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Einsatz im größten Eisenerz-Bergwerk

Maschinen effizient von Schmutz befreien

Ein Radlader wird mit 12 000 l/min gewaschen.

Kiruna/Schweden (ABZ). – Die Firma Frutiger mit Hauptsitz in der Schweiz plant und stellt Grobschmutzwaschanlagen für Großfahrzeuge her. Die in der Fachsprache als Demuckinganlage bezeichneten Waschanlagen sind fähig selbst starke Verschmutzungen an Fahrzeugen aller Art in kurzer Zeit zu reinigen.

Mit der Inbetriebnahme der weltweit ersten Anlage vor rund 15 Jahren, hat Frutiger den Grundstein für dieses neue Geschäftsfeld gelegt. Die Installation einer MobyDick-Demuckinganlage im weltweit größten Eisenerz-Bergwerk, ist ein weiterer Meilenstein in der automatischen Reinigung von stark verschmutzten Fahrzeugen.

Das Eisenerz-Bergwerk Kiruna gehört zum schwedischen Bergbaukonzern LKAB. Es fördert jährlich mehr als 30 Millionen t Roherz ausschließlich im Untertagebau. Kiruna ist die nördlichste Stadt von Schweden und liegt nördlich vom Polarkreis. Vor rund drei Jahren startete das Unternehmen mit der Planung einer modernen Wasch-, Service- und Reparaturhalle, ausgelegt, um aus dem riesigen Fuhrpark täglich bis zu 50 Maschinen abzufertigen. Da die Bodenverhältnisse unter Tage in den großflächigen Aufschlüssen und auf oft unbefestigten Transportstraßen eine massive Verschmutzung an Rad- und Kettenfahrzeugen verursachen, sind Service- und Reparaturarbeiten ohne eine gründliche Reinigung der Fahrzeuge nicht möglich. Deshalb war das Unternehmen auf der Suche nach einer Lösung um die unterschiedlichen Maschinen, vom kleinen Minibagger bis zum 4,5 m breiten Muldenkipper, möglichst effizient und kostensparend zu reinigen.

Nach einer längeren Planungsphase wurde im Spätherbst 2020 eine Demuckinganlage vom Typ MobyDick HD-2 in das Fundament der entstehenden Waschhalle eingebaut. Auf dieser Großanlage werden die schmutzigen Fahrzeuge seither mit bis zu 12 000 l Recyclingwasser pro Minute und einer hohen Anzahl an Düsen intensiv gereinigt. Innert weniger Minuten würden so selbst hartnäckigste Verschmutzungen aufgeweicht und zuverlässig weggespült, teilt Frutiger mit. Bei Bedarf kann anschließend mit einer integrierten und sehr leistungsfähigen Sprühlanze (500 l/min) auch noch eine kurze Nachwäsche der schwer zugänglichen Stellen erfolgen. Der anfallende Schmutz wird durch den hohen Wasserfluss stets automatisch in den seitlichen Recyclingtank gespült und setzt sich dort, unter Zugabe eines umweltfreundlichen Flockungsmittels, ab. Das Waschwasser wird dabei vollständig recycliert und kann für den nächsten Reinigungsvorgang erneut verwendet werden. Damit kann neben viel Zeit auch eine hohe Menge an Wasser und Chemikalien gespart werden, was die Umwelt nachhaltig entlastet. Vermutlich am meisten geschätzt wird die neue Waschanlage aber beim Servicepersonal vor Ort, da die Reinigung aller Fahrzeuge nun wesentlich komfortabler ist und nur noch einen Bruchteil der früheren Zeit in Anspruch nimmt.

Bevor die Anlage ihre Arbeit aufnehmen konnte, wurden Tests zur Leistungsfähigkeit durchgeführt. Unter anderem wurden Maschinen vor und nach der Wäsche genau gewogen, wo bei größeren Fahrzeugen teils bis zu 1000 kg Schmutz abgewaschen wurde. Auch alle anderen Tests wurden von der MobyDick-Anlage im ersten Anlauf bestanden.

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