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Einzelgewicht von jeweils 11 Tonnen

Stahlbauträger sichern Konstruktion

Teupe realisierte die Ausführung der Traggerüstkonstruktion mittels 18 Stahlbauträgern HEB 1000 in Stahlgüte S355.

Plau am See (ABZ). – Die Teupe und Söhne Gerüstbau GmbH plante, konstruierte, montierte und demontierte ein Traggerüst mit einer Stützweite von mehr als 30 Metern für den Bau einer Brücke bei Plau am See. Danach senkte Teupe den Überbau der Brücke mit Hilfe einer volumengesteuerten Hydraulikanlage ab.

Der Bau der Bundesstraße B 191 umfasste auf eine 2,7 km langen Strecke zwischen Celle und Plau am See auch Brücken über die Müritz-Elde-Wasserstraße und die (derzeit nicht genutzte) Bahnstrecke Güstrow–Meyenburg. Die Teupe und Söhne Gerüstbau GmbH aus Stadtlohn wurde für den Bau der Brücke über die Müritz-Elde-Wasserstraße mit der Planung, Konstruktion sowie Montage und Demontage eines Traggerüstes beauftragt.

Die extreme Stützweite des Traggerüstes von immerhin 30,4 m über die Müritz-Elde-Wasserstraße bei einem 2,4 m starken Stahlbetonüberbau erforderte sowohl statisch als auch konstruktiv eine exakte Konzeption und detaillierte Planung.

Teupe realisierte die Ausführung der Traggerüstkonstruktion mittels 18 Stahlbauträgern HEB 1000 in Stahlgüte S355. Der Achsabstand zwischen den einzelnen Stützen betrug bis zu 35 cm bei zehn Kippverbänden im Feld über der Müritz-Elde-Wasserstraße.

Die zertifizierte Teupe-Stahlbauwerkstatt in Jena fertigte gemäß der Ausführungsklasse EXC-2 die für das Traggerüst erforderlichen Stahlbauelemente und führte alle Schweißarbeiten aus.

Aufgrund des hohen Einzelgewichts der Stahlbauträger von jeweils 11 t war es eine spezielle Herausforderung für das Team der Teupe und Söhne Gerüstbau GmbH, die Stahlbauträger zu montiren und zu demontieren. Da in den meisten Bundesländern die Transportgenehmigungen für Sondertransporte mit Begleitfahrzeugen bei 24 m Länge enden, mussten die Hauptträger beidseitig mittels IH-4B-Kopfplattenstößen verlängert werden, erläutert das Unternehmen.

Der Auftrag habe sämtliche Leistungen von der Konzeption und detaillierten Planung über die statische Berechnung und Nachweisführung, Erstellung der Ausführungszeichnungen bis hin zur Werkstattfertigung in der Teupe-Stahlbauwerkstatt sowie Realisation, Vor-Ort-Montage und späteren Demontage der Gerüstkonstruktion umfasst.

Nach der Demontage des Traggerüstes wurde der Überbau der Brücke um rund 1,4 m mit Hilfe einer volumengesteuerten Hydraulikanlage problemlos abgesenkt, teilt das Unternehmen weiter mit. Die Lagerlasten betrugen dabei bis zu 6500 kN pro Lager.

Das Städtchen Plau am See liegt in Mecklenburg-Vorpommern und ist ein staatlich anerkannter Luftkurort. Touristen schätzen seine malerische Altstadt, Einheimische die hohe Lebensqualität. Durch den Bau der Bundesstraße B 191 ist diese noch einmal deutlich besser geworden. Denn durch die Ortsumgehung reduzierte sich der Verkehr und dadurch auch Lärm und Abgase seit der Fertigstellung deutlich. Außerdem ist die B 191 eine wichtige Route für den Fernverkehr. Als Querverbindung zwischen den Autobahnen BAB 19 Nord und BAB 24 West ist sie eine Verkürzung für den Güterverkehr.

Die Ortsumgehung wurde im September 2018 nach anderthalbjähriger Bauzeit – und damit sieben Monate früher als zunächst geplant – für den Verkehr freigegeben.

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