Einsatz im Weinberg

Sanierung mit Schlauchlinern geglückt

Das Arbeitsgerät zu positionieren war keine leichte Aufgabe.

Röthenbach/Pegnitz (ABZ). – Als Bauleiter Bernd Lange vom verantwortlichen Fachingenieur der Stadtentwässerung Dresden Ralf Dymak im Sommer zum Spaziergang im Grünen eingeladen wurde, witzelte er noch über einen Arbeitstag im Grünen. Am Wasser, direkt an der Elbe gelegen. Das Thema Zugänglichkeit für das Equipment und das geplante Personal stellte sich jedoch als eine Herausforderung dar, denn es handelte sich bei dem Einsatzort um den Elbradweg mit seitlich anschließenden Weinhängen. Allein die Formalitäten zur Nutzung des Elbradwegs nahmen mehrere Monate in Anspruch. Zunächst musste ordnungsgemäß abgesperrt und dann eine Radwegumleitung ausgeschildert werden. Der zu sanierende Mischwasserkanal führte zum größten Teil über privates Weinanbaugebiet. Eine Anfahrbarkeit mit üblicher Technik war nicht gegeben. Der Verlauf des Kanals, 640 m DN 300, befand sich ca. 20 m vom Hangfuß entfernt mitten im Weinberg. Da der 5 m breite Elbradweg keine Standfläche für den angemieteten 50-t-Kran ermöglichte, wurde die Kranstellfläche in das Flussbett der Elbe verlegt: Zu bewältigen waren Einzellasten bis zu 3,5 t bei einer Ausladung von 25 m.

Die gewählten einzelnen Einbauabschnitte waren zwischen 50 und 210 m lang. Für jeden Einbauabschnitt waren Hilfskonstruktionen für die Linerkiste und den Einbauroboter, die sogenannte Chip-Unit, zu errichten. Als Einbauroboter wird eine für das Aaarsleffer Unternehmen typische Einbaueinrichtung bezeichnet, die, versehen mit einer Druckschleuse, im Wesentlichen die ansonsten übliche hydrostatische Wassersäule, die durch ein aufgebautes Gerüst erzeugt wird, ersetzt. Der in Abstimmung mit der Stadtentwässerung Dresden aufgestellte Bauablaufplan sah folgende Abläufe vor:


     


  1. eine Woche vorbereitender Tiefbau, insbesondere die Errichtung der Kranstellplätze;
  2. eine Woche Robotereinsatz und Kalibrieren des Altkanals;
  3. eine Woche Einbau der 640 m Inliner;
  4. zwei Wochen Rückbau von provisorischen Tiefbauleistungen.

Für Aarsleff stellte diese Maßnahme eine weitere interessante Baumaßnah-me dar. Besondere Pfiffigkeit bei der Vorbereitung wurde dem bauüberwachenden Ingenieur der Stadtentwässerung Dresden, Ralf Dymak, dem Bauleiter (FH) Bernd Lange und dem auf der Baustelle verantwortlichen Polier, Gunar Springer, abverlangt. Das Unternehmen ist auf der diesjährigen Ro-Ka-Tech am Stand H5/C02 zu finden.

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