Einsatz aus der Luft

Hafeninfrastruktur in Rostock ertüchtigt

Der Komatsu PC138 mit einem Gewicht von 14 t muss mittels eines Krans an seinen Einsatzort befördert werden.

Rostock (ABZ). – Besonderer Einsatz für HKL: Die Firma Groth & Co. Bauunternehmung GmbH aus Rostock ist für die Erschließungsarbeiten im Zuge der Ertüchtigung der Infrastruktur des Rostocker Hafens im Auftrag der Rostock Port GmbH zuständig. Dafür mietete sie einen Raupenbagger von HKL an. Um zwischen bestehenden Rohrleitungstrassen mit den Arbeiten beginnen zu können, musste die Maschine zuerst durch einen Kran über die Rohre gehoben werden – ein besonderer Auftakt für die Bauarbeiten, die im Februar 2017 begannen und im Dezember 2017 abgeschlossen werden sollen.

Für die Arbeiten auf dem unwegsamen Gelände im östlichen Bereich des Hafengebietes wurde ein Raupenbagger mittleren Gewichts benötigt. HKL fand hierfür die richtige Maschine: den Komatsu PC138. Zunächst musste der 14 t schwere Bagger an seinen konkreten Einsatzort befördert werden. Dazu wurde er mittels eines Krans einige Meter hoch über die Rohrleitungstrasse gehoben.

Für die Fundamentierung setzte ein Nachunternehmer der Firma Groth Bohrpfähle mit bis zu 17 m Länge in den Boden. Der von HKL gemietete Raupenbagger mit hydraulischem Verstellausleger stellte zunächst die Arbeitsebene für die Tiefgründungsarbeiten her. Aufgrund seines Gewichts und der kompakten Abmaße von nur 2490 mm eignete er sich ideal für die Gegebenheiten vor Ort. Durch minimalen Heckschwenkradius und maximale Standfestigkeit auf dem unebenen Boden garantiert die Maschine akkurates und gleichzeitig leistungsstarkes Arbeiten zwischen den Rohrleitungstrassen. Mit einem Grabenräumlöffel hub der Komatsu den moorigen Boden 1 m tief aus und füllte anschließend eine Schottertragschicht hinein. Die so erstellte Arbeitsebene gewährleistete für das ca. 100 t schwere Bohrgerät einen festen Stand.

"Dass eine Maschine für ein Projekt ganz bestimmte Anforderungen erfüllen muss, gehört zum Tagesgeschäft. Aber dass sie auch noch flugtauglich sein muss, kommt eher selten vor", sagt Oliver Göhrendt, Kundenberater im HKL Center Rostock. "Die Bagger aus unserem Portfolio hätten uns in dem beengten Bauraum zwischen den Rohrleitungstrassen und den zu berücksichtigenden Randbedingungen zur Baudurchführung nicht viel gebracht. Ich hatte schon bestimmte Vorstellungen von dem gemieteten Bagger. Unser Ansprechpartner Oliver Göhrendt von HKL konnte uns da optimal beraten. Pünktlich stand die Maschine auf der Baustelle – so muss es sein", sagt Denny Erdmann, Bauleiter Groth & Co. Bauunternehmung GmbH.

Die Rostock Port GmbH betreibt den größten deutschen Ostseehafen und verzeichnete im Jahr 2016 einen Güterumschlag von 26,8 Mio. Brutto-Tonnen. Im selben Jahr wurden rund 14 Mio. Euro in die Infrastruktur und die Verbesserung der Abläufe im Hafen investiert. Im Jahr 2017 sind etwa 7,7 Mio. Euro für Investitionen in Flächen und Gebäude geplant, für die Erneuerung von Kaianlagen etwa 22 Mio. Euro.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 29/2017.

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