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Einspritzsysteme reparieren und austauschen

Diesel-Service-Netzwerk gestartet

Eine Hochdruckpumpe wird für eine Reparatur demontiert.

Deggendorf (ABZ). – Seit Kurzem bietet Liebherr einen Reparatur-Service für seine Diesel-Einspritzsysteme an. Die Komponentensparte hat ein Konzept erarbeitet, um die hochsensiblen Einspritzkomponenten instand zu setzen und auszutauschen. Dies sei günstiger für die Kunden als ein Austausch und zudem nachhaltiger. Gemeinsam mit einem Service-Partner startet der in Deggendorf ansässige Spezialist für Common-Rail-Einspritzsysteme nun die Pilotphase. Das Diesel-Service-Netzwerk soll stufenweise weltweit ausgebaut werden. Common-Rail-Systeme von Liebherr gibt es in vielen Anwendungsbereichen, von mobilen und stationären Anwendungen im Onroad- und Offroad-Bereich bis hin zu Mining-Geräten oder Marine-Anwendungen. Sie ermöglichen es, Energie maximal auszunutzen, senken den Kraftstoffverbrauch und verringern dadurch auch Emissionen. Je nach Laufleistung und Einsatzbedingungen können dabei Fehler auftreten, durch die die Maschinen Leistung verlieren oder sogar stillstehen. Teilweise werden auch die Injektoren durch Additive oder Verunreinigungen im Kraftstoff geschädigt. Bisher war es dann lediglich möglich, die komplette Komponente durch ein neues Teil auszutauschen. "Im Hinblick auf Ressourcen und Umwelt ist das aber nicht optimal. Deshalb haben wir uns Gedanken über eine bessere Lösung für unsere Kunden gemacht", berichtet Michal Przybylski, Leiter Customer Service bei der Liebherr-Components Deggendorf GmbH.

Zudem sei die Reparatur günstiger als ein Austausch. Bis zu 75 % weniger könne dies kosten, denn auch Teilinstandsetzungen seien möglich. Zudem biete Liebherr ein generalüberholtes Austauschteil an. Gerade mit Blick auf die verbleibende Restlaufleistung einer Maschine spiele der Kostenfaktor eine wichtige Rolle.

Wichtig für Liebherr sei, dass der Ablauf für die Kunden schnell und unkompliziert sei. Der Service werde deshalb nicht zentral im Werk, sondern vor Ort in den entsprechenden Ländern erfolgen. Hier setzt Liebherr-Components Deggendorf auf erfahrene Partner wie die Steinmetz GmbH aus Kürnach bei Würzburg. Mit ihr gemeinsam wurde das Service-Konzept des Liebherr-Diesel-Services validiert. Um die modular aufgebauten Dieseleinspritzsysteme instandzusetzen, brauchen die beteiligten Reparatur-Werkstätten Know-how und Erfahrung im Umgang mit den hochkomplexen Bauteilen, eine vielschichtige Prüftechnik und ganzjährig klimatisierte Räumlichkeiten mit Reinraum-Filteranlagen. Da sich die Vorgaben aufgrund hoher Abgasnormen im µ-Bereich bewegen, wirken sich schon Temperaturunterschiede von 5 °C auf die Messergebnisse aus. Dieses Know-how, eine jahrzehntelange Erfahrung in der Einspritztechnik und geschulte Mitarbeiter hat Steinmetz. Dazu gehört auch ein eigener Abholdienst, um die defekten Einspritzsysteme schnell zu überprüfen. Neben den Diesel-Partnern, die für die Reparatur und den Ersatzteilverkauf verantwortlich sind, umfasst das Diesel-Service-Netzwerk von Liebherr auch Distributoren. Als Kooperationspartner der Liebherr Components in Deggendorf vertreten sie künftig eigenständig das Thema Reparatur, Austausch und Ersatzteile von Einspritzsystemen. Neben der Koordination der Diesel-Partner schulen und auditieren sie diese auch nach Vorgaben und in enger Abstimmung mit Liebherr.

Zunächst bietet die Firma Steinmetz in Deutschland diesen Service an. Nach der Pilotphase soll das Service-Netzwerk für Common-Rail-Systeme in weiteren Ländern stufenweise ausgebaut werden. "Das Markt-Feedback ist wichtig für unser weiteres Vorgehen. Dazu gehören auch die Rückmeldungen und Erfahrungen unserer Kunden im Feld", betont Przybylski. Die Validierung der Prozesse sei nötig, denn es werde Teilgewährleistungen auf getauschte Komponenten und auf die Reparaturleistung geben.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 04/2020.

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