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Ein BIM-Modell für alle

Plattform ist offen für verschiedene internationale Datenformate

Die Kommunikation auf der Plattform erfolgt stets an einem IFC-Modell via BIM Collaboration Format (BCF).

Bergen/Norwegen (ABZ). – Die Offenheit einer BIM-Kollaborationsplattform ist der Schlüssel für ein effizientes, modellbasiertes Arbeiten – auch bei Großprojekten mit zahlreichen Partnern. Das norwegische Softwareunternehmen Catenda setzt außerdem auf ein einfaches Handling ohne komplexe Prozesse und Workflows sowie ein an die Branchenanforderungen angepasstes Lizenzmodell.

Modellbasiertes Arbeiten funktioniert in der Praxis nur dann, wenn wirklich alle am Projekt Beteiligten an einem gemeinsamen Modell zusammenarbeiten. Was in der Theorie erst einmal einfach klingt, scheitert in der Praxis allerdings sehr oft. Denn viele, am Markt etablierte, cloudbasierte Kollaborationsplattformen für BIM-Projekte geben vor, dass alle Projektpartner mit derselben Autorensoftware zu arbeiten haben. Nur in den seltensten Fällen haben aber die bei größeren Bauvorhaben oft zahlreichen Projektpartner alle dieselbe Software. Bauherren beispielsweise sind teilweise überhaupt nicht mit einer 3D-CAD-Software ausgestattet. Hinzu kommt, dass die Arbeit an solchen mit Autorensoftware erstellten 3D-Modellen ein umfassendes Wissen erfordert und damit einer langwierigen Einarbeitung bedarf. Außer Architekten und Fachplanern beschäftigen sich allerdings nur wenige der Personen, die am Projekt federführend mitarbeiten, mit komplexen 3D-CAD-Systemen. Entlang der Wertschöpfungskette des Bauens wird es daher immer eine Koexistenz der zweidimensionalen Welt mit der BIM-Welt geben.

Entscheidet sich ein Bau- oder Industrieunternehmen oder ein öffentlicher Auftraggeber für eine solche Kollaborationsplattform, so lässt sich ab Projektstart meist nur grob evaluieren, wie viele Personen während des Verlaufs über einen längeren Zeitraum tatsächlich aktiv am Bauvorhaben mitwirken werden. Einige Softwarehäuser lassen sich jeden einzelnen weiteren Projektbeteiligten mit einer eigenen Arbeitsplatzlizenz bezahlen.

Das kann am Ende in sehr hohen Kosten für den Bauherren münden, die er zu Projektbeginn so natürlich nicht abschätzen kann. Viele Firmen scheuen die Arbeit mit BIM-Modellen daher erst einmal. Das Interesse dafür ist sehr wohl da, doch ohne entsprechende Softwarelizenzen bleibt ihnen am Ende der Zugang zum Projekt leider verwehrt.

Der Grund, weshalb viele Bauherren von cloudbasierten Plattformen auf Dauer wieder wegkommen, ist allerdings ein anderer: Die Systeme sind gewöhnlich in sich geschlossen. Ist das Projekt, das man gemeinsam erfolgreich in der Cloud abgewickelt hat, beendet, können die elementaren Projektinformationen und ihre Verlinkungen, die auch für zukünftige Maßnahmen sehr nützlich und hilfreich sein können, nicht mehr aus der Plattform herausgeholt werden.

Das 2009 im norwegischen Bergen gegründete Unternehmen Catenda hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine durchgängig offene Plattform für die Zusammenarbeit an BIM-Modellen zu konzipieren. Die fünf Gründer haben ihre Wurzeln alle in der norwegischen Forschungsorganisation Sintef und pflegen bis heute sehr enge Beziehungen mit Hochschulen und Universitäten überall auf der Welt. Aus diesem Grund ist die Plattform Bimsync Arena sehr vielen Absolventen in und außerhalb Europas bereits bekannt. Über offene APIs wird der Datentransfer mit sämtlichen Programmen und damit Arbeitsabläufen möglich gemacht. Diese Offenheit für verschiedene, internationale Datenformate sorgt dafür, dass sich die Plattform gut an die individuellen Anforderungen eines Bauprojekts – und sei es noch so groß – anpassen lässt. So wurde die Lösung beispielsweise bei verschiedenen aktuellen Tunnelbauprojekten in der Schweiz eingesetzt.

Die Kommunikation auf der Plattform erfolgt stets an einem IFC-Modell via BCF (BIM Collaboration Format). BCF ist ein offenes Format, das es möglich macht, BIM-Modelle mit individuellen Kommentaren zu versehen. Ziel ist es, die Koordination der einzelnen Fachdisziplinen zu vereinfachen. Gleichzeitig können Projektbeteiligte ihren Partnern viele weitere für das Projekt relevante Informationen auf Bimsync Arena zur Verfügung stellen.

Der Vorteil der BCFs und der Verbindung des Modells mit weiteren Dokumenten: Auch Personen, die selbst nicht mit 3D-Autorensoftware arbeiten, können schnell in die modellorientierte Arbeitsweise einsteigen. Die Kommunikation kann stets soweit heruntergebrochen werden, wie es der entsprechende Partner verlangt. Die Projektmitarbeiter sind nicht gezwungen, sich umständlich in neue Prozesse oder Workflows einzuarbeiten. Sie können direkt mit der Projektarbeit am Modell starten. Dafür sorgt die simple Viewer-Funktion von Bimsync Arena, die es ermöglicht, auf einfache Weise im BIM-Modell zu navigieren. Dies funktioniert immer gleichzeitig zweidimensional, sodass BIM-Neulinge nicht erst umdenken müssen.

Für Großprojekte ist die Lösung vor allem deshalb so vorteilhaft, da unbegrenzt viele Partner in die Baumaßnahme eingebunden werden können, ohne dass Kosten für weitere Software-Arbeitsplatzlizenzen entstehen. Das passt zur Branche. Denn bei größeren Projekten kann in der Vorplanungsphase meist nur schwer abgeschätzt werden, wie viele Firmen am Ende tatsächlich mitwirken. Catenda offeriert die Lösung projektbezogen, nicht personenbezogen. Je nach individuellem Projektportfolio bietet das Unternehmen über einen variablen Zeitraum kosteneffiziente Flatrate-Modelle. So bleiben Projekte wirtschaftlich.

Die Anwender schätzen es insbesondere, dass sie sämtliche, projektbezogene Informationen auch nach Abschluss der Baumaßnahme auf einfache Weise wieder aus Bimsync Arena herausholen können.

Seit diesem Herbst hat Andrés García Damjanov den Vertrieb in der DACH-Region sowie im gesamteuropäischen Raum übernommen. Seine Entscheidung fiel vor allem deshalb auf diese ehemals staatlich geförderte Organisation, weil ihn das Konzept, die Technologie und das praxisnahe Denken überzeugt haben. "Bimsync Arena ermöglicht Building Information Modeling für Jedermann", so der Experte.

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