschäft abzuwickeln. Dazu gehören Asphaltier-Maschinen, Walzen, Lader, Bagger und Versiegelungsgeräte. Als die Verantwortlichen zum Vorantreiben ihrer Geschäftserweiterung um den Recycling-Bereich nach einer mobilen Brechanlage suchten, konzentrierten sie sich auf kompakte Maschinen, die weniger als 25 t auf die Waage bringen. "Wir sind der Meinung, dass österreichische Ingenieure ausgesprochen ehrlich sind. Wolfgang Kormann hat mir ausführlich erklärt, wie der Brecher für uns von Nutzen sein kann und er behielt Recht", betont Arist de Wolff. "Wir sind so flexibel in der Verarbeitung verschiedener Materialien – und das Endprodukt, das wir mit unserer Anlage produzieren, ist enorm hochwertig", fügt er hinzu. "Außerdem gefällt uns die Möglichkeit, das Rückführband zur Seite zu schwenken, um so eine zusätzliche Fraktion aufzuhalden." Ebenso sinnvoll sei das ausklappbare Seitenband, welches eingesetzt werden kann, um Feinanteile schon auszuscheiden, bevor sie in die Brechkammer gelangen. "Das steigert die Leistung, senkt den Verschleiß und wir erhalten eine weitere, definierte Fraktion. Die Siebbox am Hauptaustrageband ist auch äußerst vorteilhaft – wir können durch einfaches Wechseln der Siebmaschen unterschiedliche Materialgrößen herstellen. Es gibt einfach einige Optionen, die andere serienmäßig nicht haben. Zudem sind wir sehr begeistert vom hydrostatischen Antrieb", erläutert der Experte.

Mit dem Rockster-Prallbrecher der Bezeichnung R700S brechen die Mitarbeitenden auch Korallengestein.

Dank dieses Antriebssystems sei die R700S-Maschine stets sehr leistungsstark. Das liegt daran, dass sich der hydrostatische Druck immer an die Leistungsanforderungen des Brechers anpasst. Das führe außerdem zu einem geringeren Dieselverbrauch pro produzierter Tonne, weil der Dieselmotor immer im passenden Drehzahlbereich bleibe.

Für Alakona war es ein logischer Schritt, den Fokus der zukünftigen Expansion auf Recycling und Natursteinaufbereitung zu legen. "Naturstein wird besonders auf einer kleinen Inselgruppe wie Hawaii nicht ewig verfügbar sein, in absehbarer Zukunft müssten wir ihn vom Festland einführen", erklärt de Wolff. "Nachhaltigkeit ist der Schlüsselfaktor. Wir benötigen viel Material für Straßenunterbau oder Füllungen. Die Verwendung von aufbereitetem Asphalt anstelle von natürlichen Zuschlagstoffen spart Ressourcen und Geld." Darüber hinaus enthält recycelter Asphaltbruch etwas Bitumen, das sich wie Klebstoff verhält. Diese Kombination führe mehr Verdichtung und somit zu einer stabileren Tragschicht.

Mithilfe des Rockster-Siebsystems bricht Alakona den Altasphalt mit einer Aufgabegröße von 0/600 auf 0/32 mm Endkorn. "Wir führen eine Reihe von Tests durch, um sicherzustellen, dass das recycelte Material für die Wiederverwendung in unseren Bauprojekten geeignet ist", teilt der Experte mit. Dazu zählt auch der CBR-Test (Californian Bearing Ratio). Dabei handelt es sich um einen Penetrationstest zur Bewertung der Untergrundfestigkeit von Straßen und Gehwegen.

Nicht nur Natursteinaufbereitung steht auf dem Programm, auch Korallen werden auf Hawaii gebrochen – allerdings keine lebenden aus dem Meer. Auf Hawaii befinden sich viele Korallenschalen unter der Erde. Wenn Alakona also Straßenbaustellen in der Nähe des Ozeans bearbeitet, stoßen die Mitarbeitenden bei Baggerungen meist auf Korallengestein. Ohne Siebsystem wird auf 0/72 mm gebrochen; dieses Endprodukt wird hauptsächlich für die Landschaftsgestaltung verwendet. "Wir verwenden hierzu gerne das Rückführband des Siebsystems als Haldenband, um eine weitere Fraktion zu erhalten", erklärt de Wolff. "Speziell bei der Verarbeitung von Korallen lassen wir häufig ein 46/72-Millimeter-Grobaggregat vom Haldenband und das feinere 0/46-Millimeter-Korn vom Sandband laufen." Korallengestein ist sehr hart und sehr dicht. Das zerkleinerte Material enthält weniger Feinanteile als zerkleinerter Asphalt, es kann jedoch gut verwendet werden. "Wir können es als Unterbau für Haus- oder Betonwege nutzen", betont der Spezialist.

Inklusive Siebbox und Rückführband wiegt der Rockster der Art R700S lediglich 22,8 t und kann ohne Transportgenehmigung mit Alakonas eigenem Tieflader transportiert werden. Dies schafft große Flexibilität – besonders in Bezug auf zukünftige Pläne, in das Lohnbrechgeschäft einzusteigen. Zudem spare es Zeit und Geld. "Wir können so viele Arten von Materialien zerkleinern. Innerhalb von vier Tagen haben wir Asphalt, Korallen, Beton und Basalt gebrochen. Es gibt so viele Möglichkeiten für diverse Kunden wie Bauunternehmen, Privatpersonen und natürlich Kommunen. Man würde vielleicht meinen, dass die Menschen auf einer Insel proaktiv in der Erforschung, Erprobung und Verwendung von recyceltem Material sind, aber sie zögern, etwas Neues zu probieren. Es muss mehr vorangetrieben werden und die Bevölkerung muss verstehen, dass dies die Zukunft ist. Insbesondere im Baugewerbe, wo wir so viele natürliche Ressourcen einsparen könnten, müssen mehr Recyclingprodukte eingesetzt werden", ist der Experte überzeugt.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 05/2021.

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