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Einbruchssicher und durchschusshemmend

Lamellenfenstersysteme für mehr Sicherheit

Henning Röper leitet als Geschäftsführer die Geschicke der EuroLam GmbH und ist Spezialist für Lamellenfenstersysteme und Sonderkonstruktionen.

Wiegendorf (ABZ). – Bei 81 % aller Einbrüche versuchen die Täter, über die Fenster ins Gebäude zu gelangen, erläutert Henning Röper, Geschäftsführer der EuroLam GmbH. Der Spezialist für Lamellenfenstersysteme und Sonderkonstruktionen empfiehlt Bauherren daher, das Thema Einbruchsschutz ernst zu nehmen und hat im Zuge dessen einbruchs- und schusssichere Fenstersysteme entwickelt. Dazu zählt auch das neue Guard-Air. Bauverantwortliche können mithilfe der EuroLam-Neuerungen einige technische Vorkehrungen treffen, um Einbruchsversuchen effizient entgegenzuwirken, verspricht Röper.

Derzeit ist es häufig so, dass Fenster und Türen technisch gesehen veraltet sind und auch im geschlossenen Zustand keine große Hürde für Einbrecher darstellen. Mit Hebeltechnik und einfachen Werkzeugen können sie innerhalb von Sekunden geöffnet werden. Um es nicht soweit kommen zu lassen, sollten Verbraucher bei der Wahl ihrer Fenster- und Türensysteme auf die RC-Zertifizierung (Resistance Classes, also Widerstandsklassen) achten. Noch mehr Sicherheit erziele man mit einem funktionsfähigen Einschuss-Schutz. Lamellenfenster sollten demnach unterschiedlichen Waffen, Kalibern und Geschossenergien standhalten, erläutert der EuroLam-Geschäftsführer. Wichtig ist, dass alle Komponenten eines Fensters aufeinander abgestimmt und durchschusssicher sind. Dazu zählen neben der Verglasung auch Rahmenprofile, Sicherheitsbeschläge, Befestigungsmaterial und der Baukörper.

Um einbruchssichere Lösungen umzusetzen, orientieren sich Architekten und Bauunternehmer an der DIN EN 1627-30. Dese Norm ist eine der wichtigsten Richtlinien zur statischen, dynamischen und manuellen Belastung von Einbruchsversuchen. Zudem definiert die DIN-Richtlinie Widerstandsklassen und -zeiten sowie verschiedene Vorgehensweisen bei einem Einbruch. Die Widerstandsklasse RC2 gewährleiste bereits einen guten Einbruchsschutz. Ein unabhängiges Institut prüft die entsprechenden Widerstandsklassen.

Ein RC2-klassifiziertes Lamellenfenster widersteht Einbruchsversuchen mit einfachen Hebelwerkzeugen – etwa Schraubendreher, Zange oder Keile – rund drei Minuten lang. Der Widerstandsklasse RC3 können das Aufbrechen mit einem weiteren Schraubendreher und einem Brecheisen beziehungsweise Kuhfuß nichts anhaben, teilt der Spezialist mit. Ein RC3-Lamellenfenster muss solchen Angriffen fünf Minuten lang standhalten können.

Noch vor ein paar Jahren waren Fenster mit der RC3-Zertifizierung eine Rarität auf dem Markt. Häufig konnten Interessierte nur Sonderanfertigungen bestellen. Heute allerdings verlangen Architekten und Bauunternehmern standardmäßig Fenster und Türen in RC3-Ausführung. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, hat EuroLam die Zertifizierung RC3 auf viele Fenstermodelle ausgeweitet. Bauplanende investieren mit EuroLam-Lamellenfenstern auch in die Sicherheit des Gebäudes, verspricht der Hersteller.

Nicht nur Hebelwirkungen wiederstehen sicherheitsgeprüfte Fenster- und Türsysteme von EuroLam. Auch die Durchschusshemmung ist ein wichtiger Aspekt. Um diesen zu erfüllen, hat das Unternehmen ein Lamellenfenstersystem nach DIN EN 1522/23 (Gesamtkonstruktion) in Verbindung mit Glaselementen nach DI EN 1063 entwickelt.

Um die Schussfestigkeit zu prüfen, wird das Fenstersystem in einem Rahmen befestigt. Danach feuert der Prüfer Schüsse auf das System ab, die das Fenster nicht durchdringen dürfen. Um dieser Herausforderung sicher standzuhalten, müssen die einzelnen Systemkomponenten aufeinander abgestimmt und schusssicher sein. Dazu gehören neben der Verglasung passende Rahmenprofile, Sicherheitsbeschläge, Befestigungsmaterialien und der Baukörper. Je höher die Widerstandsklasse sein soll, desto massiver fällt der Test-Beschuss aus.

Mit GuardAir hat der Hersteller nun ein hochisoliertes Lamellenfenstersystem entwickelt, das in der Widerstandsklasse FB6 zertifiziert ist. Die Neuheit besticht laut Hersteller durch eine flächenbündige Ganzglasoptik außen und ist mit einer selbsthemmenden Verrieglungstechnik ausgestattet. Das GuardAir-System besteht aus einem oder mehreren übereinanderliegenden Lamellen, die oben gelagert sind und sich nach außen öffnen lassen. Es wird standardmäßig mit einem Öffnungswinkel von 80° ausgeliefert. Dabei ist das GuardAir in einer minimalen Breite von 700 mm und einer maximalen Breite von 2500 mm erhältlich. Zudem ist es in der Widerstandsklasse RC2 zertifiziert.

Die Prüfung des GuardAir erfolgte durch ein unabhängiges Prüfinstitut. Das Lamellenfenster wurde 23 Mal mit einer Langwaffe aus einer Distanz von 10 m mit zwei unterschiedlichen Kalibern – sowohl einem Spitzkopfgeschoss als auch einem Weichkerngeschoss – befeuert. Mit dem Kaliber 5,56x45 wurde sechsmal mit einer Geschwindigkeit von 950 m/s geschossen und 17 Mal mit einem 7,62x51-Kaliber mit einer Geschwindigkeit von 830 m/s. Jeder Bereich wurde jeweils dreimal einem Beschuss unterzogen, danach erfolgte eine Bestandsaufnahme. Das GuardAir hielt allen Anforderungen stand und konnte damit die angestrebte Widerstandsklasse FB 6 erreichen.

Lamellenfenster sind nicht einbruchssicher und durchschusshemmend, durch ihre automatische Regulierung sorgen sie außerdem für ein gesundes Raumklima und für umweltschonende Energieeffizienz. Der Wärmeverlust falle beim Luftaustausch vergleichsweise gering aus. Ein weiteres Plus sei der natürliche Rauch- und Wärmeabzug.

Ebenso überzeugen die EuroLam-Systeme im Hinblick auf Ästhetik und Raumnutzung, verspricht der Hersteller. Die besondere Form der Lamellenfenster sorge für vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten und setze individuelle Akzente an der Fassade. Durch die elektrischen, pneumatischen und manuellen Antriebe können Nutzer die Lamellenfenster präzise regulieren und komfortabel bedienen. Auch Installation und Wartung gehen leicht von der Hand.

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