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Erweiterung der A 7

Herausfordernden Brückenabbruch erfolgreich abgewickelt

Der Einsatz mit der Abrissbirne war Unternehmensangaben zufolge notwendig.

Hamburg (ABZ). – Auf einer kleinen Arbeitsfläche und bei laufendem Verkehr fand der Abbruch der 420 m langen Brücke vor dem Elbtunnel statt. Notwendig war hierbei der Einsatz einer Abrissbirne. Auf Deutschlands wichtigster überregionaler Nord-Süd-Verbindung läuft ein Mega-Projekt: Die A 7 am Hamburger Elbtunnel wird von sechs auf acht Spuren erweitert.

Dafür musste die etwa 420 m lange Brücke direkt am südlichen Tunnelportal abgebrochen werden. Die Hagedorn Unternehmensgruppe war mit dem herausfordernden Rückbau beauftragt. Der Ausbau der A 7 in Hamburg wird im Auftrag der DEGES umgesetzt.Die nur 26 m breite Arbeitsfläche, der laufende Verkehr sowie die starke Bewehrung der Betonfahrplatte erforderten viel Erfahrung und Feingefühl. "Ich kann mich an keinen größeren Brückenabbruch erinnern, den wir gestemmt haben", sagt Projektleiter Adrian Karow.

Um das Bauteil mürbe zu machen, war der Einsatz einer Abrissbirne notwendig, denn die ersten Versuche zeigten: Aufgrund der Festigkeit der Fahrbahnplatten reichte der Stemmhammer nicht aus. Bereits beim Ansetzen entstand eine Art Betonfontäne. Schlagartig löste sich auf einem kleinen Punkt die Spannung.

"Der Vorteil einer Abrissbirne ist eine größere Angriffsfläche, eine geringere Staubentwicklung und weniger Betonspritzer. Außerdem ist es durch den Einsatz der Abrissbirne möglich, den Beton filigraner zu bearbeiten", sagt Polier Kees Kornelis Bouma. Der Gebrauch der Abrissbirne führte dazu, dass die Betonplatten am Ende gewissermaßen pulverisierten.

Bis ins Jahr 2024 ist Hagedorn Teil des A 7-Ausbaus.

Maschinist Jürgen Hubert ließ dafür die Kugel alle 50 cm auf die Fahrbahnplatten knallen. 40 bis 50 Schläge schaffte er pro Minute. Dass die 2,8 t schwere Abrissbirne genau ihr Ziel trifft, erforderte höchste Präzision. Auf 12 000 m² fand der in zwei Bauphasen aufgeteilte Brückenrückbau statt. Gleichzeitig war der Bereich aber nur 26 m breit und aufgestellte Stützen sorgten für eine zusätzliche Einschränkung des Bewegungsradius. "Egal, was wir bisher hier abgebrochen haben, ein Meter weiter lief der Verkehr. Ein umsichtiges Vorgehen ist daher stets von immenser Bedeutung", betont Projektleiter Karow. Auftraggeber Arge Ersatzneubau K30 (Hochtief Infrastructure GmbH/Fr. Holst GmbH & Co. KG) errichtete einen provisorischen Hilfsdamm, damit der Verkehr während des Abbruchs weiter fließen konnte.

Neben einer Abrissbirne sind für den Rückbau fünf Kettenbagger, der CAT330 und CAT336 sowie mehr als zwölf verschiedene Anbaugeräte im Einsatz. Außerdem verrichten zwei Radlader, ein Telestack und eine mobile Brecheranlage ihr Werk. Zusammen bewegten sie knapp 16 000 m³ feste Masse. Mithilfe der Brecheranlage produzieren die Mitarbeiter direkt auf der Baustelle hochwertiges Recyclingmaterial, welches anschließend vor Ort wiederverwendet wird.

400 Millionen Euro kostet das gesamte Projekt, an dem unter anderem ein achtköpfiges Hagedorn-Team der Hagedorn Hannover GmbH beteiligt ist. Für den Bau verantwortlich ist die DEGES GmbH. Dessen Technischer Geschäftsführer Dirk Brandenburger vergleicht den Ausbau der A 7 mit einer "OP am offenen Herzen – und die Stelle südlich des Elbtunnels ist die Aorta." Umso wichtiger ist höchste Präzision und Professionalität bei den Bau- und Abbrucharbeiten. Bis 2024 ist Hagedorn Teil des A 7-Ausbaus im Norden Deutschlands.

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