Entwässerungslösung

Schlitzrinnen zieren "The Edge"

Klares Design prägt den Amsterdamer Stadtteil ZuidAs: Damit identifiziert sich auch das Bürogebäude "The Edge".

Amsterdam (ABZ). – In unmittelbarer Nähe zueinander liegen das Bürohaus "The Edge" und das Laborgebäude "O|2" im Amsterdamer Stadtteil "ZuidAs". Das Wirtschafts- und Finanzzentrum der Niederlande ist geprägt von geradliniger und nachhaltiger Architektur. An diesen Stil sollte sich auch die Entwässerungslösung vor den Eingängen der beiden Neubauten anpassen. Deshalb kamen Edelstahl-Schlitzrinnen des Typs "Lamina" der Richard Brink GmbH zum Einsatz.

Ihr Design fügt sich in das umgebende Plattenmaterial ein und lediglich der schmale Schlitz verrät das Entwässerungssystem unter dem Bodenbelag. Zusätzlich eingebaute Revisionskästen in Sonderanfertigung ermöglichen die einfache und schnelle Reinigung des Systems.

Die Südachse Amsterdams ("ZuidAs") hat eine Immobilienkapazität von bis zu 4,2 Mio. m². Ein Großteil dieses Potenzials soll in den kommenden Jahren ausgeschöpft werden. Geplant ist, das Areal bis zum Jahr 2040 fertigzustellen. Dieses ist so konzipiert, dass es sich einerseits international behaupten kann, andererseits aber auch traditionelle Elemente Amsterdams aufweist. Angedacht ist, eine hochwertige Lebens- und Arbeitsumgebung zu schaffen, die dynamisch und behaglich zugleich ist. Dem ökologischen Gedanken des Stadtteils entspricht z. B. das Bürogebäude "The Edge" an der Gustav Mahlerlaan. Das 40 000 m² große Bauwerk gilt als eines der nachhaltigsten der Welt.

Der internationale Immobilienentwickler und Investor OVG Real Estate hat es so entwickelt, dass es u. a. seinen Energieverbrauch stetig dokumentiert. Bei der Realisierung arbeitete die OVG Real Estate mit Partnern – insbesondere dem Hauptmieter Deloitte – zusammen. Für die Nutzung fortschrittlicher Innovationen wurde das Gebäude durch die Jury der Building Research Establishment Environmental Assessment Methodology (BREEAM) mit der höchsten je vergebenen Bewertung ausgezeichnet: "The Edge" hat das Zertifikat "herausragend" erhalten und im Rating 98,36 % erreicht. PLP Architecture, London, hat damit eine Arbeitswelt um ein 15-stöckiges Atrium mit Restaurant, Café, Ausstellungs- und Konferenzräumen entworfen.

Für den "The Edge"-Eingangsbereich waren schmale Rinnen gefragt, die für zuverlässiges Ableiten des anfallenden Regenwassers sorgen. Mitarbeiter der Tilma Totaal Afbouw B.V. verlegten "Lamina"-Schlitzrinnen von Richard Brink im Auftrag des Bauunternehmens G&S Bouw sowie den beratenden Ingenieuren der Deerns Group. Die Entwässerungslösung aus Edelstahl erstreckt sich nun über den Sockel des Gebäudezugangs. Insgesamt wurden 41 m der Schlitzrinnen verlegt, die sich dank ihrer Höhenverstellbarkeit an das Gefälle anpassen. Drei maßgefertigte Revisionskästen dienen der leichteren Reinigung des Systems. Sie lassen sich mittels einsetzbarer Verschlusskästen mit aufschraubbaren Griffen öffnen, spülen und säubern. Da die Abdeckungen der Revisionskästen als Plattenschale ausgebildet sind, konnte der Naturstein des Eingangsbereichs in sie hineingelegt werden.

Dezent fügen sich die "Lamina"-Edelstahl-Schlitzrinnen in den Naturstein-Belag ein und erstrecken sich über den gesamten Sockel des "The Edge"-Eingangsbereichs.

Das Laborgebäude "O|2" der Vrije Universiteit Amsterdam (VU) befindet sich wenige Meter entfernt in De Boelelaan. "O|2" steht für Sauerstoff und ist somit ein Lebenssymbol. Es ist eines der ersten niederländischen Universitätsgebäude, das für ein spezielles Forschungsthema errichtet wurde. In dem Labor befassen sich Wissenschaftler der VU, des Medizinischen Zentrums der VU und der Universität Amsterdam mit relevanten Aspekten auf dem Gebiet "Human Health & Life Sciences". Indem sie die Ausstattung gemeinsam nutzen, werden eine effiziente Zusammenarbeit sowie der Wissenstransfer ermöglicht.

EGM Architekten haben das Labor in Form eines großen Kubus mit zwei Ausschnitten entworfen. Verwinkelte Säulen unterstützen deren Aufbau. Ein Atrium lässt Tageslicht in alle Bereiche des 33000 m² großen Gebäudes dringen. Die erste Ebene dient als Platz mit Restaurants, einem Informationscenter, einem Konferenzsaal, Besprechungsräumen und einer Fahrradstation. Unter dem Bauwerk befindet sich ein Parkhaus. Auch bei diesem Projekt stand der Nachhaltigkeitsgedanke im Vordergrund: Die Kühlung erfolgt etwa mittels Wasser aus dem nahe gelegenen See Nieuwe Meer und das begrünte Dach wirkt isolierend.

Klare und dennoch zurückhaltende Formen prägen den Würfel und dessen Fassade. Passend dazu setzten die Verarbeiter des Unternehmens Van Stokkum hier ebenfalls die höhenverstellbaren Schlitzrinnen vor dem gesamten Eingang ein. Das System mit zwei Revisionskästen in Sonderanfertigung und 43 m Rinne fügt sich ebenerdig in den Boden ein. Die Plattenschalen wurden mit dem Betonbelag des Eingangsbereichs ausgekleidet. Durch die Ausführung in 1,5 mm Edelstahl ist eine optisch ansprechende und dauerhaft hochwertige Lösung entstanden, die den vorderen Gebäudeabschnitt dezent aufwertet.

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