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Entwässerungstechnik

Brücken effizient vor Witterung schützen

Brücken sind Verbindungsglieder in der Verkehrsinfrastruktur: Sie überspannen Täler, Gewässer oder Straßen- und Bahntrassen und verbinden Ufer, Städte oder sogar Kontinente. Wie auch bei ebenerdigen Straßenverläufen, müssen die Fahrbahnen von Brücken schnell und sicher entwässert werden. Nur so können die Verkehrssicherheit und der Erhalt der Brückenkonstruktion gewährleistet werden.

Büdelsdorf (ABZ). – Für viele gilt der Brückenbau als Königsdisziplin des Ingenieurbaus. Bei kaum einem anderen Bauwerk scheint die Ingenieurleistung für uns so offensichtlich. Tragseile, Spannbetonelemente oder Pylone, meist schon von weitem sichtbar, vermitteln die Idee und einen ersten Eindruck der Konstruktion. Brückenbauwerke sind aber auch sehr anfällig, denn tragende Bauteile liegen meist frei. So wundert es nicht, dass von den rd. 39 000 Brücken auf Autobahnen und Bundesstraßen in Deutschland, von denen der größte Teil in den 1960er- und 1970er-Jahren gebaut wurden, jede vierte Brücke saniert werden muss. Mit ausschlaggebend für den schlechten Zustand vieler älterer Brücken ist, neben der erheblichen Belastung durch den steigenden Verkehr auch die Tatsache, dass Brücken den Einflüssen der Witterung stark ausgesetzt sind. So kann bspw. Pfützenbildung auf den Verkehrsflächen nicht nur die Verkehrssicherheit durch Aquaplaning oder Glatteis beeinträchtigen. Sie kann, wie auch Staunässe, dazu führen, dass Frostschäden im Brückenbelag entstehen. Um dies zu verhindern, müssen Flächen schnell und pfützenfrei entwässert werden.

Bei der Planung von Brücken-Sanierungen und -Neubauten sind die objektspezifischen Voraussetzungen für die richtige Wahl der Entwässerungslösung zu prüfen. Dabei ist schon zu unterscheiden, ob es sich bei Sanierungen "nur" um eine grundhafte Erneuerung der Fahrbahnen handelt oder auch die Brückenkappe saniert werden soll. Ausschlaggebend für die Wahl der Entwässerung ist auch der Straßenbelag, z. B. bei Einsatz von Offenporigem Asphalt (OPA) und Asphalt mit oder ohne Bordrinne. Mit innovativen Produkten ist Aco nach eigenen Angaben in der Lage, unter Berücksichtigung der objektspezifischen Anforderungen die passenden Entwässerungslösungen anzubieten.

Die wesentlichen Vorteile einer Linienentwässerung auf der Brücke, wie Aco Drain KerbDrain Bridge, sind die Positionierung in dem nichtüberfahrenen Bereich, größere Haltungslängen und der Einsatz auch bei Verwendung von OPA. Die aus Polymerbeton gefertigte KerbDrain Bridge ist eine Hohlbordrinne, die Bordstein/Schrammbord und Entwässerung miteinander kombiniert und als lineares Entwässerungssystem im Randbereich von Brücken eingesetzt wird. Somit befinden sich keine Entwässerungsbauteile mehr im Fahrbahnbereich, welche im Falle einer Baustellenstraßenführung permanent überfahren werden und bei Asphalt- und Markierungsarbeiten stören.

Die aus Polymerbeton gefertigte KerbDrain Bridge ist eine Hohlbordrinne, die Bordstein/Schrammbord und Entwässerung miteinander kombiniert und als lineares Entwässerungssystem im Randbereich von Brücken eingesetzt wird.

Mit ihrer sehr flachen Einbautiefe, hohen Entwässerungsleistung, anprallstabilen Konstruktion und vergleichbarer Richtzeichnungsanforderung erfüllt die neue Rinne die Anforderungen des Marktes. Die Rinnenelemente der Belastungsklasse D 400 nach DIN EN 1433 sind werkseitig mit einer EPDM-Dichtung ausgestattet und schützen somit Auflager und Brückenkonstruktion vor auslaufendem belasteten Oberflächenwasser. Die Vorzüge der KerbDrain Bridge kommen vor allem bei Entwässerungssituationen mit geringem Längsgefälle zum Tragen. Bei fehlendem oder sehr geringem Längsgefälle ist der Anschluss der zu entwässernden Fahrbahn ohne weitere Maßnahmen möglich.

Die Spezialrinnen verfügen über eine oder zwei Ebenen (OPA Ausführung) angeordnete Einlauföffnungen. So wird einerseits das Oberflächenwasser über die seitlich angeordneten Öffnungen aufgenommen. Zusätzlich wird – bei Einsatz von offenporigem Asphalt (OPA) – das in die Asphaltdeckschicht eingesickerte Wasser über die zusätzlichen, seitlichen Öffnungen in den Rinnenkörper eingeleitet. Die KerbDrain Bridge bietet eine senkrechte Anschlussmöglichkeit mit einer Lippenlabyrinth-Dichtung in der Sohle. Hier wird ein Rohrstutzen als Zwischenstück installiert, um direkt in den darunter installierten Gussablauf zu entwässern. Um eventuell anfallendes Sickerwasser von der dritten Entwässerungsebene, der Dichtungsbahn, abzuleiten, ist in diesem Bereich der Unterbau sickerfähig auszuführen.

Mit Aco Drain KerbDrain Bridge biete man ein Konzept, das sowohl bei der Entwässerung von Neubauprojekten als auch bei Sanierungsprojekten ein wirkungsvolles und wirtschaftliches Produkt für die Brückenentwässerung darstellte, so Aco.

Brückenabläufe kommen meist dann zum Einsatz, wenn ein Eingriff in die Brückenstruktur nicht erforderlich ist oder lediglich die Sanierung der Brückenabläufe ansteht. Da bei der Sanierung von Brückenentwässerungen in der Regel nur die Oberteile der Brückenabläufe ersetzt werden, wurden dafür bisher entweder standardisierte Oberteile von Abläufen oder kostenintensive, objektspezifisch angepasste Oberteile verwendet. Speziell für Sanierungszwecke wurden von Aco die Aufsätze Multitop Universal aus Gusseisen EN-GJS in der Belastungsklasse D 400 entwickelt (gemäß DIN EN 124/DIN 1229). Die geringe Rahmenhöhe, der große Flansch und die multifunktionale am Aufsatz montierbaren Abdeckplatten ermöglichen es, die Aufsätze oberhalb eingebauter Ablaufunterteile unterschiedlicher geometrischer Formen zu montieren. Das Ablaufoberteil kann also durch die bedarfsgerechte Montage der in Fahrtrichtung rechts- oder linksseitig montierbaren Abdeckplatte individuell an die örtlichen Gegebenheiten angepasst werden. Mit einem Minimum an Bauteilen bietet Aco mit dem Brückensanieraufsatz Multitop Universal eine effiziente und schnelle Lösung. So wird die Objektabwicklung vereinfacht, die Kosten wurden minimiert.

Der Brückensanieraufsatz von Aco findet aber auch in Fußgängerbereichen seinen Einsatz. Denn mit einer Schlitzweite von 23 mm und einer Schlitzlänge kleiner 170 mm erfülle er höchste Sicherheitsanforderungen. Der durch ein Scharnier bis ca. 110° aufklappbare Rost ist verkehrssicher, einfach zu bedienen und mit einer schraublosen, wartungsfreien Arretierung aus Edelstahl ausgestattet. Wie alle Multitop Brückenabläufe ist auch der Aco Aufsatz Multitop Universal zur Reduzierung von Klappergeräuschen mit einer dämpfenden Pewepren-Einlage im Rahmen versehen.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 10/2019.

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