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Energieeffizienz, Schallschutz und Baurecht

Experten klärten beim Mauerwerkstag auf

In der begleitenden Ausstellung präsentierten zahlreiche Hersteller aus der Bauindustrie ihre Lösungen.

Memmingen/Klosterbeuren (ABZ). – Ob Energieeffizienz oder Schallschutz: Die Anforderungen an Gebäude steigen in allen Bereichen. Wie die immer größeren Herausforderungen im Wohnungsbau zu meistern sind, dafür gab es jetzt Tipps beim Mauerwerkstag 2018 in der Stadthalle Memmingen. Rd. 300 Architekten, Planer, Bauunternehmer, Handwerker und Baustofffachhändler informierten sich über neue Regelungen, neue Produkte und Neues aus dem Baurecht. Der Mauerwerkstag wird jährlich von den Ziegelwerken Klosterbeuren und Bellenberg sowie der Vertriebsorganisation Südwest Ziegel GmbH organisiert. "Der Mauerwerkstag war wieder ein voller Erfolg. Dass so viele Bauexperten anwesend waren, weist den Weg in die richtige Richtung. Denn damit die Baubranche die immer größeren Herausforderungen meistern kann, müssen sich Bauunternehmer und Investoren aktiv mit innovativen Lösungen und neuer Technologie befassen. Zugleich ist natürlich die Politik gefordert, die Rahmenbedingungen im Wohnungsbau zu verbessern", sagte Organisator Thomas Thater, kaufmännischer Geschäftsführer des Ziegelwerks Klosterbeuren. Das neue Wärmebrücken-Beiblatt brachte Prof. Martin H. Spitzner von der Hochschule Biberach den Teilnehmern des Mauerwerkstags näher. Entsprechen die Wärmebrücken eines Gebäudes den Vorgaben des Beiblattes, kann bei der Berechnung des Wärmeverlusts ein reduzierter Zuschlag zum U-Wert verwendet werden. Um die neuen Regelwerke zum Schallschutz ging es im Vortrag von Michael Gierga von der Ingenieurgesellschaft für Bauphysik Kurz und Fischer aus Bottrop-Kirchhellen. Er erklärte, wie erhöhter Schallschutz in Mehrfamilienhäusern in Ziegelbauweise aussehen kann. Teil eines kompletten Schallschutz-Konzeptes seien der ThermoPlan Plan-Schalungsziegel USZ und der ThermoPlan Planfüllziegel PFZ des Ziegelwerks Kloster-beuren.

Wesentliche Veränderungen zur Bemessung von Mauerwerk bringt das Normenkonzept Eurocode 6 (DIN EN 1996) mit sich, wie Detleff Schermer von der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg unterstrich. "Die Nachweise für Standardfälle sind mit dem vereinfachten Verfahren schnell und sicher möglich", betonte Schermer und zeigte die praktische Anwendung des EC6 anhand eines Beispielgebäudes auf. Neues vom Baurecht präsentierte außerdem der em. Universitätsprofessor Dr. Axel Wirth von der Technischen Universität Darmstadt den Teilnehmern. "Der Gesetzgeber hat nun vieles geregelt, wo es vorher Schwierigkeiten in der Praxis gab. Ein Großteil der Neuerungen ist Verbraucherschutz", sagte Wirth. Der Rechtsanwalt gab viele Tipps zum aktuellen Architekten- und Bauvertragsrecht. In der begleitenden Ausstellung präsentierten zahlreiche Hersteller aus der Bauindustrie ihre Produkte.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 09/2018.

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