Erfolgreiche Hausausstellung bei Stehr

"Nur durch Testen erkennt man die Besten"

Von Robert Bachmann

Nicht nur am Traktor finden die Stehr-Maschinen Verwendung. Zur Hausausstellung gab es auch die Kombination von Stehr-Maschinen und Radladern der Marken Wacker Neuson und Kramer zu sehen – auch in der elektrischen Variante.

Schwalmtal . – Zum mittlerweile dritten Mal veranstaltete der Spezialmaschinen-Hersteller Stehr kürzlich seine hauseigene Leistungsschau am Unternehmenssitz im oberhessischen Schwalmtal. Vier Tage lang hatten die Besucher die Gelegenheit, sämtliche Stehr-Produkte unter realen Einsatzbedingungen zu testen. Veranstaltungen wie die bauma und Co. sind für Jürgen Stehr kaum noch von Interesse. Um die Vorteile seiner teils gewaltigen Spezialmaschinen richtig in Szene zu setzen, müssen diese in Aktion gezeigt werden, ist der Geschäftsführer und Gründer des Unternehmens überzeugt. Hierfür braucht es vor allem Platz. Davon gibt es auf dem sogenannten Stehrodrom ausreichend. So veranstaltete Stehr in diesem Jahr zum nunmehr dritten Mal die Stehr-Hausausstellung auf dem firmeneigenen Testgelände direkt hinter den Produktionshallen am Sitz des Unternehmens in Schwalmtal. Vier Tage lang konnten Kunden und Interessierte sämtliche Stehr-Maschinen auf dem weitläufigen Testgelände mit angeschlossener Erlebnisgastronomie – der JS Ideenschmiede – intensiv testen. Natürlich gab es dabei auch Neuheiten zu bestaunen. So präsentierte Stehr u. a. das neue Bodenstabilisierungssystem "staubfrei" SBF 24-3, welches speziell für kleinere Baustellen entwickelt wurde. Auch der neue Kramer-Elektro-Lader wurde bereits mit einem Stehr-Plattenverdichter ausgerüstet und konnte in Schwalmtal getestet werden.

Nach wie vor das Kernprodukt für Stehr: Plattenverdichter. Auch der Verdichtungsparcours zog das Interesse vieler Besucher der Ausstellung auf sich.

Darüber hinaus konnten die Besucher neu konzipierte Bindemittelstreuer mit Volumen von 8 und 14 m³ in Augenschein nehmen. Letztere stellen durch die rahmenlose Konstruktion des Behälters eine Besonderheit für den Anwender dar, so Stehr. Auf diese Weise kann der Behälter einfach auf einen Anhänger oder eine Kipperpritsche gelegt werden. Zum Transport eines Tiefladers wird die Pritsche dann hinten hochgekippt, wodurch das Zugmaul frei wird und der Tieflader mit Schlepper und Fräse angehängt werden kann.

Großer Andrang herrschte auch wieder auf dem Verdichtungsparcours. Auf diesem zeigten die neuen, frisch patentierten Stehr-Plattenverdichter in sämtlichen Variationen (mit Breiten bis zu 4500 mm) eindrucksvoll ihre Vorzüge gegenüber einem klassischen Walzenzug. Darüber hinaus hatten die Besucher die Möglichkeit, die Verdichtungswerte selbst zu messen. Mit einem Wasserglastest demonstrierte das Unternehmen zudem, wie schwingungsarm seine Maschinen arbeiten.

Das Konzept der Hausausstellung geht auf. Kamen 2016 noch etwa 4500 Interessierte nach Schwalmtal, um sich von den aktuellen Produktneuheiten des Herstellers zu überzeugen, zählte das Unternehmen in diesem Jahr bereits rd. 5000 Besucher aus 23 Ländern. Wegen des großen Andrangs hatte man sich bei Stehr dazu entschieden, die Veranstaltung in diesem Jahr bereits am Donnerstag beginnen zu lassen. Unter der Woche kämen dann vermehrt Vertreter von Behörden und Kommunen, einem für das Unternehmen sehr wichtigen Kundenkreis, wie Stehr erklärte.

Auf dem firmeneigenen Testgelände "Stehrodrom" können auch die großen Stehr-Maschinen wie das Wegepflegesystem mit Bankettfräse SUG 35-T zeigen, was sie drauf haben.

"Unser Hauptgeschäft sind nach wie vor die Plattenverdichter", so Stehr. "Über die Zeit hinweg sind jedoch zahlreiche weitere Ideen dazu gekommen. Heute umfasst unser Produktprogramm Bodenstabilisierer, Verdichter, Kanaldeckelfräsen und vieles mehr. Auch unser Anwendungsspektrum ist sehr breit. Aktuell haben wir bspw. einen Verdichter im Angebot, der bei der Aufbereitung von Ski-Pisten zum Einsatz kommt. Unsere Hauptabnehmer sind natürlich vor allem die Bauunternehmer. Mittlerweile sind aber auch Bereiche wie die Kommunaltechnik, Landwirtschaft und nicht zuletzt Lohnunternehmer hinzugekommen."

Stehr gibt es seit fast 35 Jahren. Angefangen hatte alles mit Löffeln für Minibagger. Schritt für Schritt sei man dann auf die Entwicklung von Spezialmaschinen übergegangen, wobei Stehr eine außerordentliche Weitsicht bewies. "Wir waren damals die ersten, die Anbaugeräte für Traktoren entwickelt haben", erinnert sich Stehr. "Damals hat man uns noch belächelt. Heute ist der Traktor eine ernstzunehmende Arbeitsmaschine in verschiedenen Anwendungsbereichen. Mittlerweile lacht keiner mehr."

Mühelos gräbt sich die Bodenstabilisierungsfräse durch den Untergrund. Die SBF 24-2 ist laut Stehr die stärkste auf dem Weltmarkt – ausgelegt für eine Antriebsleistung bis 600 PS.

Auch im Vertrieb zeigt sich Stehr innovativ. Statt auf eine Armada von Außendienstmitarbeitern setzt das Unternehmen zu großen Teilen auf die Wirkmacht des Internets. "Tatsächlich kommen die Leute von ganz allein zu uns", erklärt Stehr. "Viele, weil sie unsere Produkte in einem Video auf YouTube oder unserer eigenen Videoplattform (stehr.tv) im Netz gesehen haben." Es sei geradezu verrückt, wie viele Menschen über die neuen Medienkanäle auf Stehr stoßen. "Die Wirkung des Internets ist heute nicht mehr außer Acht zu lassen. Wir haben über 12 000 registrierte Nutzer. Mittlerweile beschäftigen wir zwei Mitarbeiter, die sich nur mit Filmen für das Internet beschäftigen."

Entsprechend stimmen auch die Zahlen, wie Stehr gegenüber der ABZ verriet. 2016 habe das Unternehmen ein Umsatzplus von 26 % verzeichnen können. Und auch das erste Quartal 2017 sehe bereits wieder vielversprechend aus, so dass man für dieses Jahr mit einem erneuten Umsatzplus rechne.

Die Hausausstellung sei fester Bestandteil dieses Erfolgsrezeptes und habe mittlerweile einen festen Platz im Kalender. Stehr: "Diese Veranstaltung werden wir jetzt jedes Jahr durchführen, denn nur so können wir den Kunden unsere gesamte Produktpalette nicht nur in Aktion zeigen, sondern jeder Interessent kann alle Maschinen selbst testen. Diese Vorteile, die wir zu bieten haben, wollen wir natürlich noch verstärkt in der Zukunft nutzen. Denn nur durch Testen erkennt man die Besten!"

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