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Erstes Halbjahr

Deutz steigert Umsatz und operatives Ergebnis

KÖLN (ABZ). - Die Deutz AG hat ihre Geschäftszahlen vorgelegt und blickt auf ein insgesamt positives erstes Halbjahr zurück. Absatz und Umsatz haben sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht und das operative Ergebnis vor Einmaleffekten konnte fast verdoppelt werden. Mit 746,8 Mio. Euro blieb der Auftragseingang jedoch hinter dem Rekordniveau des Vorjahres (H1 2013: 843,5 Mio. Euro) zurück. Nach mehreren Quartalen mit besonders hohen Bestelleingängen hat er sich im zweiten Quartal verringert und betrug 332,6 Mio. Euro nach 414,2 Mio. Euro im Vorquartal. Der Absatz ist im Berichtszeitraum auf 99 079 Motoren gestiegen und legte damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15,3 % zu (H1 2013: 85 907 Motoren). Besonders im zweiten Quartal 2014 war eine deutliche Erhöhung festzustellen: Mit 54 622 verkauften Motoren konnte das Vorjahresquartal um 10 % und das Vorquartal um 22,9 % übertroffen werden.

Auch der Umsatz erhöhte sich in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres gegenüber dem Vorjahr um 13,8 % auf 753,4 Mio. Euro (H1 2013: 662,1 Mio. Euro). Dabei konnten die Umsatzerlöse in allen Regionen – EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika), Amerika und Asien/Pazifik – ausgeweitet werden.

Unterjährig ist ebenfalls eine positive Tendenz auszumachen: Im zweiten Quartal 2014 erlöste Deutz 410,7 Mio. Euro und damit 10,3 % mehr als im Vorjahresquartal und 19,8 % mehr als im Vorquartal. Dank der höheren Kapazitätsauslastung konnte das operative Ergebnis (EBIT vor Einmaleffekten) im Vorjahresvergleich auf 20,1 Mio. Euro nahezu verdoppelt werden (H1 2013: 10,1 Mio. Euro).

Nach Einmaleffekten für die eingeleiteten Standortoptimierungen an den Standorten Köln-Deutz und Übersee am Chiemsee betrug es 6,2 Mio. Euro. Das Konzernergebnis belief sich im Halbjahreszeitraum auf 2,7 Mio. Euro, nach 5,4 Mio. Euro im Vorjahr. Erfreulich war weiterhin die Entwicklung der Nettofinanzverschuldung: diese hat sich im Vergleich zum 30. Juni 2013 um 13,1 Mio. Euro auf 31,8 Mio. Euro verbessert.

In den nächsten beiden Jahren wird Deutz den Standort Köln-Deutz räumen und am größten Standort Köln-Porz ein neues Wellenzentrum zur Fertigung von Nocken- und Kurbelwellen errichten. Darüber hinaus wird das Werk in Übersee am Chiemsee geschlossen und die Austauschmotoren-Fertigung in das Montage-Werk in Ulm integriert. Aufgrund dieser Standortoptimierungen rechnet Deutz mit einer wesentlichen Verbesserung des operativen Ergebnisses: Ab dem Jahr 2017 soll dieses mehr als 10 Mio. Euro pro Jahr betragen. Die Investitionen in Höhe von etwa 20 Mio. Euro werden durch die Erlöse aus der Veräußerung von Immobilien in den Folgejahren voraussichtlich deutlich überkompensiert.

Im zweiten Quartal 2014 hat Deutz im Zusammenhang mit den Standortoptimierungen einmalige Aufwendungen in Höhe von 13,9 Mio. Euro verbucht. Insgesamt werden die Maßnahmen das Ergebnis 2014 einmalig mit bis zu 20 Mio. Euro belasten. Für das laufende Geschäftsjahr bestätigt Deutz seine Prognose. Im Geschäftsjahr 2014 soll der Umsatz im niedrigen zweistelligen Prozentbereich wachsen.

Für die mittelfristige Zukunft sieht sich das Unternehmen weiter auf Wachstumskurs, denn das Geschäft in Asien, einem der größten Wachstumsmärkte des Unternehmens, entwickelt sich erfreulich: "Im laufenden Geschäftsjahr ist es uns gelungen, größere Neukundenprojekte zu gewinnen. So konnten wir eine langfristige Zusammenarbeit mit Tong Yang Moolsan (TYM), einem koreanischen Landmaschinenhersteller, begründen. TYM ist der erste Traktorenhersteller, den Deutz in Asien beliefert. Durch die Zusammenarbeit mit TYM stärken wir erfolgreich unsere internationale Präsenz, insbesondere im asiatischen und nordamerikanischen Raum", so Dr. Helmut Leube, Vorstandsvorsitzender der Deutz AG.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 35/2014.

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