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Eine ostdeutsche Erfolgsgeschichte

Koalick-Gruppe behauptet sich in Baubranche

Cat-Maschinen in Aktion.

Drebkau (ABZ). – Das Baugeschäft boomt. Auch beim Lausitzer Unternehmer Koalick laufen 80 Baumaschinen bundesweit auf vollen Touren - ob im Abbruch, in der Erschließung, im Recycling, in der Betonherstellung, im Straßenbau oder der Metallverwertung. Das Unternehmen Koalick ist vielseitig und dabei gut aufgestellt. Mit etwa 50 Mio. Euro Umsatz jährlich, 150 Mitarbeitern und einem modernen Fuhrpark schreibt Koalick eine ostdeutsche Erfolgsgeschichte. Die Unternehmensgruppe entwickelte sich in den vergangenen drei Jahrzehnten zu einer der erfolgreichsten Baufirmen in der Region. Dabei fing alles sehr klein an. 1963 in Cottbus geboren und im nahen Drebkau aufgewachsen, träumte Torsten Koalick schon als 23-Jähriger von einer Selbstständigkeit. Damals, zu DDR-Zeiten, arbeitete er noch in einem Getränkekombinat und war weder in einer Partei noch in der DSF (Deutsch-Sowjetische Freundschaft), wie er lachend erzählt. Allerdings bekam er deshalb auch keine Chance. Nach dem Grundwehrdienst bei der NVA kaufte er ein paar Fahrzeuge aus Altbeständen der DDR und "befreite" die Drebkauer Haushalte im Auftrag der Stadtwirtschaft zunächst von Restmüll. Die REA Recycling Erdbau Abbruch GmbH (seit 2015 REA GmbH) startete 1997, 2006 die Koalick Abbruch und Transport GmbH, 2011 die REA Straßenbau GmbH (seit 2015 Koalick GmbH) und 2012 die REA-Betriebsstätte in Berlin-Spreenhagen. Weitere Standbeine sind neuerdings die Metallverwertung und Frischbetonherstellung. Im zertifizierten Fachbetrieb sorgen die Mitarbeiter außerdem für die fachgerechte Entsorgung anfallender Abfälle bei allen Bauvorhaben.

"Das hört sich heute alles so einfach an. Es war und ist immer noch ein Weg mit Höhen und Tiefen, so Koalick." Was z. B. Anträge und Genehmigungen oder Entscheidungskriterien bei öffentlichen Ausschreibungen angeht, fühlt sich der Unternehmer oft von der Politik allein gelassen. An vernünftigen rechtlichen Rahmenbedingungen fehle es an allen Ecken und Enden, kritisiert er.

Von Beginn an arbeitete das Team eng mit der Zeppelin Niederlassung Cottbus zusammen. "Nachdem wir einige Maschinenanbieter ausprobiert haben, setzen wir heute fast ausschließlich auf Cat-Produkte. Es gibt für uns keine besseren, was die technische Ausrüstung, die Bedienung, den Komfort oder die Arbeitsschutzvorrichtungen angeht. Alles ist durchdacht. Wenn Ersatzteile nötig sind, werden sie sofort geliefert. Das verhindert Ausfallzeiten. Vom flächendeckenden Service profitieren wir bundesweit. Das spart uns unnötigen Ärger und Wartezeit", lobt der Firmenchef. Die Vertriebsmitarbeiter bei Zeppelin verstehen, wie er sagt, die Maschinen fair und kundengerecht an den Mann zu bringen und denken dabei an maßgeschneiderte Finanzierungen. In seiner Region verhandelt er auf Augenhöhe mit Thomas Köppen, leitender Verkaufsrepräsentant.

Auf allen Baustellen, auf denen Koalick derzeit arbeitet, sind unterschiedliche Cat-Maschinen in Aktion. Sowohl in der Metallverwertung auf dem Betriebshof in Drebkau als auch beim Abbruch der Aluminiumhütte nahe Saarbrücken oder beim Rückbau der FAZ-Druckerei in Neu-Isenburg. In Ludwigsfelde erhielt das Lausitzer Unternehmen kürzlich den Auftrag für Erschließungsarbeiten des Mega-DHL-Paketzentrums auf 7000 m². Mehr als zehn Cat-Maschinen hat Koalick hier täglich im Einsatz.

Torsten Koalick zögert nicht mit der Erschließung neuer Geschäftsfelder, wenn er damit weitere Kunden gewinnen kann. Seit geraumer Zeit produziert die Firma nahe der Drebkauer Tankstelle auch Frischbeton. Auf dem Gelände des Betonwerks hat er auch zwei Radlader stationiert, einen Cat 907 und einen Cat 926M. Die kompakten Maschinen seien wendig, produktiv und sparten dabei noch Kraftstoff. Der Start mit wöchentlich 500 m³ Betonabgabe sei gar nicht so schlecht, meint er. Künftig will er auch Winkel-stützelemente in Sichtbeton herstellen.

"Der Wettbewerb am Markt ist hart. Umso schneller man auf Bedürfnisse reagiert und Qualität liefert, desto stärker bestimmt man den Markt mit. Das möchte ich auch weiterhin. Und wenn irgendwann ich nicht mehr, dann eben meine beiden Söhne", sieht er zuversichtlich in die Zukunft.

Das Koalick-Verwaltungsgebäude befindet sich nahe der Bundesstraße von Drebkau nach Senftenberg. Seit Kurzem wird hier Metall verwertet. Das übernehmen drei Cat-Umschlagbagger vom Typ MH 3022, 3024 und 3026, die jüngsten Errungenschaften im Fuhrpark des Unternehmens. Durch ihre Reichhöhen von 11, 12,1 und 13,3 m sowie Reichweiten von 10, 11 und 12,5 m lassen sich die riesigen Metallhaufen unkompliziert aufnehmen und verarbeiten. Die Bagger sind bis auf 4 bis 5 t Traglast bei max. Reichweite ausgelegt.

Bei den Fahrern punkten die neuen Bagger mit ihren komfortablen Kabinen. Diese bieten Luftgefederte, beheizbare Sitze, Rundumsicht durch große Glasflächen, taghelle LED-Arbeitsscheinwerfer und jeweils zwei Kameras mit Nachtausleuchtung. Entscheidend für den Kauf der Neulinge war auch, so der Chef, dass an die Bagger Sortiergreifer, Mehrschalengreifer, Magnet, Schrottscheren und Zweischalengreifer je nach Bedarf angebaut werden können. Zudem seien sie sehr leise, emissionsarm und verbrauchten wenig Kraftstoff. "Wenn ich bedenke, wie schwer noch vor Jahren das Umrüsten ablief – als ich damals viel Geld in das OilQuick-System investierte, schlugen meine Bauleute die Hände über dem Kopf zusammen. Heute spricht keiner mehr darüber und möchte diese hydraulische Schnellwechseleinheit nie mehr missen." Denn damit lassen sich Grabenräumlöffel, Zweischalengreifer, Schere, Verdichterplatte, Separator und Hydraulikhammer in nur wenigen Sekunden schadensfrei unter höchsten Sicherheitsstandards von der Kabine aus an- und abkuppeln. Das spart Zeit und Kosten. Das weiß der Unternehmer nur allzu genau. "Wenn die Cat-Produkte in der Anschaffung auch nicht zu den Günstigsten gehören, sind sie ihr Geld zweifelsohne wert, amortisieren sich schnell und lassen sich lange nutzen und wenn nötig, auch sehr gut wiederverkaufen. Sie helfen uns zweifelsfrei, Qualitätsarbeit zu liefern. Ich habe deshalb beschlossen, demnächst noch einmal in einen Cat 40-Tonner zu investieren."

Dabei findet er interessant, wie schnell sich die Baumaschinen in den vergangenen Jahren zu Hightech-Maschinen entwickelt haben. "Für mich sind sie der Mercedes unter den Baumaschinen." Dazu zählen auch Planierraupen wie eine Cat D6K und der Kurzheckbagger Cat 313 FLN, ausgerüstet mit einem Cat Motor mit Leerlaufabschaltung, High-Power- und Eco-Mode. Auf engstem Raum verhilft dieser ihm speziell bei schweren Grab- und Hubarbeiten zu sehr guten Ergebnissen. "Vielleicht ist diese Art der Technik schon bald eine Möglichkeit, den zunehmenden Arbeitskräftemangel auszugleichen", bemerkt er nebenbei. "Auch bei uns im Unternehmen bräuchten wir dringend mehr Fachkräfte und sind froh darüber, dass einige aus dem nahegelegen Polen bei uns arbeiten."

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 26/2019.

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